Eurovision Song Contest

Island muss wegen Provokationen in Israel Strafe zahlen

Hatari-Sänger in Dienstkleidung Foto: dpa

Das Zeigen palästinensischer Flaggen durch die Band Hatari beim Eurovision Song Contest (ESC) in Israel kommt das Heimatland der Gruppe teuer zu stehen.

Der isländische Rundfunk RÚV ist zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil Hatari mit der Aktion gegen das ESC-Verbot zur Politisierung des Wettbewerbs verstoßen hat, wie die Europäische Rundfunkunion (EBU) am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Politische Botschaften sind laut den ESC-Statuten während der Show tabu.

BDS Wie hoch die Strafe ist, ließ der ESC-Veranstalter offen. Politische Botschaften sind laut den ESC-Statuten während der Show tabu.

Die isländische ESC-Gruppe Hatari hatte den Wettbewerb in Tel Aviv im Mai trotz Warnungen der Organisatoren für eine propalästinensische Botschaft genutzt. Hatari steht der israelfeindlichen und in größeren Teilen antisemitischen BDS-Bewegung nahe.

Bandmitglieder hielten während der Punktevergabe ausgerollte Banner mit der palästinensischen Flagge in die Fernsehkameras, sie lösten damit Buhrufe im Publikum aus. Die Aktion ereignete sich im sogenannten Green Room, wo die Künstler nach dem Auftritt interviewt werden.

Hatari steht der israelfeindlichen und in größeren Teilen antisemitischen BDS-Bewegung nahe.

Hatari waren mit dem Lied »Hatrið mun sigra« (Hass wird siegen) in Sado-Maso-Fetisch-Kostümen aufgetreten und erreichten letztlich Platz zehn. Sieger wurde der Niederländer Duncan Laurence (»Arcade«), Deutschland kam mit den S!sters (»Sister«) auf den vorletzten Platz.  dpa/ja

NRW

Neu entstehendes Jüdisches Museum Köln mit Pyramide gekrönt

Das Museum, dessen Fertigstellung für 2024 anvisiert wird, präsentiert das wieder ausgegrabene Judenviertel aus dem Mittelalter

 08.03.2021

Niederlande

»Judenkekse« umbenannt - Jüdische Organisationen verwundert

Die jüdische Dachorganisation Centraal Joods Overleg betont, sie habe den Namen nie als anstößig oder verletzend empfunden

 08.03.2021

Medizin

Den Keimen an den Kragen

Israelische Forscher entwickeln schonende und effektivere Alternativen zu konventionellen Antibiotika

von Ralf Balke  06.03.2021

Porträt

Die Frau hinter »Bridgerton«

Wer ist Julia Quinn, die Autorin der weltweit am meisten gestreamten Serie?

von Ute Cohen  06.03.2021

Susan Sideropoulos

»Plötzlich war die Freude weg«

In ihrem neuen Buch spricht die Schauspielerin erstmals über ihre Lebenskrise, Strategien gegen den Zweifel und die befreiende Kraft des Schreibens

von Katrin Richter  04.03.2021

FU Berlin

Unbekannte Herkunft

In Dahlem wurden 16.000 Knochenteile gefunden – einige könnten aus dem KZ Auschwitz stammen

von Ayala Goldmann  04.03.2021

Finale

Der Rest der Welt

Ein Jahr im Ausland oder Magengeschwüre nach dem Frühstück

von Margalit Edelstein  04.03.2021

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 04.03.2021

Zahl der Woche

59 Frauen

Fun Facts und Wissenswertes

 04.03.2021