Kino

Jüdisches Filmfest stellt 57 Produktionen vor

Foto: Marco Thierbach

Das 31. Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg präsentiert 57 Filme aus mehr als 20 Ländern. Das diesjährige Programm vom 6. bis 11. Mai sei »politisch, emotional, aber auch witzig, schräg und unerwartet«, teilte die Programmdirektion des Festivals am Freitag mit. Es sei ein »Programm, das zur Gegenwart passt«, mit vielfältigen Perspektiven und filmischen Ausdrucksweisen.

Das Filmfest wird den Angaben zufolge am 6. Mai im Potsdamer Hans Otto Theater mit der Komödie »Bad Shabbos« des Regisseurs Daniel Robbins als Europapremiere eröffnet. In dem Film von 2024 aus den USA stürzt ein Schabbatessen ins Chaos, nachdem ein plötzlicher Todesfall alle Planungen durcheinanderbringt. Die Festivalpreise sollen am 9. Mai in Berlin verliehen werden. Das Filmfest sei das wichtigste Forum für jüdisches Kino in Europa, betonten die Veranstalter.

Der Spielfilmwettbewerb präsentiert den Angaben zufolge eine Auswahl internationaler Produktionen, von dem ersten in Israel produzierten Film eines beduinischen Regisseurs bis hin zu einem Neo-Western mit einem Rabbi als Actionheld. Der Gewinnerfilm wird mit dem mit 3.000 Euro dotierten Gershon-Klein-Spielfilmpreis ausgezeichnet.

Der Dokumentarfilmpreis ist ebenfalls mit 3.000 Euro dotiert. Als weitere mit jeweils 2.000 Euro dotierte Auszeichnungen werden der Preis für den interkulturellen Dialog und der Preis zur Förderung des filmischen Nachwuchses vergeben. /epd

Theater

Eine Party der perfidesten Art

Simone Blattner inszeniert in Weimar den subversiv-doppelbödigen Text »Rechnitz (Der Würgeengel)« von Elfriede Jelinek

von Joachim Lange  21.04.2026

Biografie

Konzertmeister des Stardirigenten

In seinem neuen Buch über Herbert von Karajan bezieht sich der Historiker Michael Wolffsohn auch auf den Schoa-Überlebenden Michel Schwalbé. Ein Auszug

von Michael Wolffsohn  21.04.2026

Literatur

Neue Literatur zur Frage: Was bedeutet es, heute jüdisch zu sein?

Jüdische Gemeinschaften sind gespalten – nach dem Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023 und dem Gazakrieg. Viele Linke sehen sich in ihrem eigenen Umfeld mit Antisemitismus konfrontiert. Zwei neue Bücher liefern Denkanstöße

von Leticia Witte  21.04.2026

Kolumne

»Un-fucking-believable«

Als erste Israelin: Noga Erezʼ fast surrealer Auftritt auf dem Coachella Valley Festival

von Laura Cazés  21.04.2026

New York

»Der Teufel trägt Prada 2« feiert Premiere

Der 2006 erschienene erste Teil gilt als Kult. Die Premiere der Fortsetzung zieht die Prominenz in Scharen an. Wann startet das Werk in Deutschland?

 21.04.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Kamele an der Limmat oder wie Zürich mit Tradition umgeht

von Nicole Dreyfus  20.04.2026

Essay

Darf es mir gut gehen …?

Die Welt brennt an allen Ecken und Enden. Unsere Autorin Barbara Bišický-Ehrlich plädiert für die Hoffnung als Lebensprinzip in dunklen Zeiten

von Barbara Bišický-Ehrlich  20.04.2026

Los Angeles

Natalie Portman erwartet drittes Kind

Zwei Kinder hat sie bereits aus ihrer früheren Ehe

 20.04.2026

TV-Tipp

Der Elvis der Violine

Ivri Gitlis ist ein Phantom. Er bespielte mit seiner Geige die großen Bühnen und musizierte mit den Stars der Musikbranche. Seinen Namen kennen heute aber nur die wenigsten. Eine Arte-Doku begibt sich auf Spurensuche

von Manfred Riepe  19.04.2026