Sehen!

Ken Adam

Zur Welt kam er als Klaus Hugo Adam 1921 in Berlin. Berühmt wurde er als Ken Adam, inzwischen geadelt zu Sir Ken, zweifacher Oscar-Gewinner und der angesehenste Production Designer im Film. Mit seinen spektakulären Sets hat er Filmgeschichte geschrieben, insbesondere bei den James-Bond-Produktionen.

Der zusammenfaltbare Tragschrauber »Little Nellie« in Man lebt nur zweimal, in dem Sean Connery sich ein elegant-rasantes Luftgefecht mit feindlichen Kampfhubschraubern liefert, stammt ebenso von ihm wie der Raketenrucksack, mit dem Connery in Feuerball seinen Verfolgern entkommt.

james bond Bei über 70 Filmen verantwortete Ken Adam das Szenenbild. Mit seinen zumeist im Atelier realisierten szenografischen Räumen hat er einen neuen Stil geschaffen, der das Filmdesign und unsere Sehgewohnheiten nachhaltig beeinflusst hat. Steven Spielberg hat als besten Set der Filmgeschichte den »War Room« bezeichnet, den Ken Adam für Stanley Kubricks Dr. Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben (1964) entwarf. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter zwei Oscars für das beste Production Design zu Stanley Kubricks Barry Lyndon 1975 und Nicholas Hytners The Madness of King George 1994.

Die Deutsche Kinemathek in Berlin zeigt bis zum 17. Mai 2015 über 4000 Zeichnungen Ken Adams, dazu Fotos und Filme, die während der Recherchen und am Set von ihm gedreht wurden, sowie biografische Zeugnisse und seine Auszeichnungen. Die Sammlung hatte der 1934 aus Berlin emigrierte Adam 2012 der Deutschen Kinemathek geschenkt. Das Ken-Adam-Archiv der Kinemathek wird zurzeit archivarisch bearbeitet und soll im kommenden Jahr online zugänglich sein. cgb/ja

»Bigger Than Life. Ken Adam’s Film Design«. Deutsche Kinemathek Berlin bis 17. Mai 2015
www.deutsche-kinemathek.de

Exklusiv-Interview

Götz Aly: »Anders als Hitler ist die AfD nicht kriegslüstern«

Der Historiker und Bestsellerautor über die Radikalisierung des NS-Regimes, Vergleiche zwischen dem Ende der Weimarer Republik mit der heutigen Zeit und die Sinnhaftigkeit eines AfD-Verbots

von Michael Thaidigsmann  25.08.2026

ESC

Moroccanoil steigt als Hauptsponsor aus

Die israelische Kosmetikmarke hat ihr Sponsoring des Musikwettbewerbs nach sechs Jahren beendet.

von Nicole Dreyfus  25.08.2026

Dresden

Ausstellung würdigt jüdische Sportlerinnen und Sportlern

Deutsch-jüdische Sportlerpersönlichkeiten stehen im Mittelpunkt einer Präsentation. Anlässlich des Jahres der jüdischen Kultur wird sie in Dresden gezeigt

 25.08.2026

Orlando (Florida)

Harrison Ford wird erneut zu Indiana Jones

Diesmal wird der jüdische Darsteller kein Abenteuer auf der Leinwand erleben. Aber worum geht es dann?

 25.08.2026

Schweiz

Das sind die beliebtesten Vornamen für neugeborene Jungen und Mädchen

Eine neue Rangliste des Bundesamts für Statistik gibt Aufschluss

von Nicole Dreyfus  25.08.2026 Aktualisiert

TV-Kritik

»Phoenix« - herausragender Film über eine Holocaust-Überlebende

Christian Petzolds grandiose Parabel auf Deutschland im »Jahre Null«

von Felicitas Kleiner  24.08.2026

Ausstellung

Ein Buchladen als säkulares Bethaus

Rachel Salamander schuf in München einen Ort, an dem jüdische Literatur, Erinnerung und Gegenwart aufeinandertreffen – sie bewahrt ihn in roten Ordnern und auf klapprigen Kassetten

von Katrin Diehl  24.08.2026

Neu

Neue Synagoge Berlin zeigt neue Ausstellungen

Der Blick auf Jüdinnen und Juden und ihre Darstellung wird oft von Vorurteilen begleitet. Eine Ausstellung im Berliner Centrum Judaicum macht dies jetzt zum Thema

 24.08.2026

Berlin

Ruth Moschner positioniert sich gegen die AfD

Die Moderatorin mit jüdischem Hintergrund schreibt, sie persönlich würde von der Politik der Partei profitieren. Dennoch warnt sie vor der selbsternannten Alternative

 24.08.2026