München

Hochschule erforscht jüdische Musikkultur

Eingangshalle der Hochschule für Musik und Theater in München Foto: imago/imagebroker

Die jüdische Musikkultur soll an der Hochschule für Musik und Theater in München künftig einen besonderen Stellenwert einnehmen. Dazu werde man am 30. März das Ben-Haim-Forschungszentrum eröffnen, teilte die Hochschule am Dienstag mit. Es solle das jüdische Musikleben im süddeutschen Raum erforschen.

Werke Ein Schwerpunkt sollen Biografien und Werke jüdischer Musiker und Komponisten während des Nationalsozialismus sein. Mit Hilfe der Forschung wolle man Wiederaufführungen und Dokumentationen von Werken ermöglichen. Zudem wolle man allgemeinbildenden Schulen Material zur Verfügung stellen.

»Unsere Hochschule setzt sich kontinuierlich für eine lebendige Erinnerungskultur ein«, sagte Hochschulpräsident Bernd Redmann. Die Hochschule ist in einem ehemaligen Repräsentationsbau der Nationalsozialisten untergebracht. Man sehe sich deshalb in einer besonderen historischen Verantwortung.

Zentrum Das Zentrum, dessen Gründung von der Stadt München unterstützt wird, ist nach dem Dirigenten und Komponisten Paul Ben-Haim benannt. Er wurde 1897 als Paul Frankenburger in München geboren und studierte an der Musikhochschule.

Später war er unter anderem Kapellmeister in Augsburg. 1933 wanderte er nach Palästina aus, wo er sich auch umbenannte in Ben-Haim. 1984 starb er in Tel Aviv.  dpa

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  15.02.2026

NS-Zeit

Die gleichen Stationen eines viel zu frühen Todes

Auch sie führte Tagebuch: Margot Frank war die wenig bekannte Schwester von Anne Frank. Doch ihre Erinnerungen gingen verloren

 15.02.2026

Trend

»Spiritually Israeli«: Antisemitismus als Meme

Warum ein Begriffspaar in den sozialen Medien gerade populär ist – und wieso es nichts mit Israel zu tun hat

von Nico Hoppe  15.02.2026

Reaktion

»Medialer Sturm«: Berlinale verteidigt Künstler

Nach Debatten bei den Filmfestspielen veröffentlicht Festivalchefin Tricia Tuttle einen Appell – und nimmt die Jury in Schutz

 15.02.2026

Aufgegabelt

Korkenzieher-Gurken mit Gochujang-Dressing

Rezepte und Leckeres

 14.02.2026

Berlinale

Nachdenken über Siri Hustvedt

Die Regisseurin Sabine Lidl hat eine sehenswerte Dokumentation über die amerikanische Schriftstellerin gedreht – ein Filmtipp

von Katrin Richter  14.02.2026

Berlinale

Arundhati Roy sagt Teilnahme ab

Als Begründung nannte sie die aus ihrer Sicht »unerhörten Aussagen« von Mitgliedern der Jury zum Gaza-Krieg

 14.02.2026

NS-Raubkunst

Wolfram Weimer kündigt Restitutionsgesetz an

»Eine Frage der Moral«: Der Kulturstaatsminister stimmt einem unter anderem vom Zentralrat der Juden geforderten Gesetz zu

 14.02.2026

Berlinale

Eine respektvolle Berlinale scheint möglich

Die 76. Berlinale hat mit Glamour, großen Gefühlen und einem wunderbaren Eröffnungsfilm begonnen. Respekt wurde großgeschrieben am ersten Tag. Nur auf der Pressekonferenz der Jury versuchte der Journalist Tilo Jung vergeblich zu polarisieren

von Sophie Albers Ben Chamo  13.02.2026