Medien

Keine weitere Zusammenarbeit

Gehen getrennte Wege: RBB und Ken Jebsen Foto: (M) Frank Albinus

Der Radiomoderator Ken Jebsen und der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) haben sich getrennt. In einer Erklärung der RBB-Programmdirektorin Claudia Nothelle hieß es: »Der Sender hat Herrn Jebsen gegen den Vorwurf verteidigt, er sei Antisemit und Holocaust-Leugner. Allerdings mussten wir feststellen, dass zahlreiche seiner Beiträge nicht den journalistischen Standards des RBB entsprachen. Daraufhin haben wir mit ihm verbindliche Vereinbarungen über die Gestaltung der Sendung ›KenFM‹ getroffen.« Diese habe er wiederholt nicht eingehalten. Man bedauere, dass man deswegen künftig »auf seine Mitarbeit verzichten« müsse.

Versäumnisse Auch Stefan Warbeck, Programmchef des Jugendsenders »Fritz«, bei dem Jebsens Sendung »KenFM« seit zehn Jahren lief, wird nicht mehr beim RBB bleiben. Warbeck hatte seinen Posten »auf eigenen Wunsch« abgegeben. Zudem übernehme er für »redaktionelle Versäumnisse die Verantwortung«. In den vergangenen Monaten seien »mehrere nicht ausreichend redaktionell geprüfte und abgenommene Beiträge« veröffentlicht worden. Außerdem soll Jebsen ohne redaktionelle Abstimmung Beiträge auf der Seite www.KenFM.de online gestellt haben.

Die Jüdische Gemeinde hat inzwischen in einer Erklärung mitgeteilt, dass sie die Entscheidung des RBB mit Genugtuung aufgenommen hat. »Wir empfinden es als vorbildlich, wie die Leitungsebene des rbb letztlich entschieden hat«, betont die Gemeindevorsitzende Lala Süsskind. ja

Vor zwei Wochen war Jebsen in die Kritik geraten, nachdem eine offenbar von ihm verfasste E-Mail mit antisemitischen Äußerungen veröffentlicht wurde.

 

Aufgegabelt

Fenchel-Tarte-Tatin mit Trauben und Oliven

Rezept der Woche

von Yotam Ottolenghi  25.10.2026

Kino

Ali G ist zurück – und stößt auf Ablehnung

Nach 24 Jahren schlüpft Sacha Baron Cohen wieder in die Rolle seiner Kultfigur. Doch die Branche will ihn boykottieren

von Nicole Dreyfus  25.10.2026

Shkoyach!

Alles auf Pro oder Die Sehnsucht nach neuer Übersichtlichkeit

Die Einteilung in Pro-Dieses und Pro-Jenes halte ich für profan. Aber für Prokrastination bin ich immer zu haben

von Eugen El  25.10.2026

Zahl der Woche

90,8 Prozent

Funfacts & Wissenswertes

 25.10.2026

NS-Verbrechen

Nach abgesagter Auktion: Holocaust-Dokumente übergeben

Briefe aus Konzentrationslagern und Gestapo-Karteikarten sollten in Deutschland meistbietend versteigert werden. Nun hat die Stiftung Auschwitz-Birkenau die Dokumente an Archive übergeben

 25.10.2026

Film

Serienhit geht weiter: Warum will jeder »Nobody Wants This«?

Eine freizügige Sex-Podcasterin und ein charmanter Rabbiner verlieben sich. Ihre Geschichte ist ein gelungener Gegenentwurf zu klischeehaften Rom-Coms. So geht die Erfolgsserie weiter

von Simone Andrea Mayer  23.10.2026

Berlin

Wenn Wolf Biermann den roten Bademantel trägt

Die Stasi wollte den Liedermacher zum Alkoholmissbrauch verleiten und seine Beziehungen zerstören. Ein Film zeigt, wie er das überstand - und was er mit fast 90 macht: Kraulen in der Ostsee zum Beispiel

von Lisa Forster, Sven Gösmann  23.10.2026

Debatte

Wahl in Israel: Star-Dirigent Lahav Shani meldet sich ausführlich zu Wort

In der Vergangenheit war der Musiker mehrmals im Visier radikaler Israelfeinde

 22.10.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Imanuel Marcus  22.10.2026