Kino

Mel Gibson spielt »Rothchild«

Mel Gibson Foto: dpa

Der Schauspieler Mel Gibson soll in einer Satire namens Rothchild über die Oberschicht in New York eine der Hauptrollen spielen. Das berichtete die Jewish Telegraphic Agency (JTA) unter Berufung auf das Magazin »Deadline«.

Gibson, der Juden einmal in betrunkenem Zustand für »alle Kriege der Welt« verantwortlich machte und 2004 in seinem Spielfilm Die Passion Christi nach Ansicht von Kritikern antijüdische Stereotype reproduzierte, bemüht sich laut JTA in der jüngsten Zeit um einen guten Ruf in der jüdischen Gemeinschaft und hat Geld für ein Projekt für Schoa-Überlebende gespendet.

HANDLUNG Ob Gibsons Rolle als superreicher Patriarch »Whitelaw Rothchild« zu einem besseren Image bei den Juden beiträgt, bleibt allerdings abzuwarten. In dem Film geht es darum, wie das schwarze Schaf der Familie, ein enterbtes Kind namens Becket Rothchild (gespielt von Shia LaBeouf), sich erneut an die Reichtümer der Familie heranmachen will. Ob die Protagonisten des Rothchild-Films jüdisch sind, ist bisher nicht bekannt.

Mehrere jüdische Bankiers namens Rothschild waren Nachkommen des deutsch-jüdischen Bankiers Mayer Amschel Rothschild aus dem 18. Jahrhundert. Seitdem gelten die »Rothschilds« als Synonym für »reiche Juden« und tauchen oft in antisemitischen Verschwörungstheorien auf. ag

Muttertag

Moja Mama!

Die jiddische Mamme ist Motiv in etlichen Witzen. Dabei ist sie ist so viel mehr. Eine Würdigung aus der Perspektive eines Sohnes

von Jan Feldmann  08.05.2026

Kulturkolumne

Heißt David demnächst »Dschihad«?

Warum Michelangelo heute nie den Goldenen Löwen der Kunstbiennale-Jury von Venedig bekommen hätte

von Ayala Goldmann  08.05.2026

Meinung

LMU München: Ein Abschiedsbrief an meine geliebte Alma Mater

Ein Liebesbrief aus Enttäuschung an eine Universität, die sich selbst zu verlieren droht

von Guy Katz  08.05.2026

Meinung

Warum Erwin Rommel kein Vorbild für die Bundeswehr sein kann

Der Mythos vom ritterlichen »Wüstenfuchs« überlagert bis heute die wahre Geschichte hinter dem Nazi-General. Umso dringender ist eine Beschäftigung mit seiner Biografie

von Benjamin Ortmeyer  07.05.2026

Kino

Historiendrama: »Andor Hirsch« - Ein jüdischer Junge im Nachkriegs-Ungarn

»Andor Hirsch« ist ein Historiendrama um einen jüdischen Jungen, der im Ungarn der 1950er Jahre mitten in den Nachwehen des gescheiterten Volksaufstands in eine Identitätskrise gerät - als er erfährt, wer sein Vater ist

von Kira Taszman  07.05.2026

Zahl der Woche

60 bis 75 Minuten

Fun Facts und Wissenswertes

 07.05.2026

Satire

Wie die Jüdische Allgemeine in 80 Jahren entsteht

Die KI braucht keinen Urlaub und macht nie Fehler: Eine Vorausschau

von Ralf Balke  07.05.2026

Redaktion

Die Menschen hinter der Jüdischen Allgemeinen

Wer textet und redigiert, gestaltet, illustriert und organisiert heute die Jüdische Allgemeine? 18 Menschen, neun Ressorts – wir stellen uns vor

 07.05.2026

Presse

Laut und deutlich

Jüdische Zeitungen verstanden sich stets als Stimme ihrer Leserschaft. Daran hat sich auch in Deutschland bis heute wenig geändert

von Philipp Lenhard  07.05.2026