Leonard Bernstein

New Yorker Dirigentenjahre

Star am Pult: Leonard Bernstein Foto: dpa

Leonard Bernstein

New Yorker Dirigentenjahre

Der Deutschlandfunk präsentiert Originalaufnahmen mit den New York Philharmonics

 24.02.2015 10:22 Uhr

Den Start seiner Dirigentenkarriere verdankte Leonard Bernstein (1918–1990) einem Zufall: Im November 1943 sollte Bruno Walter die New Yorker Philharmoniker dirigieren. Doch dann setzte eine Grippe den Maestro außer Gefecht.

pionier Für ihn sprang schließlich der damals 25-jährige Bernstein ein, zu der Zeit ein musikalischer Nobody, der noch nie auch nur eine einzige Probe mit dem Orchester gehabt hatte. Das Konzert war dennoch ein Riesenerfolg. Es wurde landesweit im Radio übertragen und machte den jungen Debütanten auf einen Schlag berühmt.

Bernstein wurde prompt mit einer Stelle als Assistenzdirigent bei den New Yorker Philharmonikern belohnt. 1958 erkor man ihn dann als Nachfolger von Dimitri Mitropoulos zum neuen Chefdirigenten des Orchesters. Elf Jahre blieb Leonard Bernstein diesem Amt treu, rund 100 Konzerte der New Yorker Philharmoniker leitete er. Diese Zeit ist, auch dank seines rasant wachsenden Repertoires, reichhaltig auf Schallplatte dokumentiert. Zu Bernsteins Pionierleistungen zählte in den 60er-Jahren die erste Einspielung aller Sinfonien von Gustav Mahler.

Konzertaufnahmen und Studioeinspielungen des Orchesters unter Bernstein aus dieser Zeit präsentiert am Donnerstag, den 26. Februar, um 22.05 Uhr der Deutschlandfunk in seiner Reihe »Historische Aufnahmen«. Zu hören sind von Peter Tschaikowsky das Allegro molto vivace aus der Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 (Pathétique), von Dmitri Schostakowitsch das Allegro aus dem Klavierkonzert Nr. 2 F-Dur op. 102, der erste Satz aus Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 1 D-Dur sowie eigene Kompositionen Bernsteins – seine Sinfonie Nr. 2 (»The Age of Anxiety«) mit ihm selbst am Piano und Symphonische Tänze aus dem Musical West Side Story. ja

»Charme und visionäre Kraft. Leonard Bernstein und seine Zeit als Dirigent in New York«. Von Christoph Vratz. Deutschlandfunk, Donnerstag, 26. Februar, 22.05 Uhr

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