Dresden

Neue Ausstellung zu jüdischer Exilgeschichte

Edith Meinhardt, deren Eltern aus dem englischen Exil in die DDR kamen, und Projektleiter und Kurator Alexander Atanassow beim ehrenamtlichen Aufbau der Ausstellung »Transit - Bilder aus dem Exil« Foto: Gabriele Atanassow

Eine Ausstellung zur NS-Verfolgungsgeschichte einer Dresdner Familie ist von Freitag an im Zentralwerk in der sächsischen Landeshauptstadt zu sehen. Unter dem Titel »Transit - Bilder aus dem Exil« seien Werke der argentinischen Künstlerin Monica Laura Weiss zu sehen, teilte die Dresdner Stadtverwaltung am Dienstag mit. Weiss ist die Tochter und Enkelin der Familie Reizes, einer jüdischen Familie aus Dresden, die 1933 nach einem Urlaub im tschechischen Marienbad nicht mehr nach Dresden zurückkehrte, stattdessen wegen der NS-Verfolgung nach Südamerika floh.

Die künstlerischen Arbeiten reflektierten das familiäre Exil in Argentinien, Sprachverlust und kulturelle Brüche, hieß es. Gezeigt werden bis zum 8. Februar Fotografien, Dokumente und Buchobjekte. Die Ausstellung ermögliche »einen empathischen Zugang zum Exil als lebenslange Erfahrung« und betone die »Bedeutung transnationaler Erinnerung«. Veranstaltet wird sie vom Dresdner Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof. epd

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