Hören!

Inspektor Goldberg in Baden-Baden

Jüdische Krimidetektive kommen in Deutschland so gut wie gar nicht vor. Auch Inspektor David Goldberg von Scotland Yard, der am Samstag, den 15. Januar, in einer vom Deutschlandfunk ausgestrahlten SWR-Produktion einen Fall löst, ist ein Importartikel. Benjamin Kuras, gebürtiger Tscheche, hat die Figur für die britische BBC entwickelt. Die Krimireihe um Goldberg, die dort seit fast 30 Jahren läuft, umfasst inzwischen acht Kriminalhörspiele. Einige davon sind dankenswerterweise ins Deutsche übersetzt und für den hiesigen Hörfunk neu bearbeitet worden.

russenmafia Nach Goldberg kehrt zurück (2009) und Goldberg in der Goldenen Stadt (2010) spielt der neueste eingedeutschte Fall des einzigen jüdischen Inspektors von Scotland Yard diesmal passenderweise auch in Deutschland – in Baden- Baden, dem laut Titel »wunderbar wahnsinnigen Weltbad«. Der russische Milliardär Goligorsky liegt dort an einem strahlenden Oktobermorgen tot in einem Waldstück. Was für ein Zufall, dass ausgerechnet Goldberg die Leiche entdeckt. Der passionierte Pilzesammler hatte in der Nähe nach Steinpilzen gesucht. Die zuständige Kommissarin vermutet hinter dem Mord die Russenmafia, und will den angeblich unlösbaren Fall möglichst schnell abschließen. Doch David Goldberg, obwohl inzwischen im Ruhestand, gibt sich mit dieser Erklärung nicht zufrieden und macht sich selbst an die Aufklärungsarbeit. Dabei hilft ihm seine Freundin Mrs. Goldstein, mit der er im Hotel Vier Jahreszeiten residiert. Denn Mrs. Goldstein hat Geburtstag und, dem Champagner sei’s gedankt, eine außerordentlich lebhafte Fantasie, dank der der pen- sionierte Inspektor dem Fall eine neue Wendung geben kann, die zur Lösung des Rätsels und zur Aufklärung des Verbrechens führt. ja

»Goldberg und das wunderbar wahnsinnige Weltbad«. Hörspiel von Benjamin Kuras, Deutschlandfunk, Samstag, 15. Januar, 0.05 Uhr

Filmfestspiele

Was die Berlinale diesmal bietet

Wieder läuft keine israelische Produktion im Wettbewerb. Dafür finden sich viele jüdische und israelische Perspektiven im gesamten Programm

von Sophie Albers Ben Chamo  11.02.2026

Berlinale

»Wir wollen die Komplexität aushalten«

Wenn die Welt um einen herum verrücktspielt, helfen nur Offenheit und Dialog, sagt Festivalchefin Tricia Tuttle

von Sophie Albers Ben Chamo  11.02.2026

Meinung

Oliver Pochers geschmacklose Witze über Gil Ofarim

Der Comedian verkleidet sich auf Instagram als Ofarim und reißt Witzchen über die Schoa. Während echte Komiker Humor stets als ein Mittel nutzen, um sich mit den Schrecken und Abgründen dieses Verbrechens auseinanderzusetzen, tritt Pocher nur nach unten

von Ralf Balke  11.02.2026

Nachruf

Israels verkanntes Musikgenie

Unser Autor hörte Matti Caspi schon als Kind bei einem Konzert im Kibbuz. Eine persönliche Erinnerung an den Sänger und Komponisten, der mit 76 Jahren an Krebs gestorben ist

von Assaf Levitin  11.02.2026

Kultur

Ensemble, Schmäh und Chalamet: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 12. Februar bis zum 18. Februar

 11.02.2026

»Imanuels Interpreten« (18)

Clive Davis: Der Produzent

Ohne die lebende Legende wäre die Welt um viele umwerfende Songs ärmer. Von Chicago über Whitney Houston bis hin zu Santana: Alle arbeiteten mit ihm

von Imanuel Marcus  11.02.2026

Beverly Hills

Mit Hudson, Chalamet, Spielberg: Hollywood-Größen feiern Oscar-Nominierungen beim Lunch

Dieses Mittagessen gehört in Hollywood zur Oscar-Tradition: Beim traditionellen Oscar-Lunch treffen die Nominierten zusammen. Auch Deutsche sind dabei

 11.02.2026

Leipzig

Fall Gil Ofarim: Behörde sieht keinen Anlass für Ermittlungen

Im RTL-Dschungelcamp äußert sich der Sänger überraschend zu seinem damaligen Verfahren um angebliche antisemitische Äußerungen. Zu neuen Ermittlungen führen seine Mutmaßungen aber nicht

 11.02.2026

Leipzig

Hotelmitarbeiter: Gil Ofarim inszeniert sich wie ein Opfer

Vor vier Jahren warf der Musiker dem Hotelmitarbeiter Markus W. vor, ihn aus antisemitischen Gründen nicht einchecken lassen zu haben. Die Vorwürfe waren erfunden. Nun äußert sich der Mitarbeiter erstmals

 10.02.2026