Aktion

»Hevenu Schalom Alechem« am Tag der Deutschen Einheit

Symbolfoto Foto: Chris Hartung

Am Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober soll bundesweit wieder öffentlich musiziert werden. Die Initiative »3. Oktober – Deutschland singt und klingt« plant die Aktion an ungefähr 250 Orten im ganzen Land, wie die Veranstalter am Montag mitteilten. Um 19 Uhr sollen dann jeweils zehn bekannte Lieder bei Kerzenschein gesungen werden.

Die Veranstalter wollen ein Zeichen für Frieden, Solidarität und Hoffnung setzen. Wie auch im vergangenen Jahr stellen sich die Initiatoren damit gegen den Krieg in der Ukraine. Manche Lieder werden etwa auf Russisch oder Ukrainisch gesungen. Hebräisch ist auch dabei, als Zeichen gegen Antisemitismus, sowie Türkisch - in Gedenken an die Erdbebenopfer in diesem Jahr.

»Hevenu shalom alechem« Im musikalischen Repertoire sind dieses Mal Songs wie »Die Gedanken sind frei«, »Tage wie diese«, »Oh Happy Day« oder »Hevenu shalom alechem«.

Das Projekt wird es nun das vierte Jahr in Folge geben. In dem Trägerverein sind Verbände wie etwa der Bundesmusikverband Chor & Orchester, der Verband Deutscher Konzertchöre sowie zivilgesellschaftliche und kirchliche Netzwerke und Verbände organisiert. Etwa 20.000 Sängerinnen und Sänger sowie Musikerinnen und Musiker bereiten sich auf die Aktion vor.

Die Schirmherrschaft hat der Präsident des Bundesrates und Erster Bürgermeister Hamburgs, Peter Tschentscher, inne. Das zentrale Bürgerfest der Bundesregierung zum Tag der Deutschen Einheit findet in diesem Jahr in Hamburg statt. dpa

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

"Es ist kein Einzelfall, dass jungen Frauen die Kette mit dem Davidstern vom Hals gerissen wird": Ute Cohen

Literatur

Kein Licht im Club der Versehrten

Ute Cohen zeigt in ihrem neuen Roman »Willents Brut« wie die deutschen Dämonen in einer Nachkriegsfamilie zerstörerisch nachwirken

von Stefan Meetschen  25.09.2026

Berlin

Vor 70 Jahren lief »Das Tagebuch der Anne Frank« auf deutschen Bühnen

Ihr Tagebuch gehört zur Weltliteratur. Das gleichnamige Theaterstück polarisierte dagegen

von Nikolas Ender  25.09.2026

Yotam Ottolenghi

Auch einfach lecker

Der israelisch-britische Koch hat sein neues Buch »Simple Too« in Berlin vorgestellt

von Katrin Richter  25.09.2026

Frankfurt

Jüdische Gemeinde Frankfurt erhöht Druck auf Hessischen Rundfunk

Im Streit um das in der NS-Zeit enteignete Grundstück der örtlichen B’nai-B’rith-Loge stehen nun auch personelle Konsequenzen im Raum

 25.09.2026

UEFA Nations League

Wirbel um Eckfahnen-Jubel nach Gelb-Rot für Israels Stürmer

Der israelische Stürmer Sayed Abu Farkhi schnappte sich beim Torjubel im Spiel gegen Österreich die Eckfahne - und wurde daraufhin vom Platz gestellt

 25.09.2026

Fernsehen

Adolf und seine »Akte«

Die fünfte Staffel von »Babylon Berlin« spielt 1933 zur Zeit von Hitlers Machtergreifung. Unterhaltung mit politischem Anspruch, aber stimmen die Fakten?

von Ayala Goldmann  25.09.2026

Berlin

Iris Berben: Antisemitismus entschieden entgegentreten

In Lesungen, Schulbesuchen oder öffentlichen Diskussionen tritt die Schauspielerin unermüdlich für jüdisches Leben ein. Dafür wurde sie nun ausgezeichnet - und erhält emotionale Worte von Igor Levit

 25.09.2026

Los Angeles

Rapper Macklemore kündigt »Free Palestine Tour« in Europa an

Wegen israelfeindlicher Äußerungen wurde der US-Rapper aus dem Vorprogramm der Tour von Popstar Ed Sheeran gestrichen. Jetzt kündigt er drei europäische Auftritte an

 25.09.2026