Wissenschaft

Michael Brenner erhält den Baron-Preis

Michael Brenner, Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität München Foto: Marina Maisel

Michael Brenner wird mit dem »Salo W. und Jeannette M. Baron Preis« für wissenschaftliche Exzellenz ausgezeichnet. Darüber hinaus werden zwei Doktoranden für ihre wissenschaftlichen Arbeiten prämiert. Die Knapp Family Foundation und die Universität Wien vergeben den Preis in diesem Jahr zum ersten Mal.

Er soll künftig alle zwei Jahre an Wissenschaftler für ein herausragendes Buch oder ihr Lebenswerk vergeben werden, teilte das Pressebüro der Universität Wien mit.

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Michael Brenner ist Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilian-Universität in München und hält den Seymour und Lillian Abensohn Lehrstuhl für Israel-Studien an der American University in Washington, D.C. Er ist zudem der Internationale Präsident des Leo Baeck Instituts.

Brenner forscht zur Geschichte des Judentums vom 19. bis 21. Jahrhundert, einschließlich der Schoa und des Staates Israel. Seine wichtigsten Veröffentlichungen umfassen »Israel: Traum und Wirklichkeit des jüdischen Staates«; »Eine kurze Geschichte der Juden«; »Propheten des Vergangenen. Jüdische Geschichtsschreibung im 19. und 20. Jahrhundert«; »Jüdische Kultur in der Weimarer Republik« und »Nach dem Holocaust: Juden in Deutschland, 1945-1950«.

Der Preis würdigt das Erbe des jüdischen Historikers Salo Wittmayer Baron.

NAMENSGEBER Der Preis würdigt das Erbe des jüdischen Historikers Salo Wittmayer Baron, der zu Europa, Nordafrika, Amerika und dem Nahen Osten forschte. Baron wurde 1895 in Galizien geboren, damals Teil Österreich-Ungarns. 1930 wurde er zum Nathan L. Miller-Professor für jüdische Geschichte, Literatur und Institutionen an der Columbia University ernannt.

Dort lernte Baron auch seine Frau Jeannette Meisel kennen. »Sein Anliegen war es, die Erfolge des Judentums und seinen Überlebenswillen in die Darstellung der jüdischen Geschichte einzubinden«, schreibt die Universität Wien. ja

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