Venedig

Israelhasser demonstrieren bei Kunstbiennale

Teilnehmer einer Demo auf der Biennale, bei der Israel als »Terrorstaat« diffamiert wurde Foto: picture alliance/dpa

Bei der Kunstbiennale in Venedig hat am Mittwoch vor dem geschlossenen Israelischen Pavillon eine Gruppe von Menschen gegen Israel demonstriert. Die Gruppe zog danach auch weiter zu dem Pavillon der USA und dem Deutschen Pavillon. Die Aktivisten riefen zu einem Boykott israelischer Kunst in Venedig auf.

Redner bezeichneten Israel als »Terrorstaat« sowie »totalitären Staat« und übten harsche Kritik an Deutschland. An dem Protest waren auch Vertreter der sogenannten »Art Not Genocide Alliance« (ANGA) beteiligt. Sie verteilten Flyer.

In Zusammenhang mit dem vom palästinensischen Terror begonnenen Krieg stehen weniger die Terroristen, als Israel zunehmend in der Kritik. Die Streitkräfte des jüdischen Staates (IDF) bekämpfen in Gaza die Hamas und andere Terrorgruppen, um seine Bevölkerung vor Massakern und anderen Attacken zu schützen. Eine Befreiung der mehr als 100 Geiseln, die von den Palästinensern festgehalten werden, ist ein weiteres Ziel.

Bereits Ende Februar waren von ANGA Rufe nach einem Ausschluss Israels von der Kunstbiennale in der norditalienischen Lagunenstadt ausgegangen. Israels ausstellende Künstlerin, Ruth Patir, und die Kuratorinnen entschieden am Dienstag, den Pavillon nicht wie geplant zu öffnen.

Sie würden die Ausstellung eröffnen, wenn eine Vereinbarung über einen Waffenstillstand im Gaza-Krieg und eine Freilassung der festgehaltenen Geiseln erreicht sei. dpa/ja

Berlin

Jüdische Kulturtage müssen Hauptausstellung absagen

Wegen einer Finanzierungslücke fällt die Ausstellung aus. Die Jüdische Gemeinde kritisiert die Förderentscheidung des Senats

 12.10.2026

Jugendbuch

Zwei Mädchen im Winter 1947

Die amerikanische Schriftstellerin Holly-Jane Rahlens schreibt über Freundschaft in der Berliner Nachkriegszeit

von Katrin Diehl  12.10.2026

Slata Roschal

Der Autor ist tot

Sie las beim Bachmannpreis und verließ den Saal – in ihrem neuen Roman rechnet sie mit dem Literaturbetrieb ab

von Frank Keil  12.10.2026

Boris Schumatsky

Geografie der Entwurzelung

Der Berliner Schriftsteller erzählt von seiner Mutter, dem russischen Krieg gegen die Ukraine und vom Verlust jeglichen Halts bei Paul Celan

von Alexander Kluy  12.10.2026

Sachbuch

Treffpunkt der Egomanen

Christian Buckard erzählt die Geschichte des legendären »Romanischen Cafés« und seiner jüdischen Bohème

von Leon Stork  12.10.2026

Tomer Gardi

Auf der Spur der Fahrradkuriere

Der israelische Autor verfolgt in seinem neuen Roman Lieferketten – und widmet sich den Menschen, die per App gerufen werden

von Sophie Albers Ben Chamo  12.10.2026

Sachbuch

Jerusalem für Anfänger

Geht es um die Gegenwart, verliert sich Dietmar Pieper in Tagespolitik

von Ralf Balke  12.10.2026

Frankfurt am Main

Auszeichnung für Journalisten und Buchautoren

Der Georg-Stefan-Troller-Preis für die Berichterstattung über jüdisches Leben wurde erstmals verliehen. Mit Mascha Malburg und Joshua Schultheis sind auch zwei JA-Journalisten unter den Ausgezeichneten

 11.10.2026

Frankfurt am Main

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Philippe Sands überreicht

Der Völkerrechtsanwalt forderte in seiner Rede ein Ende angeblicher »Debattenbeschränkungen« in Deutschland

 11.10.2026