TV-Tipp

»Pixels« mit Adam Sandler

Michelle Monaghan, Adam Sandler und Josh Gad in »Pixels« aus dem Jahr 2015 Foto: imago images/Everett Collection

Die 80er-Jahre waren die Zeit der Videospiele. Einer ihrer Helden war »Pac-Man«, der aussieht wie eine gelbe Pizza, aus der ein Stück herausgeschnitten wurde.

Ebenso skurril wie diese Figur wirkt aus heutiger Sicht auch »Donkey Kong«, ein klobiger Gorilla, der Fässer auf einer schiefer Ebene rollen lässt. Mittlerweile sind die ersten Videospiele längst in Museumsvitrinen gelandet - Game over. Aber nicht für die drei kauzigen Helden in Chris Columbus‘ Komödie Pixels, die am Donnerstag um 20.15 Uhr auf Vox läuft. 

Erwachsene Sam (Adam Sandler), Eddie (Peter Dinklage) und Ludlow (Josh Gad) waren als Kinder die größten Champions in Sachen Videospiele. Mittlerweile erwachsen, geben sie eher traurige Gestalten ab. Der leicht übergewichtige Sam jobbt als TV-Techniker und macht Hausbesuche in orangefarbener Arbeitskleidung. Eddie sitzt wegen Betrugs im Knast, und Einzelgänger Ludlow hat immer noch keine Freunde. Er lebt bei seiner Oma und entwirft Verschwörungstheorien.

Aber dann geht das Spiel von vorne los: Der reichlich trottelige US-Präsident Will Cooper (Kevin James) engagiert seine drei Freunde Sam, Eddie und Ludlow, um gegen Außerirdische zu kämpfen, die mit Hilfe von real gewordenen Figuren aus alten Videospielen die Welt zerstören wollen. Und mit »Pac-Man« und Co. kennen sich die Nerds immer noch am besten aus. Der Rest ist dann ein Ballerspiel.

3D-Technik Da wird mit Laserkanonen auf klobige Pixel-Monster geschossen, die so aussehen, als wären sie aus Legosteinen gebaut. Und dann zerspringen die Dinger in tausend Teile. Da möchte man dann rufen: Kinderzimmer aufräumen. Visuell ist das nicht sehr spannend, die Möglichkeiten der 3D-Technik werden kaum genutzt.

Kein leichtes Spiel für die Crew aus Fleisch und Blut: Selbst ein gestandener Komiker wie Adam Sandler hat in diesem Film reichlich Mühe, den ein oder anderen Lacher zu platzieren. Gewohnt kauzig gibt sich Peter Dinklage (Game of Thrones), der britische Charakterdarsteller Brian Cox darf einen bärbeißigen Admiral spielt. Michelle Monaghan spielt eine Militärexpertin.

Kurzfilm Der Plot von Pixels kommt schon sehr konstruiert und schräg daher. Die Komödie, die vom gleichnamigen Kurzfilm von Patrick Jean aus dem Jahr 2010 inspiriert wurde, kann nicht recht nicht überzeugen. Regisseur Chris Columbus (Harry Potter und die Kammer des Schreckens), selbst Jahrgang 1958, schwelgt zu Beginn ausgiebig in 80er-Jahre Nostalgie.

Da rollen die obligatorischen Bonanza-Fahrräder durchs Bild, die junge Madonna ist auch schon da, und eine Ikone dieser Zeit hat einen schönen Gastauftritt: Dan Aykroyd, der coole Komiker aus Blues Brothers und Ghostbusters. Aber exakt den Charme und Witz dieser Filme vermisst man weitgehend in Pixels. dpa

Comedy

Streichelzoo mit Fischen

Die Serie »JoJo & Simha: Exploring Berlin3000« erzählt auf Social Media von drei tollpatschigen jüdischen Handwerkern der Zukunft

von Pascal Beck  09.03.2026

Women’s Asian Cup

Trump fordert von Australien Asyl für iranische Fußballerinnen

Die Spielerinnen hatten sich vor dem Anstoß im Robina Stadium geweigert, die iranische Nationalhymne zu singen

 09.03.2026

Magdeburg

Auftakt für jüdische Kultur in Sachsen-Anhalt

Ministerpräsident Sven Schulze betonte als Schirmherr die Bedeutung der Kulturtage als klares Signal der Solidarität mit Jüdinnen und Juden in Sachsen-Anhalt

 09.03.2026

Sprache

»Wat willste?«

Die Autorin Lea Streisand hat ein Buch über den vielleicht schönsten Dialekt des Deutschen geschrieben, das Berlinerische. Ein Besuch zwischen »ick«, »icke« und »dufte«

von Katrin Richter  08.03.2026

Berlin/Los Angeles

Weimer lädt Chalamet in die Oper ein: »Kann mal daneben liegen«

Interessiert sich wirklich niemand mehr für Oper und Ballett? So findet es zumindest »Marty Supreme«-Star Timothée Chalamet. Wie der Kulturstaatsminister den Oscar-Anwärter umstimmen will

 08.03.2026

Ausstellung

Das Tonband als Zeugnis

Das Jüdische Museum Berlin präsentiert Audio-Aufnahmen, die als Vorarbeiten zu Claude Lanzmanns epochalem filmischen Werk »Shoah« dienten

von Maria Ossowski  08.03.2026

Naturtalent

Der Mann hinter dem Vorhang: Vor zehn Jahren starb Garry Shandling

Der Komiker war kein Witze-Erzähler im klassischen Sinn. Er war ein Sezierer. Einer, der seine eigene Unsicherheit auf die Bühne trug wie andere ein Jackett

 08.03.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Mann, Mann, Mann ... eine Glosse zum Frauentag

von Margalit Edelstein  08.03.2026

Aufgegabelt

Chinakohlsalat mit süßscharfem Mohn-Dressing

Rezept der Woche

 08.03.2026