Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Lena Dunham ist für ihre Rolle der Hanna Horvath in der HBO-Serie Girls für einen Emmy nominiert worden. Nicht nur die 26-jährige Regisseurin und Schauspielerin schaffte es in die Kategorie »Outstanding Lead Actress in a Comedy Series«, sondern die ganze Sendung wurde in der Sparte »Outstanding Comedy Series« für den amerikanischen Filmpreis vorgeschlagen. In Girls erzählt Dunham über ihre Erfahrungen als jüdische junge Frau in New York. Die Serie, die in den USA viel Lob von den Kritikern bekommen hatte, soll ab Oktober auch auf dem deutschen Pay-TV-Sender Glitz starten. Ebenfalls für einen Emmy wurden die TV-Serien Curb your Enthusiasm und Big Bang Theory vorgeschlagen. Der Preis wird am 23. September verliehen.

Sarah Poewe Schwimmerin und Bronzemedaillen-Gewinnerin bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen, freut sich schon darauf, die Nationalhyme singen zu können. Die geborene Südafrikanerin und studierte Kommunikationswissenschaftlerin sagte der Bild-Zeitung: »Ich fühle mich als Deutsche und bin stolz drauf, dass ich für Deutschland starten darf. Ich singe auch die Hymne mit.«

Hugo Egon Balder steht im Finale des »GemeinSinn Song-Contest« der Hamburger Knappschaft-Bahn-See. Der 62-jährige Showmaster wird am 25. August auf dem Spielbudenplatz im Stadtteil St. Pauli mit seiner Band »Rudolf Rock & Die Schocker« auftreten. Das GemeinSinn-Projekt, das sich für soziales Engagement einsetzt, unterstützt Balder gern: »Wir leben leider in einer Gesellschaft, in der jeder zunächst an sich selbst denkt«.

Sacha Baron Cohen kann sich freuen. Der Rechtsstreit um seinen Film Brüno ist beigelegt und zur Zufriedenheit aller Parteien gelöst worden. Ayman Abu Aita, mit dem sich Baron Cohen in seinem Film kurz unterhalten hatte, verlangte über 90 Millionen Euro von dem amerikanischen Comedian, weil der ihn »Terroristenführer der Al Aksa Märtyrer-Brigade« genannt hatte. Ayman Abu Aita habe einen Reputationsverlust erlitten und zahlreiche Todesdrohungen erhalten. kat

Berlin

733 Tage, 2 Stunden und 35 Minuten

Eine Ausstellung im Paul-Löbe-Haus erzählt von Verlust, Hoffnung und bleibenden Folgen in der Zeit zwischen dem 7. Oktober und dem Abkommen zur Freilassung der Geiseln

von Pascal Beck  09.10.2026

München

Simon Rattle bleibt bis 2033 Chef des BR-Symphonieorchesters

»Symphonischer Hoagascht« oder »Singen mit Sir Simon« hießen Projekte, die Sir Simon Rattle eingeführt hat. Die Arbeit mit dem Symphonieorchester des BR und seinem Chor sagt dem Chefdirigenten zu. Er hat nun verlängert

von Barbara Just  08.10.2026

Adania Shibli

Plattitüden in Romanform

Auch das zweite auf Deutsch erschienene Buch der palästinensischen Autorin weist einen holzschnittartigen Charakter auf

von Enno Stahl  08.10.2026

Prag

Spätes Debüt

Der Schriftsteller Eli Beneš gilt als bekannteste literarische Stimme der Juden in Tschechien. Sein Roman über einen Schoa-Überlebenden machte ihn zum preisgekrönten Autor. Eine Begegnung

von Kilian Kirchgeßner  08.10.2026

Literatur

»Es gibt zwei Seiten«

Zur Frankfurter Buchmesse ruft die israelische Autorin Orna Landau gegen den Boykott von Büchern auf: »Entscheidet euch für Wissen«

von Ayala Goldmann  08.10.2026

Literatur

Geistige Freiheit

Tschechien ist Ehrengast der Buchmesse. Unser Autor erinnert an die Zeit nach dem Prager Frühling, als Bücher in seiner Heimat als »Samisdat« im Untergrund erschienen

von Jan Faktor  08.10.2026

Nahost

Die Geschichte eines Krieges

Shahrzad Eden Osterer und Richard C. Schneider analysieren den Konflikt zwischen Israel und Iran – und die Rolle der involvierten Proxy-Armeen

von Eva M. Grünewald  08.10.2026

7. Oktober

Maxim Biller und die Barbaren

In »Schwarze Samstage« kämpft der Schriftsteller mit den Folgen des Massakers in Israel – und zieht eine harte Linie zwischen Juden und »Gojim«

von Tobias Kühn  07.10.2026

TV-Tipp

»Phoenix« - herausragender Film über eine Holocaust-Überlebende

Christian Petzolds grandiose Parabel auf Deutschland im »Jahre Null«

von Felicitas Kleiner  07.10.2026