Auszeichnung

György Konrád erhält Buber-Rosenzweig-Medaille

Wird für sein entschlossenes Engagement für eine freie Gesellschaft ausgezeichnet: György Konrád Foto: Gregor Zielke

Der ungarische Schriftsteller György Konrád erhält die Buber-Rosenzweig-Medaille 2014. Der 1933 geborene Romancier und Essayist werde für sein entschlossenes Engagement für eine freie Gesellschaft gewürdigt, teilte der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Bad Nauheim mit. Konrád setze sich zudem »wider den Ungeist von Rassismus und Antisemitismus insbesondere in seinem Heimatland Ungarn« ein. Der undotierte Preis werde im Rahmen der Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit am 9. März 2014 in Kiel überreicht.

Konráds Werben für ein Europa, dessen Seele sich den Werten von Freiheit und Frieden, Vielfalt und Toleranz verdanke, stehe im Zentrum seiner Romane und Erzählungen wie auch seiner Essays und öffentlichen Reden, hieß es zur Begründung. Als europäischer Jude knüpfe er dabei nicht zuletzt an das dialogische Erbe Martin Bubers und Franz Rosenzweigs an. Damit verkörpere Konrád auf vorbildliche Weise, was die Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit in ihrem Jahresthema für 2014, »Freiheit – Vielfalt – Europa« zum Ausdruck bringen möchten.

Preisträger Die Buber-Rosenzweig-Medaille wird seit 1968 an Personen oder Institutionen vergeben, die sich um die Verständigung zwischen Christen und Juden verdient gemacht haben. Sie erinnert an die jüdischen Philosophen Martin Buber und Franz Rosenzweig.

Zu den früheren Preisträgern zählen der deutsch-iranische Schriftsteller Navid Kermani, der Violinist Yehudi Menuhin, der niederländische Schriftsteller Leon de Winter, der Architekt Daniel Libeskind sowie der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider. Das Fritz-Bauer-Institut in Frankfurt am Main sowie die Autorin und Übersetzerin Mirjam Pressler erhielten die Buber-Rosenzweig-Medaille 2013.

präsidium Wie der Rat weiter mitteilte, tritt der Bad Nauheimer Pfarrer Friedhelm Pieper die Nachfolge von Pfarrer Ricklef Münnich als Evangelischer Präsident des Deutschen Koordinierungsrates an. In das Präsidium wiedergewählt wurden als Jüdischer Präsident Landesrabbiner Henry G. Brandt (Augsburg) und als katholische Präsidentin Eva Schulz-Jander, Kassel. Der Historiker und geschäftsführende Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, Rabbiner Andreas Nachama (Berlin), wurde den Angaben zufolge erstmals in den erweiterten Vorstand gewählt. epd

Meinung

Warum ich mich für meine Teilnahme am »Dschungelcamp« niemals schämen würde

Die »Lindenstraßen«-Darstellerin Rebecca Siemoneit-Barum war 2015 bei der berühmt-berüchtigten RTL-Sendung in Australien dabei. Hier erzählt sie, was die Zeit im Dschungel bis heute für sie bedeutet

von Rebecca Siemoneit-Barum  08.02.2026 Aktualisiert

Kunst

Ausstellung zu Kriegsfotograf Robert Capa in Monschau

100 Schwarz-Weiß-Aufnahmen des berühmten Fotografen jüdischer Herkunft werden gezeigt

 08.02.2026

»Dschungelcamp«

Gil Ofarim im Finale: »Ich versteh’s selbst nicht«

In der Folge 15 des »Dschungelcamps« ging es erneut um Ofarims Umgang mit seinem falschen Antisemitismusvorwurf. Am Ende schafft es der Sänger in die Runde der letzten drei

von Martin Krauß  08.02.2026

Musik

Matti Caspi im Alter von 76 Jahren gestorben

Der Musiker ist nach langer Krankheit gestorben. Präsident Herzog würdigte ihn als einen »der größten israelischen Komponisten seiner Generation«

 08.02.2026

Geschichte

Spuren im Schnee

Garmisch-Partenkirchen erinnert an die Olympischen Winterspiele 1936 unter der NS-Herrschaft

von Martin Krauß  08.02.2026

Alice Zaslavsky

»Hühnersuppe schmeckt nach Heimat«

Die Kochbuch-Autorin kam als Kind mit ihrer Familie aus Georgien nach Australien und kennt die jüdische Gemeinde von Bondi Beach. Ein Gespräch über Verbundenheit, Gerüche und Optimismus

von Katrin Richter  08.02.2026

Zahl der Woche

6:3, 6:1

Fun Facts und Wissenswertes

 08.02.2026

Interview

»Isidor hätte es gefallen«

Shelly Kupferberg über ihren Bestseller »Isidor«, seine Inszenierung am Wiener Burgtheater und konstruktive Erinnerungsarbeit

von Mascha Malburg  08.02.2026

Aufgegabelt

Tahini-Mousse

Rezepte und Leckeres

 08.02.2026