Medien

Keine weitere Zusammenarbeit

Gehen getrennte Wege: RBB und Ken Jebsen Foto: (M) Frank Albinus

Der Radiomoderator Ken Jebsen und der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) haben sich getrennt. In einer Erklärung der RBB-Programmdirektorin Claudia Nothelle hieß es: »Der Sender hat Herrn Jebsen gegen den Vorwurf verteidigt, er sei Antisemit und Holocaust-Leugner. Allerdings mussten wir feststellen, dass zahlreiche seiner Beiträge nicht den journalistischen Standards des RBB entsprachen. Daraufhin haben wir mit ihm verbindliche Vereinbarungen über die Gestaltung der Sendung ›KenFM‹ getroffen.« Diese habe er wiederholt nicht eingehalten. Man bedauere, dass man deswegen künftig »auf seine Mitarbeit verzichten« müsse.

Versäumnisse Auch Stefan Warbeck, Programmchef des Jugendsenders »Fritz«, bei dem Jebsens Sendung »KenFM« seit zehn Jahren lief, wird nicht mehr beim RBB bleiben. Warbeck hatte seinen Posten »auf eigenen Wunsch« abgegeben. Zudem übernehme er für »redaktionelle Versäumnisse die Verantwortung«. In den vergangenen Monaten seien »mehrere nicht ausreichend redaktionell geprüfte und abgenommene Beiträge« veröffentlicht worden. Außerdem soll Jebsen ohne redaktionelle Abstimmung Beiträge auf der Seite www.KenFM.de online gestellt haben.

Die Jüdische Gemeinde hat inzwischen in einer Erklärung mitgeteilt, dass sie die Entscheidung des RBB mit Genugtuung aufgenommen hat. »Wir empfinden es als vorbildlich, wie die Leitungsebene des rbb letztlich entschieden hat«, betont die Gemeindevorsitzende Lala Süsskind. ja

Vor zwei Wochen war Jebsen in die Kritik geraten, nachdem eine offenbar von ihm verfasste E-Mail mit antisemitischen Äußerungen veröffentlicht wurde.

 

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 22. Januar bis zum 29. Januar

 21.01.2026

Preisverleihung

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Der Schriftsteller und Publizist Marko Martin ist Träger des zweiten Werner-Schulz-Preises. Die Auszeichnung wird am Donnerstag bei einer Festveranstaltung in Leipzig verliehen

 21.01.2026

Auszeichnung

Großer Kunstpreis Berlin geht 2026 an Meredith Monk

Die sechs Sektionen der Akademie der Künste wechseln sich bei der Vergabe des Großen Kunstpreises Berlin ab. In diesem Jahr ist die Sparte Musik dran. Sie ehrt eine US-amerikanische Sängerin und Komponistin

 21.01.2026

Fernsehen

»Jahrhundertzeugen - Leon Weintraub« am 27. Januar im TV

Der Holocaust-Überlebende berichtet auf anschauliche und ergreifende Weise von der Entmenschlichung durch die Nazis

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Toronto

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Entscheidung

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Mehrere Länder boykottieren wegen Israels Teilnahme den Eurovision Song Contest 2026. Jetzt wurde entschieden, wer für das Land in diesem Jahr bei dem Musikwettbewerb an den Start geht

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Fernsehen

Dieser Israeli begleitet Gil Ofarim ins »Dschungelcamp« nach Australien

Ofarims Ehefrau Patricia fliegt nicht mit, da sie sich lieber im Hintergrund hält. Wer ist es dann?

 21.01.2026

Zahl der Woche

15.000.000 Dollar

Fun Facts und Wissenswertes

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Köln/Murwillumbah

Der neue Dschungel-Cast: Genialer Coup oder totaler Flop?

Gil Ofarim und Co.: Das neue Dschungelcamp-Ensemble sorgt für geteilte Meinungen. Während die einen den Cast lieben, gibt es auch auffällig viele Debatten darüber. Lohnt sich das Einschalten diesmal?

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