Kunst

Nationalgalerie erhält »Birkenau«-Serie von Gerhard Richter

Der »Birkenau«-Zyklus im Museum Frieder Burda in Baden-Baden Foto: dpa

Die Nationalgalerie Berlin kann künftig mit den vier Arbeiten »Birkenau« von 2014 eine wichtige Serie des Malers Gerhard Richter in ihren Häusern präsentieren. Die Leihgabe des 89-Jährigen wurde am Montag in Berlin vorgestellt. Insgesamt soll die Nationalgalerie mehr als 100 Arbeiten von Richter erhalten.

Ausgehend von Fotografien, die im Jahre 1944 im Vernichtungslager Birkenau heimlich aufgenommen wurden, hat Richter deren Motive als Vorlage übernommen, sie in mehreren Arbeitsgängen immer wieder übermalt und verändert. Anschließend wurden von den monumentalen Gemälden gleich große Fotografien angefertigt und hinter Acrylglas versiegelt.

Richter wird im Ranking des »Kunstkompass« seit 17 Jahren als weltweit wichtigster Künstler geführt. Die Arbeiten des in Köln lebenden Dresdners zählen entsprechend zu den international teuersten Werken eines Gegenwartskünstlers.

Die Arbeiten werden zunächst bis September in der Alten Nationalgalerie gezeigt. Von 2023 an sollen sie in die frisch sanierte Neue Nationalgalerie kommen, die im August wiedereröffnet werden soll. Schließlich ist geplant, die Richter-Serie dauerhaft im Museum der Moderne zu präsentieren, mit dessen Bau gerade begonnen wurde. dpa/ja

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