Berlin

Grütters gibt NS-Raubkunst zurück an Erben

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) Foto: Uwe Steinert

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat drei als NS-Raubkunst identifizierte Kunstwerke an die Erben Armand Dorvilles zurückgegeben.

»Die Bundesregierung arbeitet und handelt im Bewusstsein der immerwährenden historischen Verantwortung Deutschlands, die von den Nationalsozialisten verübten Menschheitsverbrechen aufzuarbeiten«, sagte Grütters am Mittwoch in Berlin.

In diesem Sinne trage die Restitution zur Aufarbeitung des NS-Kunstraubs in Deutschland bei.

Das Aquarell »Dame im Abendkleid« und das Ölgemälde »Porträt einer Dame« von Jean-Louis Forain entstammen demnach dem Bestand Cornelius Gurlitts, die Zeichnung »Amazone mit aufbäumendem Pferd« von Constantin Guys war zuletzt in Privatbesitz.

Provenienz Der Besitzer dieses Werks, der anonym bleiben wolle, habe es im Zuge des »Kunstfunds Gurlitt« 2013 zur Beforschung der Provenienz zur Verfügung gestellt und zugesagt, es im Einklang mit den Washingtoner Prinzipien von 1998 zu behandeln und zurückzugeben.

Die Erben Armand Dorvilles wurden durch die Genealogenkanzlei ADD Associes aus Paris vertreten. Deren Teilhaber Antoine Djikpa und Antoine Delabre dankten Grütters und ihren Mitarbeitern »für die Art und Weise, wie mit dem sensiblen Thema umgegangen wurde und für ihr Engagement für Erinnerung und Gerechtigkeit«. kna

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