Raubkunst

Keine Ermittlungen wegen Rückgabe des Gemäldes »Füchse« von Franz Marc

Das Gemälde »Die Füchse« von Franz Marc Foto: picture alliance/ Marcel Kusch/dpa

Nach einer Strafanzeige gegen die beschlossene Restitution des wertvollen Gemäldes »Die Füchse« von Franz Marc leitet die Staatsanwaltschaft Düsseldorf kein Ermittlungsverfahren ein. Es liege kein Anfangsverdacht für Untreue vor, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Dienstag in Düsseldorf mit. Strafrechtliche Ermittlungen können erst aufgenommen werden, wenn es einen Anfangsverdacht gibt.

Der Düsseldorfer Stadtrat hatte Ende April nach einem jahrelangen Raubkunst-Streit einstimmig beschlossen, das auf einen Wert von mindestens 14 Millionen Euro geschätzte Gemälde an die Erben des von den Nationalsozialisten verfolgten Kurt Grawi (1887-1944) zurückzugeben.

Wenige Tage nach dem Beschluss war bei der Staatsanwaltschaft die Strafanzeige eingegangen. Sie richtete sich nach Angaben der Stadt gegen die Mitglieder der Stadtverwaltung, die die Rückgabe des Werkes empfohlen hatten, sowie gegen die Mitglieder des Stadtrates, die dem Beschluss zustimmten.

Das Kommunalparlament war einer in Fachkreisen umstrittenen Empfehlung der Beratenden Kommission für Raubkunstfälle gefolgt. Das Gemälde war 1962 als Schenkung nach Düsseldorf gekommen und befindet sich im Museum Kunstpalast.

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