Schawuot

Käsekuchen mit Schokolade

Tom Franz und sein Lieblingskuchen Foto: Dan Peretz/AT Verlag

Schawuot

Käsekuchen mit Schokolade

Das Lieblingsrezept des israelischen Star-Kochs Tom Franz

von Tom Franz  02.06.2014 12:52 Uhr

Es gibt Sachen, die sind so gut, dass man sie immer wieder macht. Dieser Käsekuchen zum Beispiel gehört zu den Dingen, die mich schon seit einer Ewigkeit fast unverändert begleiten – und das ist auch gut so! Manchmal mache ich ihn ohne Schokoladenguss, manchmal nur mit Schokoladenguss und manchmal mit Schokoladenguss und Früchten. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Ein knuspriger Mürbeteig, darauf eine mächtig leichte Käsemasse und darauf ein Schokoladenguss, der mit seinem Hauch von Honig und Salz ein wenig an die Schweiz erinnert.

Man braucht ein wenig Geduld für die Herstellung, weil man immer wieder Kühlphasen einplanen muss, aber es lohnt sich: vermutlich der beste Käsekuchen, den ich je gegessen habe.

Zutaten für einen runden Kuchen (Springform mit 26 cm Durchmesser):

Für den Teig:
100 g weiche Butter, in Würfel geschnitten
60 g Puderzucker
½ TL Salz
2 Eigelb
140 g Mehl
1 Päckchen Backpulver

Für die Käsemasse:
400 ml Schlagsahne
180 ml Milch (3%-ig)
80 g Zucker
80 g Puddingpulver (Instant)
500 g Quark (20%-ig)

Für den Schokoladenguss:
125 ml süße Sahne
100 g gute Schokolade (70%-ig)
2 Löffel Honig
¼ TL Salz

Zubereitung:

Der Teig:
Butter, Zucker und Salz zu einer cremigen Masse schlagen. Die Eigelb dazugeben und gut vermischen. Das Mehl und das Backpulver dazugeben und nur so lange verrühren, bis der Teig zu einer Kugel wird. Den Teig in Frischhaltefolie einwickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank legen.

Die Backform mit Butter ausfetten. Den Teig zu einer Scheibe in Größe der Backform ausrollen und in sie hineinlegen, ohne einen Rand zu formen. Für eine weitere halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Den Backofen auf 170 Grad vorheizen und den Teig 20 bis 25 Minuten backen, bis er leicht goldbraun wird. Auskühlen lassen.

Die Käsemasse:
Die Sahne mit der Milch und dem Zucker zu weicher Schlagsahne schlagen. Das Puddingpulver dazugeben und zu einer festeren Creme schlagen. Den Quark mit einem Teigschaber unter die Masse heben und zu einer einheitlichen Masse verarbeiten.
Die Masse auf den ausgekühlten Teig in der Springform gießen und glatt streichen. Vier bis sechs Stunden im Kühlschrank steif werden lassen, bevor man den Schokoladenguss darüber zieht.

Der Schokoladenguss:
Die Sahne zum Kochen bringen, vom Herd nehmen und die Schokolade dazugeben und unter Rühren darin schmelzen lassen. Den Honig und das Salz dazu geben und einrühren. Abkühlen lassen.

Den Schokoladenguss, wenn er nur noch Zimmertemperatur hat, gleichmäßig über die Käsemasse gießen und zwei bis drei Stunden im Kühlschrank auskühlen lassen. Am besten ist es aber, den Kuchen über Nacht im Kühlschrank zu lassen.


Tom Franz wurde 1973 in Köln geboren. Der Rechtsanwalt gewann 2013 mit seinem Rezept für Kartoffelpuffer die israelische TV-Show »Masterchef«. Seitdem ist er der wohl bekannteste Deutsche in Israel, wo er gemeinsam mit Ehefrau Dana und seinem Sohn lebt. Im Herbst 2013 erschien sein erstes Kochbuch »So schmeckt Israel. Meine Lieblingsrezepte aus der israelischen Küche, gewürzt mit einer Prise Heimat«.

Weitere Informationen über den Kölner unter www.facebook.com/pages/Tom-Franz-MasterChef

Meinung

Die Juden waren’s!

Claudia Roth und die jüdische Lobby: Eine kleine Chronik der Unschuld

von Andreas Büttner  06.11.2026

Nachruf

Eine Welt voller Wärme

Die jüdische Kinderbuchautorin Myriam Halberstam nimmt Abschied von Janosch, dem Vater von Tiger, Bär und Tigerente

von Myriam Halberstam  06.11.2026

Fernsehen

Biedere Bürgerlichkeit und organisierter Massenmord

Das ZDF zeigt den Oscar-prämierten Spielfilm »The Zone of Interest« über den KZ-Kommandanten Rudolf Höß, der mit seiner Familie unmittelbar neben dem Vernichtungslager Auschwitz lebte

von Josef Lederle  06.11.2026

New York

Nach Paul Simon wird auch Art Garfunkel 85

Mit Songs wie »The Sound of Silence« wurden Simon & Garfunkel weltberühmt – aber auch die Streits der beiden Schulfreunde aus New York sind legendär. Jetzt steht der nächste große Geburtstag an

von Christina Horsten  06.11.2026

TV-Tipp

Viele Jahre bis zum großen »Hallelujah«: Arte zeigt Porträt von Leonard Cohen zum zehnten Todestag

Es ist wohl das bekannteste Lied des kanadischen Sängers Leonard Cohen. Und so steht »Hallelujah« auch im Zentrum eines so unterhaltsamen wie inspirierenden Porträts über den legendären Sänger

von Jan Lehr  06.11.2026

Hintergrund

Claudia Roth und der »unfassbare Druck vom Zentralrat«

Die Ex-Kulturstaatsministerin bezeichnet es als »totalen Fehler«, auf der Berlinale Regisseure wegen ihrer israelfeindlichen Aussagen kritisiert zu haben und sucht dafür die Schuld beim Zentralrat der Juden

von Michael Thaidigsmann  05.11.2026

Interview

»Ich bin von Natur aus kein glücklicher Mensch«

Die Schriftstellerin Nele Pollatschek verrät im Gespräch zu ihrem neuen Buch, wie sie gelernt hat, das Leben bewusster und positiver wahrzunehmen – ohne die Augen vor dem Leid der Welt zu verschließen

von Katrin Richter  05.11.2026

Kulturkolumnne

Bis 120 oder Wie wir doch noch zu Muskeljuden werden

In der heutigen Zeit ziehen körperliche Optimierungstrends nicht spurlos an uns vorbei. Sollen wir uns davon beherrschen lassen?

von Laura Cazés  05.11.2026

Kino

Im Angesicht der Schmerzen, der Angst und Scham

»Block 10« beleuchtet die medizinischen Experimente an Frauen in Auschwitz – und versteht sich auch als eine Antwort auf die Gegenwart

von Chris Schinke  05.11.2026