Wiesbaden

»Grenzgänger und Brückenbauer«

Artur »Atze« Brauner Foto: dpa

Wiesbaden

»Grenzgänger und Brückenbauer«

Artur Brauner wird auf dem Film-Festival »goEast« für sein Lebenswerk geehrt

 17.04.2015 10:31 Uhr

Das Filmfestival »goEast« widmet in diesem Jahr Artur »Atze« Brauner, dem großen Mann des deutschen Films eine besondere Hommage: Der in Polen geborene und als Jude in der Nazi-Zeit verfolgte 96-jährige Produzent wird mit einem Symposium als »Grenzgänger und Brückenbauer« gefeiert.

Brauner habe wie kein Zweiter den mittel- und osteuropäischen Film in den vergangenen Jahrzenten geprägt, so die Festivalleitung.

renommiert Während des »goEast«-Festivals vom 22. bis 28. April sind mehr als 100 Filme aus 30 Ländern in Kinos von Frankfurt bis Wiesbaden zu sehen.

Im 15. Jahr des renommierten Festivals des mittel- und osteuropäischen Films ringen zehn Spiel- und sechs Dokumentarfilme aus Ländern wie Russland, Polen, Slowakei, Serbien, Kroatien und Bulgarien um die mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Preise, wie Festivalleiterin Gaby Babic am Donnerstag in Wiesbaden sagte. Die Veranstalter hoffen auf bis zu 11.000 Besucher.

Der Wettbewerbssieger des »goEast«-Festivals im vergangenen Jahr, das vom polnischen Regisseur Pawel Pawlikowski gedrehte Drama Ida über eine zum Katholizismus konvertierte jüdische Nonne wurde Ende Februar in Hollywood mit dem Oscar als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet. epd

www.filmfestival-goEast.de

Wien

Israel zieht ins Finale des ESC ein

Noam Bettan überzeugt mit seinem Lied »Michelle« Jury und Publikum

von Martin Krauß  12.05.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Warum ich die schlechte Antwerpener Luft so manchem Insekt vorziehe

von Margalit Edelstein  12.05.2026

Ausstellung

Zerstörung bauen

Das Jüdische Museum Berlin würdigt das Werk von Daniel Libeskind und feiert den 80. Geburtstag des Architekten

von Thomas Sparr  12.05.2026

Eurovision Song Contest

Autor von Kultserie macht TV-Sender schwere Vorwürfe

Irlands Sender RTÉ boykottiert den diesjährigen ESC, weil Israel daran teilnimmt. Jetzt kommt Gegenwind: Drehbuchautor Graham Linehan will nicht, dass zeitgleich eine Episode der von ihm mitgeschaffenen Sitcom »Father Ted« ausgestrahlt wird

 12.05.2026

Serie

Filmemacher: Tagebuch von Etty Hillesum als Pflichtlektüre an Schulen

Die jüdische Autorin Etty Hillesum wurde 1943 in Auschwitz ermordet. Eine Serie über den Holocaust ist »Etty« jedoch nicht: Es geht vielmehr um ihr Leben und ihre Ideen - die heute höchst aktuell erscheinen

von Paula Konersmann  12.05.2026

Eurovision

Weimer fährt für Israels ESC-Auftritt nach Wien

»Es ist kein Ort, wo politische Dinge in dieser Dimension eine Rolle spielen sollten«, sagt der Kulturstaatsminister

 12.05.2026

Filmfestivals

Regisseurin: Filmfeste müssen politische Debatten aushalten

Wird es in Cannes ähnlich politisch wie bei der Berlinale?

 12.05.2026

Fernsehen

»Etty«: Eine junge Frau umarmt das Leben und trotzt der Vernichtung

Amsterdam 1941: Die jüdische Intellektuelle Etty Hillesum besiegt ihre Ängste und erlebt eine große Liebe. Sie führt Tagebuch, das viele weltweit berührt. Nun ist es verfilmt worden

von Annette Birschel  12.05.2026

Jubilar

Architektur als Zeichen der Hoffnung - Daniel Libeskind wird 80

Das Jüdische Museum Berlin, der Masterplan für Ground Zero in New York: Für den Amerikaner ist Bauen Teil der Erinnerungskultur

von Sigrid Hoff  12.05.2026