Hard Rock

»Kiss«-Sänger: Ähnlichkeit mit SS-Runen ist uns nicht aufgefallen

Gene Simmons in Los Angeles Foto: picture alliance / gotpap/STAR MAX/IPx

Den Mitgliedern der Kult-Rockband »Kiss« ist nach Angaben ihres Sängers und Bassisten Gene Simmons lange nicht aufgefallen, dass das Doppel-S in ihrem Band-Logo den SS-Runen ähnelt. »Das sollten nie SS-Runen sein«, sagte Simmons der in Hamburg erscheinenden »Zeit«-Beilage »Zeitmagazin«. »Es sollten Blitze sein.«

Erst Anfang der 1980er-Jahre sei der Band die Ähnlichkeit klargeworden, als sie Post von der deutschen Regierung bekommen habe, derzufolge sie die Schrift in Deutschland nicht benutzen durfte.

Chaim Witz Mehrere Musiker der US-Band »Kiss« sind jüdisch. Simmons selbst wurde als Chaim Witz im israelischen Haifa geboren, seine Mutter war laut Simmons als ungarische Jüdin im Konzentrationslager. Paul Stanley, Sänger und Gitarrist von »Kiss«, hatte eine deutsch-jüdische Mutter.

Stanley sagte dem »Zeitmagazin«, er habe in den USA Antisemitismus erlebt. In seiner Jugend habe er das Haus seiner Freundin nicht betreten dürfen, nachdem deren Eltern herausgefunden hatten, dass er Jude sei. Als er später ein Apartment in New York kaufen wollte, habe der Makler ihm gesagt, er könne ihm entweder Häuser zeigen, in denen er gerne wohnen wolle, oder Häuser, in denen man ihn als Jude wohnen lasse. epd

Journalismus

Neuer Georg Stefan Troller Preis ehrt Beiträge über jüdisches Leben

Er hat einst das Interview-Format revolutioniert. Ein neuer Journalisten-Preis wird im Namen des im September 2025 gestorbenen Schoa-Überlebenden Georg Stefan Troller ausgeschrieben

 20.03.2026

Genuss

Koschere Frühlingsblumen

Warum der Sederabend für Weinliebhaber kein Albtraum mehr sein muss

von Jacques Abramowicz  20.03.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  20.03.2026

Literatur

Eine schrecklich nette Familie

Aus Schweden kommt ein jüdischer Berlin-Roman von Anna Brynhildsen

von Frank Keil  20.03.2026

Iryna Fingerova

»Man darf Kulturen nicht vergleichen«

Die Schriftstellerin und Ärztin über die Folgen einer Emigration, ihr Verhältnis zur Ukraine und das Leben als Jüdin in Deutschland – allesamt auch Themen ihres Romans »Zugwind«

von Maria Ossowski  20.03.2026

Jugendbuch

Zwei Jungen und die Liebe

Julya Rabinowich erzählt in »Mo & Moritz« eindringlich, aber auch plakativ von einer Beziehung zwischen einem Juden und einem Muslim

von Katrin Diehl  20.03.2026

Johannes Becke

Nachdenken über Israel

Ist der jüdische Staat als ein Teil Europas oder des Nahen Ostens zu verstehen? Der Autor gibt in seinem Buch profunde und überraschende Antworten

von Ralf Balke  20.03.2026

Dana von Suffrin

Wutgeburt

»Toxibaby« erzählt von einer toxischen deutsch-jüdischen Beziehung

von Katrin Diehl  20.03.2026

Siri Hustvedt

Ihr Lebensmensch

In einem tieftraurigen und wunderschönen Erinnerungsbuch nimmt die Schriftstellerin Abschied von ihrem Mann Paul Auster, der 2024 an Krebs starb

von Katrin Richter  20.03.2026