Fernsehen

Arte: Mehr Interesse für Comedy-TV-Serie mit ukrainischem Präsidenten

Ausschnitt aus »Diener des Volkes« Foto: imago/Pacific Press Agency

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stand früher als Schauspieler vor der Kamera - jetzt registriert der Sender Arte eine steigende Nutzung für eine seiner Fernsehserien. »Diener des Volkes« werde online seit Tagen mehr abgerufen als noch vor ein paar Wochen, teilte der deutsch-französische Sender in Straßburg am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

In der ukrainischen Polit-Comedy-Serie spielt Selenskyj einen Lehrer, der plötzlich Präsident der Ukraine wird. In der Arte-Mediathek ist die erste Staffel zu sehen. Von dem Sender hieß es weiter: »Aufgrund des hohen öffentlichen Interesses an der Person Wolodymyr Selenskyj hat Arte im Herbst 2021 beschlossen, die Serie zu kaufen. Die aktuelle Entwicklung in der Ukraine hat dieses Interesse erheblich verstärkt.«

Die Serie laufe seit November 2021 voraussichtlich bis Mai in der Mediathek. Es werde noch besprochen, ob die Serie darüber hinaus gezeigt werde. Arte kündigte zudem an, dass man die Serie auch im jeweiligen Arte-Bereich in den Mediatheken von ARD und ZDF zeigen wolle.

Zahl der Woche

13 Sommer- und Winter-Machanot

Fun Facts und Wissenswertes

 27.01.2026

Kairo/Berlin

Ägypten verbietet Buch zu Gaza-Krieg - Autoren: Das Interesse ist riesig

Ihr Streitgespräch über den Nahostkonflikt sorgte in Deutschland für viel Aufmerksamkeit - doch Ägyptens Zensur verbietet das Buch von Philipp Peyman Engel und Hamed Abdel-Samad. Die Autoren nehmen es eher gelassen

 27.01.2026

USA

Kanye West entschuldigt sich erneut für Antisemitismus

In einer ganzseitigen Anzeige im Wall Street Journal schreibt der Rapper: »Ich bin kein Nazi und kein Antisemit. Ich liebe jüdische Menschen.«

 27.01.2026

Meinung

Ein Schmock kommt selten allein

Im »Dschungelcamp« scheint Gil Ofarim in bester Gesellschaft. Doch was hat er aus seiner Lüge in der »Davidstern-Affäre« gelernt?

von Ayala Goldmann  27.01.2026

Meinung

»Zeit Geschichte« stellt sich in eine unsägliche Tradition

Das Titelbild der neuen Ausgabe des Hefts reduziert den Nahostkonflikt auf ein simples Gut-gegen-Böse-Schema. Immer wieder nutzen renommierte Medien problematische Bildsprache, wenn es um Israel geht

von Nikolas Lelle  27.01.2026

Oscar-Nominierungen

Natalie Portman: Frauen kommen zu kurz

Man sehe die Hürden für Regisseurinnen auf jeder Ebene, so die Schauspielerin

 27.01.2026

Fernsehen

Und dann sagt Gil Ofarim: »Jetzt habe ich ein bisschen was kapiert«

Am 4. Tag im Dschungelcamp spielte sich alles ab, wofür der Begriff »Fremdschämen« erfunden wurde

von Martin Krauß  26.01.2026

Serie

»Holocaust«-Serie: Wendepunkt der deutschen Erinnerungskultur

Vor 47 Jahren wurde im öffentlich-rechtlichen Fernsehen die US-Serie »Holocaust - Die Geschichte der Familie Weiss« ausgestrahlt. Der damals verantwortliche Leiter der Hauptabteilung Fernsehspiel erinnert sich an Widerstände und weinende Anrufer

von Jonas Grimm  26.01.2026

Der diesjährige Lerntag "Jom Ijun" findet am 1. Februar im Gemeindezentrum der ICZ in Zürich statt.

Interview

»Wir sind in der kleinen jüdischen Welt einsam«

Der diesjährige Lerntag »Jom Ijun« beleuchtet das innerjüdische Spannungsfeld zwischen Gemeinschaft und Individualismus. Warum auch der jüdische Diskurs davon betroffen ist, erklären die Organisatoren Ron Caneel und Ehud Landau im Gespräch

von Nicole Dreyfus  26.01.2026