Kunst

Nationalgalerie erhält »Birkenau«-Serie von Gerhard Richter

Der »Birkenau«-Zyklus im Museum Frieder Burda in Baden-Baden Foto: dpa

Die Nationalgalerie Berlin kann künftig mit den vier Arbeiten »Birkenau« von 2014 eine wichtige Serie des Malers Gerhard Richter in ihren Häusern präsentieren. Die Leihgabe des 89-Jährigen wurde am Montag in Berlin vorgestellt. Insgesamt soll die Nationalgalerie mehr als 100 Arbeiten von Richter erhalten.

Ausgehend von Fotografien, die im Jahre 1944 im Vernichtungslager Birkenau heimlich aufgenommen wurden, hat Richter deren Motive als Vorlage übernommen, sie in mehreren Arbeitsgängen immer wieder übermalt und verändert. Anschließend wurden von den monumentalen Gemälden gleich große Fotografien angefertigt und hinter Acrylglas versiegelt.

Richter wird im Ranking des »Kunstkompass« seit 17 Jahren als weltweit wichtigster Künstler geführt. Die Arbeiten des in Köln lebenden Dresdners zählen entsprechend zu den international teuersten Werken eines Gegenwartskünstlers.

Die Arbeiten werden zunächst bis September in der Alten Nationalgalerie gezeigt. Von 2023 an sollen sie in die frisch sanierte Neue Nationalgalerie kommen, die im August wiedereröffnet werden soll. Schließlich ist geplant, die Richter-Serie dauerhaft im Museum der Moderne zu präsentieren, mit dessen Bau gerade begonnen wurde. dpa/ja

Glosse

Der Rest der Welt

New Yorker Geschichten: Zu viele Bücher kann es gar nicht geben

von Katrin Richter  11.08.2026

Forum

Leserbriefe

Kommentare und Meinungen zu aktuellen Themen der Jüdischen Allgemeinen

 11.08.2026

Reportage

Unter die Haut

Für viele Jüdinnen und Juden ist ein Tattoo nicht nur Körperschmuck – sondern auch ein Bekenntnis zur eigenen Identität. Vier tätowierte Menschen erzählen

von Nicole Dreyfus  11.08.2026

Filmkritik

»Noga« - Porträt der Sängerin Noga Erez zeigt persönliches Ringen

Ein dokumentarisches Porträt der israelischen Musikerin Noga Erez, deren internationaler Erfolg seit dem Hamas-Massaker und den antiisraelischen Kulturattacken ausgebremst wird

von Kathrin Häger  11.08.2026

Literatur

Tomer Gardi und Dana Vowinckel für Deutschen Buchpreis nominiert

Die Jury hat die Auswahl der 20 Kandidaten bekanntgegeben. Unter ihnen sind auch bekannte Autoren mit jüdischem Hintergrund

 11.08.2026

Social Media

Shirin David, Bill Kaulitz und die Wassermelonen-Jünger

Bei der Rapperin reicht ein »Free Palestine« für die Verbündeten, bei dem Sänger ein »Tel Aviv! Love!« für die Gegner. Ein Kommentar

von Pola Sarah Nathusius  11.08.2026

Nordrhein-Westfalen

Medienminister übt scharfe Kritik an Georg Restle und dem WDR

Nathaniel Liminiski (CDU): »Israel und das Judentum sind kein Freiwild für jeden Vorwurf, auch nicht für Journalisten«

 11.08.2026 Aktualisiert

Archäologie

Die Fingerabdrücke von Qumran

Wie Wissenschaftler mithilfe von Künstlicher Intelligenz den Schriftrollen vom Toten Meer ihre letzten Geheimnisse entlocken wollen

von Sabine Brandes  11.08.2026

Campus

Schweigen als Überlebensstrategie

Ein neuer Sammelband beleuchtet die erschütternde Situation jüdischer Studierender und Lehrender an deutschen Hochschulen

von Therese Klein  10.08.2026