Berlin

Museum für Judenretter Otto Weidt wird wiedereröffnet

Das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt in Berlin-Mitte Foto: picture alliance / Zoonar

Schlaglichter auf einen »stillen Helden« und seine lebensrettende Hilfe für Jüdinnen und Juden: Am heutigen Mittwoch wird das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt in Berlin-Mitte nach einer Neugestaltung seiner Dauerausstellung wiedereröffnet, teilte die Gedenkstätte Deutscher Widerstand mit, die Träger des Museums ist.

bürstenfabrikant An dem historischen Ort in einem Hinterhof beschäftigte und versorgte der Besen- und Bürstenfabrikant Otto Weidt (1883–1947) während des Zweiten Weltkriegs über 30 blinde, seh- oder hörbehinderte Jüdinnen und Juden. Der selbst erblindete Kleinunternehmer rettete viele von ihnen mit Hilfe weiterer Regimegegner vor Deportation und Ermordung. Unter ihnen war die Journalistin und Buchautorin Inge Deutschkron (1922-2022).

Die israelische Gedenkstätte Yad Vashem ehrte Weidt dafür als »Gerechten unter den Völkern«. In Berlin wird er zu den schätzungsweise mehreren Tausend »stillen Helden« gezählt, die jüdischen Verfolgten halfen. kna

Kommentar

Der alte Hass trägt heute Palästinaflaggen

Wie der kulturelle Boykott Israels die Ausgrenzung von Juden normalisiert

von Sarah Maria Sander  07.06.2026

Berlin

Ein Engelskuss

Der Künstler Charles Abecassis präsentiert seine Arbeiten in einer Verkaufsausstellung, deren Reinerlös an das Projekt »The Way Shalom« geht

 07.06.2026

»documenta«

Kulturrat: Antisemitismus letztlich nicht zu verhindern

Olaf Zimmermann will mit einem »Code of Conduct« Antisemitismus, Rassismus »und jedweder anderen Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit aktiventgegentreten«

von Susanne Rochholz  07.06.2026 Aktualisiert

Zeitgeschichte

Georges-Arthur Goldschmidt sieht Guillotine am Beginn der Schoa

Der französisch-deutsche Schriftsteller sagte in einem Interview »Diese Normalisierung der Todesstrafe hat Europa zerstört.«

 07.06.2026

Berlin

»Tänzerinnen Brunnen« gehört nun zu US-Privatsammlung

Das Kunstwerk wurde als Highlight der Sommerauktion bei Auktionshaus Grisebach versteigert – für vier Millionen Euro

 07.06.2026

Zeitgeschichte

Wie ein grausames Märchen

In ihrem aktuellen Buch schreibt die Historikerin Irina Scherbakowa über die verlorene Freiheit in Russland. Nun ist »Der Schlüssel würde noch passen« für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert

von Ralf Balke  07.06.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Zeitraffer und Geschichte oder Warum alte Fotos mehr erzählen

von Nicole Dreyfus  07.06.2026

Zahl der Woche

86 Jahre

Fun Facts und Wissenswertes

 07.06.2026

Aufgegabelt

Fattoush-Salat

Rezepte und Leckeres

 07.06.2026