Hören!

Klezmer, Punk und Whiskey

»Punk’s not dead« – und Klezmer schon gar nicht. Wie diese sich auf den ersten Blick komplett ausschließenden Musikrichtungen eine Symbiose eingehen können, zeigt der kanadische Sänger und Akkordeonspieler Geoff Berner. Fans von Yuriy Gurzhys Sampler Shtetl Superstars wird er durch seinen Track Lucky Goddamn Jew ein Begriff sein. Ab dieser Woche geht Berner mit seinem aktuellen Album Victory Party auf eine zweiwöchige Deutschlandtour. Das Auftaktkonzert findet am 23. Februar im Berliner Kaffee Burger statt, wo der Kanadier, wie bei früheren Konzerten, von dem Detroiter Wahlberliner, Sänger, Schauspieler, Songwriter und Politkabarettisten Daniel Kahn unterstützt wird.

akkordeon Auf die Bühne bringt Berner standardmäßig sein Akkordeon und ein Glas voll Whiskey mit, was ihm den Spitznamen »Whiskeyrabbi« beschert hat. Der massive Alkoholkonsum tut der Konzentration keinen Abbruch. Der »Whiskeyrabbi« leitet seine Lieder gerne mit unterhaltsamen bis bissigen Anekdoten ein, deren Pointen durchweg so gewitzt bleiben, dass böse Zungen behaupten, in dem Glas sei überhaupt kein Alkohol.

Auch musikalisch überzeugt Berner. Ehemals Frontmann einer Punkband, ließ er sich die traditionelle jüdische Volksmusik in Rumänien beibringen. Nach den letzten drei sehr klezmerlastigen Alben legt der 41-Jährige auf seiner neuen CD den Schwerpunkt wieder mehr auf Folk und Punk.

Neben Trinken und Akkordeon beherrscht Berner auch das Schreiben. Kürzlich hat er beim kanadischen Verlag Dundurn Press seinen ersten Buchvertrag unterschrieben. Festival Man wird das Debüt heißen und im Herbst 2013 erscheinen.

Konzerttermine und Infos unter:
www.geoffberner.com

Berlin

»Die Zukunft interessiert mich nicht mehr so furchtbar dolle«

Ein Chor von über 90-jährigen Menschen probt erstmals im Jüdischen Museum

von Nina Schmedding  04.09.2026

Kino

»Zur Not machen wir es in einem Badezimmer«

Zum elften Mal findet in Berlin das israelische Filmfestival »Seret« statt. Trotz schwieriger Zeiten denken die Veranstalter nicht daran aufzugeben

von Leon Stork  04.09.2026

Israel-Hasserin El Hissy

Jüdische Gemeinde Frankfurt übt scharfe Kritik am Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Die Hintergründe

 04.09.2026

Musik

»Ein Tribut an David Bowie«

Daniel Donskoy über das gefeierte neue Musical »Rebel Rebel« und das Erbe des legendären britischen Sängers

von Ralf Balke  04.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  04.09.2026

Junge Israelis, die von Beta Israel, äthiopischen Juden, abstammen

Hamburg

2,5 Millionen Euro für Erforschung religiöser jüdischer Handschriften

Sophia Dege-Müller, Expertin für äthiopische Handschriften, erforscht religiöse Handschriften der äthiopischen Juden, der sogenannten Beta Israel. Ihre bis zu 500 Jahre alten Schriften seien bislang kaum wissenschaftlich untersucht worden

 03.09.2026

Medien

Wie »Die Zeit« den fanatischen Israelhasser Zohran Mamdani zur politischen Lichtgestalt umdeutet

von Regula Stämpfli  03.09.2026

Debatte

Öffentlich-Rechtliche Medien: Macht euren Job, aber macht ihn besser!

Ein Appell von Esther Schapira

von Esther Schapira  03.09.2026

Medien

Stephan-Andreas Casdorff ist wieder für den »Tagesspiegel« tätig

Die KI-generierten Meinungstexte von Stephan-Andreas Casdorff im »Tagesspiegel« hatten in der Branche für viel Aufruhr gesorgt. Seit Juni hatte der Ex-Chefredakteur seine Tätigkeit ruhen lassen. Nun kehrt er zurück

von Jana Ballweber  03.09.2026