Berlin

Levit spielt Konzert für Hamas-Geiseln

Igor Levit Foto: picture alliance/dpa

Starpianist Igor Levit spielt am Sonntag in Berlin ein Konzert zum Gedenken an die israelischen Hamas-Geiseln. Auf den Tag genau 100 Tage befänden sich dann die Männer, Frauen und Kinder in den Händen der radikalislamischen Terrororganisation, die am 7. Oktober Israel angegriffen und zahlreiche Menschen verschleppt hat, wie der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, am Mittwoch mitteilte.

Gemeinsam mit dem World Jewish Congress Berlin habe er Levit und die Initiative »Das gelbe Piano« um das Konzert zu diesem Anlass in der James-Simon-Galerie gebeten. Aufgrund der Sicherheitslage sei die Veranstaltung nicht öffentlich. Auch der israelische Botschafter Ron Prosor habe sein Kommen angekündigt.

»Das gelbe Piano« ist eine Initiative des Geiseln- und Vermissten Familien Forums und der Familie von Alon Ohel. Der 22-jährige Pianist wurde am 7. Oktober während des Nova Musik Festivals in der Nähe des Kibbuz Re’im verschleppt. An sein Schicksal und das aller anderen Geiseln will die Initiative erinnern, indem an öffentlichen Orten ein gelber Flügel bespielt wird - so geschehen bereits in der Fußgängerzone von Tel Aviv (Israel) sowie in der U-Bahn von Tokio (Japan). dpa

Archäologie

Hoffnung auf Latrinen - Grabung legt mittelalterliche Keller frei

Die Funde auf dem Areal der zweiten Jüdischen Gemeinde informieren über das Leben im mittelalterliche Erfurt. Zugleich geben sie Einblicke in die Stadtplanung des 13. Jahrhunderts

von Matthias Thüsing  28.09.2026

Sachsen-Anhalt

Der 7. Oktober und die Folgen: Podiumsdiskussion in Halle

Vor drei Jahren überfielen islamistische Terroristen Israel und rissen damit Gaza in einen bis heute andauernden Krieg. Zeitgleich nahmen weltweit antisemitische Ausschreitungen zu. Diskutanten erörtern die Ursachen

 28.09.2026

Hard-Rock-Legenden

Kiss feiern 50 Jahre »Rock and Roll Over«

Eine umfangreiche Neuauflage des Albums kommt. Was ist enthalten?

 28.09.2026

Babyn Jar

Sie alle hatten einen Namen

In der Schlucht bei Kyjiw ermordeten deutsche Täter am 29. und 30. September 1941 innerhalb von zwei Tagen rund 34.000 Jüdinnen und Juden

von Andreas Albrecht  28.09.2026

Berlin

Verschollene Golem-Filmmusik feiert Berliner Erstaufführung

Der Komponist Hans Landsberger, ein späteres Holocaust-Opfer, hatte die sinfonische Begleitmusik für den Film geschrieben. Seine Komposition gilt als Meilenstein in der Entwicklung der Filmmusik

 28.09.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Wöchentliche Papierflut oder Die kleinen verkannten Kunstwerke

von Nicole Dreyfus  27.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  27.09.2026

Fernsehen

Adolf und seine »Akte«

Die fünfte Staffel von »Babylon Berlin« spielt 1933 zur Zeit von Hitlers Machtergreifung. Unterhaltung mit politischem Anspruch, aber stimmen die Fakten?

von Ayala Goldmann  27.09.2026

Meinung

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026