Kino

Mel Gibson spielt »Rothchild«

Mel Gibson Foto: dpa

Der Schauspieler Mel Gibson soll in einer Satire namens Rothchild über die Oberschicht in New York eine der Hauptrollen spielen. Das berichtete die Jewish Telegraphic Agency (JTA) unter Berufung auf das Magazin »Deadline«.

Gibson, der Juden einmal in betrunkenem Zustand für »alle Kriege der Welt« verantwortlich machte und 2004 in seinem Spielfilm Die Passion Christi nach Ansicht von Kritikern antijüdische Stereotype reproduzierte, bemüht sich laut JTA in der jüngsten Zeit um einen guten Ruf in der jüdischen Gemeinschaft und hat Geld für ein Projekt für Schoa-Überlebende gespendet.

HANDLUNG Ob Gibsons Rolle als superreicher Patriarch »Whitelaw Rothchild« zu einem besseren Image bei den Juden beiträgt, bleibt allerdings abzuwarten. In dem Film geht es darum, wie das schwarze Schaf der Familie, ein enterbtes Kind namens Becket Rothchild (gespielt von Shia LaBeouf), sich erneut an die Reichtümer der Familie heranmachen will. Ob die Protagonisten des Rothchild-Films jüdisch sind, ist bisher nicht bekannt.

Mehrere jüdische Bankiers namens Rothschild waren Nachkommen des deutsch-jüdischen Bankiers Mayer Amschel Rothschild aus dem 18. Jahrhundert. Seitdem gelten die »Rothschilds« als Synonym für »reiche Juden« und tauchen oft in antisemitischen Verschwörungstheorien auf. ag

Comedy

Streichelzoo mit Fischen

Die Serie »JoJo & Simha: Exploring Berlin3000« erzählt auf Social Media von drei tollpatschigen jüdischen Handwerkern der Zukunft

von Pascal Beck  09.03.2026

Women’s Asian Cup

Trump fordert von Australien Asyl für iranische Fußballerinnen

Die Spielerinnen hatten sich vor dem Anstoß im Robina Stadium geweigert, die iranische Nationalhymne zu singen

 09.03.2026

Magdeburg

Auftakt für jüdische Kultur in Sachsen-Anhalt

Ministerpräsident Sven Schulze betonte als Schirmherr die Bedeutung der Kulturtage als klares Signal der Solidarität mit Jüdinnen und Juden in Sachsen-Anhalt

 09.03.2026

Sprache

»Wat willste?«

Die Autorin Lea Streisand hat ein Buch über den vielleicht schönsten Dialekt des Deutschen geschrieben, das Berlinerische. Ein Besuch zwischen »ick«, »icke« und »dufte«

von Katrin Richter  08.03.2026

Berlin/Los Angeles

Weimer lädt Chalamet in die Oper ein: »Kann mal daneben liegen«

Interessiert sich wirklich niemand mehr für Oper und Ballett? So findet es zumindest »Marty Supreme«-Star Timothée Chalamet. Wie der Kulturstaatsminister den Oscar-Anwärter umstimmen will

 08.03.2026

Ausstellung

Das Tonband als Zeugnis

Das Jüdische Museum Berlin präsentiert Audio-Aufnahmen, die als Vorarbeiten zu Claude Lanzmanns epochalem filmischen Werk »Shoah« dienten

von Maria Ossowski  08.03.2026

Naturtalent

Der Mann hinter dem Vorhang: Vor zehn Jahren starb Garry Shandling

Der Komiker war kein Witze-Erzähler im klassischen Sinn. Er war ein Sezierer. Einer, der seine eigene Unsicherheit auf die Bühne trug wie andere ein Jackett

 08.03.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Mann, Mann, Mann ... eine Glosse zum Frauentag

von Margalit Edelstein  08.03.2026

Aufgegabelt

Chinakohlsalat mit süßscharfem Mohn-Dressing

Rezept der Woche

 08.03.2026