München

Hochschule erforscht jüdische Musikkultur

Eingangshalle der Hochschule für Musik und Theater in München Foto: imago/imagebroker

Die jüdische Musikkultur soll an der Hochschule für Musik und Theater in München künftig einen besonderen Stellenwert einnehmen. Dazu werde man am 30. März das Ben-Haim-Forschungszentrum eröffnen, teilte die Hochschule am Dienstag mit. Es solle das jüdische Musikleben im süddeutschen Raum erforschen.

Werke Ein Schwerpunkt sollen Biografien und Werke jüdischer Musiker und Komponisten während des Nationalsozialismus sein. Mit Hilfe der Forschung wolle man Wiederaufführungen und Dokumentationen von Werken ermöglichen. Zudem wolle man allgemeinbildenden Schulen Material zur Verfügung stellen.

»Unsere Hochschule setzt sich kontinuierlich für eine lebendige Erinnerungskultur ein«, sagte Hochschulpräsident Bernd Redmann. Die Hochschule ist in einem ehemaligen Repräsentationsbau der Nationalsozialisten untergebracht. Man sehe sich deshalb in einer besonderen historischen Verantwortung.

Zentrum Das Zentrum, dessen Gründung von der Stadt München unterstützt wird, ist nach dem Dirigenten und Komponisten Paul Ben-Haim benannt. Er wurde 1897 als Paul Frankenburger in München geboren und studierte an der Musikhochschule.

Später war er unter anderem Kapellmeister in Augsburg. 1933 wanderte er nach Palästina aus, wo er sich auch umbenannte in Ben-Haim. 1984 starb er in Tel Aviv.  dpa

Punk

»Gefilte Fuck« und andere Provokationen

Ein neuer Sammelband beleuchtet jüdische Identitäten, Antisemitismus und den Kampf dagegen in der Szene

von Pascal Beck  19.10.2026

Elfriede Jelinek

Virtuose Sprachkomponistin

Eine Würdigung der österreichischen Literaturnobelpreisträgerin zu ihrem 80. Geburtstag

von Christa Gürtler  19.10.2026

New York

Mike Tyson droht Supreme wegen verschwundener Israel-Flagge auf Hoodie

Bei dem Streit geht es um ein Hoodie, das neben dem Boxer mehrere Nationalflaggen zeigt. Plötzlich war nicht mehr die des jüdischen Staates darunter, sondern die Palästina-Fahne

 19.10.2026

Rezension

Wie wurden wir, was wir wurden?

Der Judaist Peter Schäfer erzählt in seinem Buch die Geschichte des aschkenasischen Judentums – faktengesättigt, klar gegliedert und mit einer provokanten These zu Mutterland und Diaspora

von Michael Wolffsohn  18.10.2026

Aufgegabelt

Salat mit gerösteten grünen Bohnen

Rezept der Woche

von Yotam Ottolenghi  18.10.2026

Ausstellung

Hinweise auf Hamas-Symbol - Museum Friedland verschiebt Schau

Bundespräsident Steinmeier war schon angekündigt, um die erweiterte Ausstellung des Museums Friedland bei Göttingen neu zu eröffnen. Nun verschiebt sich der Termin. Hintergrund ist ein antisemitisches Symbol

 18.10.2026

Großbritannien

Wegen Unterstützung von Palestine Action: Britischer Verlag nimmt Sally Rooneys Bücher vom Markt

Die irische Bestsellerautorin ist für ihre Unterstützung der in Großbritannien als Terrorgruppe eingestuften Organisation bekannt. Sie sei bereit, die Konsequenzen zu tragen, sagt Rooney

 16.10.2026

Wolf Biermann

»Israel ist mir näher als alle übrigen Länder dieser Welt«

Der Liedermacher wird 90 Jahre alt. Ein Gespräch über den Krieg gegen Unterdrückung, seine Eltern, den 7. Oktober und über neuen Faschismus

von Tobias Kühn  16.10.2026

Boca Raton (Florida)

Billy Joel kann derzeit weder Auto fahren noch auftreten

Der jüdische Sänger, Pianist und Komponist leidet unter einer Gehirnerkrankung

 16.10.2026