Geheimnisse und Geständnisse

Plotkes

Marga Spiegel ist zusammen mit Veronica Ferres und Charlotte Knobloch mit dem »Cinema for Peace Award« ausgezeichnet worden. Der Preis, der seit 2002 parallel zur Berlinale verliehen wird, widmete sich in diesem Jahr dem Thema Antisemitismus und Fremdenhass. Veronica Ferres, die Marga Spiegel in dem Film Unter Bauern verkörperte, nannte die 100-Jährige ihre Herzensschwester.

Sarah Silverman ist stolz auf ihre Schwester. Die Reformrabbinerin Susan Silverman ist eine der »Women of the Wall«, die am Sonntag an der Klagemauer verhaftet wurden, weil sie dort beteten. Sarah Silverman sagte der israelischen Tageszeitung Haaretz, sie habe etwas dagagen, dass religiöse Stätten von Charedim überfallen würden.

Drake hat einen Grammy gewonnen. Der kanadische Rapper, der eigentlich Aubrey Drake Graham heißt, gewann die Auszeichnung für sein Album Take Care. Auch die Indie-Pop-Band Fun, deren Lead-Sänger Jack Antonoff jüdisch ist, hat bei den 55. Grammys abgeräumt. Sie gewannen den Preis für den Song des Jahres (We are young) und als Best New Artist.

Action Bronson war zwar nicht bei den Grammies, hat aber eine Leidenschaft für Mixed Martial Arts. Der Rapper albanischer Herkunft, der im Stadtteil Queens wohnt und bekannt für seine sehr deutlichen Texte ist, sagte dem New Yorker »Vice Magazine«, dass er zwar zurzeit überhaupt nicht in Form sei und daher nicht trainiere, er aber sofort anfangen würde, sobald er wieder fit sei. Wer Action Bronson kennt, weiß, dass das wohl noch etwas dauern könnte.

Shia LaBeouf hat sich ein wenig aufgeregt. Am Berliner Flughafen Tegel rastete der amerikanische Schauspieler aus, weil sein Flug wegen eines Schneesturms gecancelt wurde. Ein Paparazzo bekam die Wut des 26-Jährigen auch körperlich zu spüren: Shia LaBeouf schlug ihm seine Kamera ins Gesicht. LaBeouf war zu Gast bei der Berlinale war, um seinen Film The Necessary Death of Charlie Countryman vorzustellen. kat

Amulette

Erfurter Ausstellung zeigt israelische Kunst

Die Galerie Waidspeicher zeigt Werke israelischer Künstlerinnen und 555 Hamsa-Amulette aus Jerusalem. Das Motiv der Hamsa in Form einer geöffneten Hand ist im Judentum, im Islam und im Christentum gebräuchlich

von Matthias Thüsing  10.03.2026

München

Ermittlungen zu Nazi-Parole gegen Fleischhauer eingestellt

Der Kolumnist bedient sich bei einem Podcast eines Slogans der Nationalsozialisten, um damit den AfD-Nachwuchs zu kritisieren. Deshalb wird gegen ihn ermittelt - jedoch nicht besonders lang

 10.03.2026

TV-Tipp

Die Puppe mit dem Hitlergruß: Das turbulente Leben der Unternehmerin Käthe Kruse

»Ich kauf‘ Euch keine Puppen - macht Euch selber welche!« Max Kruses junge Geliebte nahm diese brüske Absage wortwörtlich und wurde berühmt. Arte zeichnet die bewegte Biografie von Käthe Kruse nach

von Manfred Riepe  10.03.2026

New York

Ben Stiller: »Krieg ist kein Film«

Immer wieder nutzt die US-Regierung bekanntes Film- oder Musikmaterial für eigene Videoclips - wohl ohne zu fragen. Jetzt beschwert sich deswegen Schauspieler Ben Stiller

 10.03.2026

Comedy

Streichelzoo mit Fischen

Die Serie »JoJo & Simha: Exploring Berlin3000« erzählt auf Social Media von drei tollpatschigen jüdischen Handwerkern der Zukunft

von Pascal Beck  09.03.2026

Women’s Asian Cup

Trump fordert von Australien Asyl für iranische Fußballerinnen

Die Spielerinnen hatten sich vor dem Anstoß im Robina Stadium geweigert, die iranische Nationalhymne zu singen

 09.03.2026

Magdeburg

Auftakt für jüdische Kultur in Sachsen-Anhalt

Ministerpräsident Sven Schulze betonte als Schirmherr die Bedeutung der Kulturtage als klares Signal der Solidarität mit Jüdinnen und Juden in Sachsen-Anhalt

 09.03.2026

Sprache

»Wat willste?«

Die Autorin Lea Streisand hat ein Buch über den vielleicht schönsten Dialekt des Deutschen geschrieben, das Berlinerische. Ein Besuch zwischen »ick«, »icke« und »dufte«

von Katrin Richter  08.03.2026

Berlin/Los Angeles

Weimer lädt Chalamet in die Oper ein: »Kann mal daneben liegen«

Interessiert sich wirklich niemand mehr für Oper und Ballett? So findet es zumindest »Marty Supreme«-Star Timothée Chalamet. Wie der Kulturstaatsminister den Oscar-Anwärter umstimmen will

 08.03.2026