Eurovision Song Contest

Island muss wegen Provokationen in Israel Strafe zahlen

Hatari-Sänger in Dienstkleidung Foto: dpa

Das Zeigen palästinensischer Flaggen durch die Band Hatari beim Eurovision Song Contest (ESC) in Israel kommt das Heimatland der Gruppe teuer zu stehen.

Der isländische Rundfunk RÚV ist zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil Hatari mit der Aktion gegen das ESC-Verbot zur Politisierung des Wettbewerbs verstoßen hat, wie die Europäische Rundfunkunion (EBU) am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Politische Botschaften sind laut den ESC-Statuten während der Show tabu.

BDS Wie hoch die Strafe ist, ließ der ESC-Veranstalter offen. Politische Botschaften sind laut den ESC-Statuten während der Show tabu.

Die isländische ESC-Gruppe Hatari hatte den Wettbewerb in Tel Aviv im Mai trotz Warnungen der Organisatoren für eine propalästinensische Botschaft genutzt. Hatari steht der israelfeindlichen und in größeren Teilen antisemitischen BDS-Bewegung nahe.

Bandmitglieder hielten während der Punktevergabe ausgerollte Banner mit der palästinensischen Flagge in die Fernsehkameras, sie lösten damit Buhrufe im Publikum aus. Die Aktion ereignete sich im sogenannten Green Room, wo die Künstler nach dem Auftritt interviewt werden.

Hatari steht der israelfeindlichen und in größeren Teilen antisemitischen BDS-Bewegung nahe.

Hatari waren mit dem Lied »Hatrið mun sigra« (Hass wird siegen) in Sado-Maso-Fetisch-Kostümen aufgetreten und erreichten letztlich Platz zehn. Sieger wurde der Niederländer Duncan Laurence (»Arcade«), Deutschland kam mit den S!sters (»Sister«) auf den vorletzten Platz.  dpa/ja

Berlin

Roland Berger sagt Preisverleihung ab

Zwei von drei Geehrten wollen den von Roland Berger gestifteten Preis nicht entgegen nehmen

 20.10.2019

Thriller

Der Mossad und die Russen

Daniel Silvas neues Buch »Der russische Spion« erzählt von Verschwörungen

von Aviv Roth  19.10.2019

Literatur

Schande fur di Gojim!

Kriminalromane aus Israel sind seit Jahren erfolgreich. Dabei hieß es lange, dass Juden keine Verbrecher sein könnten. Ein Essay von Michael Wuliger

von Michael Wuliger  19.10.2019

Autobiografie

Erinnern und Erforschen

Léon Poliakovs erstmals auf Deutsch vorliegende »Memoiren eines Davongekommenen« sind ein historischer Schatz

von Tobias Prüwer  19.10.2019

Wuligers Woche

Der jüdische Bestseller

Ein literarisches Marketing-Dramolett zum Start der Frankfurter Buchmesse

von Michael Wuliger  17.10.2019

Kochen

Aus Töpfen in aller Welt

Leah Koenig hat mit »The Jewish Cookbook« ein Standardwerk über die moderne jüdische Küche geschrieben

von Katrin Richter  16.10.2019