New York

Gibt es eine Reunion von Simon and Garfunkel?

Paul Simon (r.) und Art Garfunkel im April 1971 Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die beiden lange zerstrittenen amerikanischen Musiker Paul Simon (83) und Art Garfunkel (83) haben sich vertragen. »Ich habe vor ein paar Wochen mit Paul zu Mittag gegessen«, sagte Garfunkel der britischen »Times«.

»Es war das erste Mal seit vielen Jahren, dass wir zusammen waren. Ich habe Paul angeschaut und gesagt: ›Was ist passiert? Warum haben wir uns nicht gesehen?‹«, so Garfunkel gegenüber dem Blatt.

»Ich war ein Idiot«

Simon habe auf seine Frage geantwortet, dass ihn Aussagen Garfunkels in einem Interview vor vielen Jahren verletzt hätten. »Ich habe geweint, als er mir erzählt hat, wie sehr ihm das weh getan hat. Im Rückblick wollte ich wohl das Image des netten Typen von Simon and Garfunkel abschütteln. Wissen Sie was? Ich war ein Idiot.«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Als Simon & Garfunkel hatte das Duo jahrzehntelang Welterfolge gefeiert. Nun hätten sie verabredet, sich wieder zu treffen, sagte Garfunkel. »Wird Paul seine Gitarre mitbringen? Wer weiß. Für mich ging es darum, uns auszusprechen, bevor es zu spät ist. Ich hatte das Gefühl, es ist wieder wunderbar zwischen uns. Wenn ich darüber nachdenke, muss ich weinen. Ich kann noch seine Umarmung spüren.«

Die beiden im Abstand von nur wenigen Wochen im New Yorker Stadtteil Queens geborenen, jüdischen Musiker gehörten als Folkduo vor allem in den 60er und 70er Jahren zu den erfolgreichsten Stars der Musikszene.

Lesen Sie auch

Weitaus erfolgreicher

Hits wie »The Sound of Silence«, »Mrs. Robinson« und »Bridge Over Troubled Water« trafen das Gefühl der Zeit genau und gingen daher um die Welt. Nachdem sie sich zerstritten, machten beide solo weiter. Vor kurzem brachte Garfunkel ein Album mit seinem 33 Jahre alten Sohn Art Garfunkel Jr. heraus. Dieses Duo nennt sich Garfunkel and Garfunkel.

Paul Simon war seit dem Ende von Simon & Garfunkel weitaus erfolgreicher als sein früherer Musik-Partner. Mit Alben wie »One-Trick Pony« oder »Graceland« erreichte er Millionen Fans. Seine Songs wurden in großen Teilen der Welt andauernd im Radio gespielt. Lediglich sein Musical »Caveman« floppte.

Ob der beendete Streit zwischen Paul Simon und Art Garfunkel zu einer Wiederauflage von Simon and Garfunkel führen könnte, ist unklar. dpa/ja

TV-Tipp

Die Puppe mit dem Hitlergruß: Das turbulente Leben der Unternehmerin Käthe Kruse

»Ich kauf‘ Euch keine Puppen - macht Euch selber welche!« Max Kruses junge Geliebte nahm diese brüske Absage wortwörtlich und wurde berühmt. Arte zeichnet die bewegte Biografie von Käthe Kruse nach

von Manfred Riepe  11.03.2026

Amulette

Erfurter Ausstellung zeigt israelische Kunst

Die Galerie Waidspeicher zeigt Werke israelischer Künstlerinnen und 555 Hamsa-Amulette aus Jerusalem. Das Motiv der Hamsa in Form einer geöffneten Hand ist im Judentum, im Islam und im Christentum gebräuchlich

von Matthias Thüsing  10.03.2026

München

Ermittlungen zu Nazi-Parole gegen Fleischhauer eingestellt

Der Kolumnist bedient sich bei einem Podcast eines Slogans der Nationalsozialisten, um damit den AfD-Nachwuchs zu kritisieren. Deshalb wird gegen ihn ermittelt - jedoch nicht besonders lang

 10.03.2026

New York

Ben Stiller: »Krieg ist kein Film«

Immer wieder nutzt die US-Regierung bekanntes Film- oder Musikmaterial für eigene Videoclips - wohl ohne zu fragen. Jetzt beschwert sich deswegen Schauspieler Ben Stiller

 10.03.2026

Comedy

Streichelzoo mit Fischen

Die Serie »JoJo & Simha: Exploring Berlin3000« erzählt auf Social Media von drei tollpatschigen jüdischen Handwerkern der Zukunft

von Pascal Beck  09.03.2026

Women’s Asian Cup

Trump fordert von Australien Asyl für iranische Fußballerinnen

Die Spielerinnen hatten sich vor dem Anstoß im Robina Stadium geweigert, die iranische Nationalhymne zu singen

 09.03.2026

Magdeburg

Auftakt für jüdische Kultur in Sachsen-Anhalt

Ministerpräsident Sven Schulze betonte als Schirmherr die Bedeutung der Kulturtage als klares Signal der Solidarität mit Jüdinnen und Juden in Sachsen-Anhalt

 09.03.2026

Sprache

»Wat willste?«

Die Autorin Lea Streisand hat ein Buch über den vielleicht schönsten Dialekt des Deutschen geschrieben, das Berlinerische. Ein Besuch zwischen »ick«, »icke« und »dufte«

von Katrin Richter  08.03.2026

Berlin/Los Angeles

Weimer lädt Chalamet in die Oper ein: »Kann mal daneben liegen«

Interessiert sich wirklich niemand mehr für Oper und Ballett? So findet es zumindest »Marty Supreme«-Star Timothée Chalamet. Wie der Kulturstaatsminister den Oscar-Anwärter umstimmen will

 08.03.2026