Berlin

Lea Rosh mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Die Fernsehjournalistin, Autorin und Publizistin Lea Rosh Foto: imago images/IPON

Berlin

Lea Rosh mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Die Publizistin wurde für ihr langjähriges gesellschaftliches und politisches Engagement gegen Antisemitismus geehrt

 23.09.2021 12:37 Uhr

Die Berliner Publizistin Lea Rosh ist für ihr langjähriges Engagement gegen Antisemitismus und für die Errichtung des Denkmals für die ermordeten Juden Europas mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Was Rosh in ihrem jahrzehntelangen gesellschaftlichen und politischen Engagement für ihre Heimatstadt Berlin und weit über Berlin hinaus geleistet hat, habe jeden Respekt und jede Wertschätzung verdient, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Montag bei einem Festakt im Roten Rathaus.

Im Namen aller Berlinerinnen und Berliner bedanke er sich bei der 84-Jährigen für ihr Wirken, sagte Müller. Rosh habe mit unermüdlichem Einsatz viel dazu beigetragen, dass Berlin und ganz Deutschland zu einer neuen, angemessenen Kultur des Erinnerns gefunden hätten. »Ohne Lea Rosh würde es das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, das sich bei uns im Herzen Berlins befindet, nicht geben«, sagte Müller.

förderkreis Auch als Journalistin sei sie Pionierin in ihrem Bereich gewesen. Seit 1995 ist Lea Rosh Vorsitzende des »Förderkreises zur Errichtung eines Denkmals für die ermordeten Juden Europas«. Sie bezeichnete das 2005 in Berlin eröffnete Denkmal als ihr Lebenswerk. Rosh wurde bereits vor fünf Jahren mit dem Verdienstorden des Landes Berlin ausgezeichnet.

Die Fernsehjournalistin, Autorin und Publizistin studierte nach dem Abitur Geschichte, Soziologie und Publizistik an der FU Berlin. Anschließend war sie zunächst beim damaligen RIAS-Hörfunk tätig und später beim NDR. 1979 wechselte sie den Angaben zufolge zum ZDF, wo sie als erste Frau im deutschen Fernsehen eine politische Sendung (Kennzeichen D) moderierte. epd

Standpunkt

Braucht es ein Verbot?

Warum gerade Juden einen Social-Media-Stopp für Jugendliche unter 16 Jahren unterstützen sollten

von Daniel Neumann  27.02.2026

Musik

Der große Romantiker: Bruno Mars ist der König des Soul

Das Warten hat sich gelohnt. Mit »The Romantic« zeigt der 40-jährige Künstler mit jüdischem Familienhintergrund, dass er weiter in einer eigenen Liga spielt

von Philip Dethlefs  27.02.2026

Berlin

Wegner: Berlinale darf nicht für Propaganda genutzt werden

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) nimmt zum jüngsten Skandal bei den Filmfestspielen Stellung

 27.02.2026

Online-Hass

Hugh Laurie und die Anti-Zionisten

Der britische Filmstar Hugh Laurie wurde zum Ziel von Anti-Zionisten, nachdem er öffentlich um die verstorbene israelische Produzentin Dana Eden getrauert hatte

 27.02.2026

Essay

Ich habe Xavier Naidoos öffentlicher Abbitte geglaubt ...

Da steht er also wieder vor dem Kanzleramt. Nicht als Sänger, nicht als geläuterter Rückkehrer, nicht als jemand, der seine eigenen Irrwege wirklich aufgearbeitet hätte, sondern als Lautsprecher für den nächsten verschwörungsideologischen Ausnahmezustand

von Serdar Somuncu  27.02.2026

Debatte

»Sie war mehr als froh, als alles zu Ende war«: Berlinale-Kreise: Tuttle überfordert und resigniert

Wie geht es nach Debatten um die Berlinale weiter? Eine Krisensitzung bringt nach Angaben des Kulturstaatsministers keine Entscheidung - zumindest vorerst

 26.02.2026

Interview

»Lachen statt verzweifeln«

Ein Gespräch mit der Meme-Künstlerin ruth__lol über jüdischen Humor, die komische Seite des Antisemitismus und eine Leerstelle in den sozialen Medien

von Joshua Schultheis  26.02.2026

Reaktionen

»Plattform für antisemitische Hetze«: Das sagen Künstler und Politiker zur geplanten Tuttle-Absetzung

Wolfram Weimer will die Berlinale-Chefin nach dem jüngsten Antisemitismus-Skandal absetzen. Das sorgt – so wie die Rede von Abdallah Alkhatib – für kontroverse Diskussionen. Ein Überblick

 26.02.2026

Berlinale

Tom Shoval unterstützt Tricia Tuttle

Der israelische Regisseur schreibt in einem Instagram Post Tuttle sei »eine Person von beispielloser Integrität.«

von Katrin Richter  26.02.2026