Venedig

Israelhasser demonstrieren bei Kunstbiennale

Teilnehmer einer Demo auf der Biennale, bei der Israel als »Terrorstaat« diffamiert wurde Foto: picture alliance/dpa

Bei der Kunstbiennale in Venedig hat am Mittwoch vor dem geschlossenen Israelischen Pavillon eine Gruppe von Menschen gegen Israel demonstriert. Die Gruppe zog danach auch weiter zu dem Pavillon der USA und dem Deutschen Pavillon. Die Aktivisten riefen zu einem Boykott israelischer Kunst in Venedig auf.

Redner bezeichneten Israel als »Terrorstaat« sowie »totalitären Staat« und übten harsche Kritik an Deutschland. An dem Protest waren auch Vertreter der sogenannten »Art Not Genocide Alliance« (ANGA) beteiligt. Sie verteilten Flyer.

In Zusammenhang mit dem vom palästinensischen Terror begonnenen Krieg stehen weniger die Terroristen, als Israel zunehmend in der Kritik. Die Streitkräfte des jüdischen Staates (IDF) bekämpfen in Gaza die Hamas und andere Terrorgruppen, um seine Bevölkerung vor Massakern und anderen Attacken zu schützen. Eine Befreiung der mehr als 100 Geiseln, die von den Palästinensern festgehalten werden, ist ein weiteres Ziel.

Bereits Ende Februar waren von ANGA Rufe nach einem Ausschluss Israels von der Kunstbiennale in der norditalienischen Lagunenstadt ausgegangen. Israels ausstellende Künstlerin, Ruth Patir, und die Kuratorinnen entschieden am Dienstag, den Pavillon nicht wie geplant zu öffnen.

Sie würden die Ausstellung eröffnen, wenn eine Vereinbarung über einen Waffenstillstand im Gaza-Krieg und eine Freilassung der festgehaltenen Geiseln erreicht sei. dpa/ja

Antisemitismus

London verweigert US-Skandalrapper Kanye West die Einreise

US-Skandalrapper Kanye West darf nach seinen antisemitischen und rassistischen Aussagen nicht nach Großbritannien reisen. Das hat auch gravierende Auswirkungen auf das mit ihm geplante Festival

 07.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

5 Gründe den jüdischen Staat zu lieben - mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026

Weltglücksbericht

Israelis und die Freude am Leben

Trotz Kriegen und Terror landet der jüdische Staat weit vorn auf Platz 8. Die Forscherin Anat Fanti erklärt, warum

von Sabine Brandes  06.04.2026

Jazz

Omer Klein: »The Poetics«

Der israelische Pianist hat ein neues Album veröffentlicht. Es ist ein analoges Klangerlebnis, das innere und äußere Räume weit öffnet

von Ayala Goldmann  06.04.2026

Iryna Fingerova

»Man darf Kulturen nicht vergleichen«

Die Schriftstellerin und Ärztin über die Folgen einer Emigration, ihr Verhältnis zur Ukraine und das Leben als Jüdin in Deutschland – allesamt auch Themen ihres Romans »Zugwind«

von Maria Ossowski  05.04.2026

Dana von Suffrin

Wutgeburt

»Toxibaby« erzählt von einer toxischen deutsch-jüdischen Beziehung

von Katrin Diehl  04.04.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der Jüdischen Welt

von Katrin Richer, Imanuel Marcus  04.04.2026

Michael Brenner

»Für die Nazis durfte es ›arische Juden‹ eigentlich nicht geben«

Der Historiker erforscht das Schicksal von Konvertiten in der NS-Zeit. Ein Gespräch über Menschen, die in keine Schublade passten

von Ayala Goldmann  04.04.2026

Zahl der Woche

14

Funfacts & Wissenswertes

 01.04.2026