Hören!

Mit Erik Ode auf Nazijagd

Polen 1968: Unter dem Druck einer antisemitischen Kampagne der regierenden Kommunistischen Partei müssen 20.000 Juden ihre Heimat verlassen, darunter auch Überlebende des Holocaust wie der Vater der kleinen Aga. Sie zieht mit ihren Eltern zuerst nach Israel, von dort dann nach nach Deutschland in ein Haus der jüdischen Gemeinde Köln. Ein Haus voller nicht erzählter Geschichten: Aga lebt jetzt – so hat sie es von den Erwachsenen aufgeschnappt – im »Land der Mörder«. Aber wer und wo sind die Mörder? Zum Glück gibt es das ZDF. Der »Kommissar« Erik Ode, den Aga beim Fernsehschauen kennenlernt, hilft ihr bei der Suche.

schweigen Der Deutschlandfunk sendet das Hörspiel »Mörder« von Agnieszka Lessmann am Samstag, den 10. September, um 20.05 Uhr. Die Geschichte über das Schweigen der Gesellschaft und die Neugier und Fantasie eines sechsjährigen jüdischen Mädchens, das die Bundesrepublik der Brandt-Ära aus seiner ganz eigenen kindlichen Perspektive er-lebt, hat die in Köln lebende Autorin frei nach eigenen Erlebnissen geschrieben. Agnieszka Lessmann wurde 1964 in Lodz geboren.

Ihr Vater, ein Zeitungsredakteur, verlor 1968 als Jude seine Stelle und musste mit der Familie das Land verlassen. »Mein Hörspiel fußt also auf eigenen Erfahrungen, insbesondere mit dem Aufwachsen in einem Deutschland, in dem zur Zeit meiner Kindheit fast nur in offiziellen Ge- denkreden von der Schoa gesprochen wurde, das Geschehene ansonsten verdrängt war, vonseiten der Täter ebenso wie vonseiten der Opfer. In der Fantasie der jungen Protagonistin meines Hörspiels, die Realität, Fiktion und Fernsehen nicht immer auseinanderhält, spiegelt sich das Verschwiegene auf ganz eigentümliche Weise.« ja

Kinder

Noah, Ben oder Lea?

Warum sich biblische Namen im deutschsprachigen Raum großer Popularität erfreuen

von Nicole Dreyfus  26.08.2026

Ludwigshafen

Neue Ausstellung zu Ernst und Karola Bloch: Fotografische Reise

Eine neue Schau in Ludwigshafen zeigt das ereignisreiche Leben der Familie Bloch zwischen Exil und Heimatsuche anhand des fotografischen Nachlasses – in privaten und öffentlichen Momenten

von Norbert Demuth  26.08.2026

Nachruf

Großmeister der ausgreifenden Erzählung

Mit seinen Epochenromanen prägte er das literarische Bild Europas. Nun ist der vielfach ausgezeichnete Autor Peter Nadas gestorben

von Gregor Mayer  26.08.2026

Bremen

Philosophin Lea Ypi erhält Hannah-Arendt-Preis 2026

Die albanisch-britische Philosophin Lea Ypi erhält den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken 2026. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird im Dezember im Bremer Rathaus verliehen

 26.08.2026

70 Jahre »Bravo«

Dr. Sommers Vermächtnis

Von 1969 bis 1984 war der Arzt Martin Goldstein »Dr. Sommer«, einer der wohl berühmtesten Ratgeber, den der deutsche Journalismus je hatte

von Hanna Persson  26.08.2026

Programm

Vortrag, Führung, Finissage: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 27. August bis zum 3. September

 26.08.2026

Nachruf

Wie Dolly Parton zur Ikone wurde

Die Country-Legende Dolly Parton ist tot. Dass sie zu einem weltweit verehrten Star wurde, lag auch an ihren jüdischen Freunden und Geschäftspartnern

von Sophie Albers Ben Chamo  26.08.2026

Orlando (Florida)

Harrison Ford wird erneut zu Indiana Jones

Diesmal wird der jüdische Darsteller kein Abenteuer auf der Leinwand erleben. Aber worum geht es dann?

 26.08.2026 Aktualisiert

Kommentar

Unpolitisch war gestern

Der ESC unterliegt künftig neuen Regeln für Krisenstaaten, Israel kann nach wie vor am Wettbewerb teilnehmen. Noch ist das keine Lex Israel. Aber der Eindruck entsteht

von Nicole Dreyfus  26.08.2026