Rapper Max Herre

Gespräche über Greta Thunberg

Max Herre beim Konzert von Freundeskreis bei der Kulturarena Jena Foto: imago/VIADATA

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg ist auch am Küchentisch von Musiker Max Herre (46) ein Thema. Es habe Diskussionen über die 16 Jahre alte Schwedin gegeben, die mit ihrem Protest vor dem schwedischen Parlament eine weltweite Bewegung für den Klimaschutz auslöste, sagte der Familienvater der Deutschen Presse-Agentur.

Agenda »Ich glaube, dass es interessant ist und toll ist, dass es immer wieder diese Menschen gibt, die es schaffen, andere Leute so zu inspirieren.« Thunberg sei mit einer Agenda gestartet, »aber bestimmt nicht der Agenda, ein populäres Mädchen zu werden, das so und so viele Anhänger hat, sondern mit einer Agenda für eine Sache.

Und wenn jemand damit durchkommt, und so ein leuchtendes Beispiel wird, dann ist das wichtig und inspirierend für uns alle«, erklärte der frühere Freundeskreis-Frontmann.

Klima-Debatte Es sei keine Zeit mehr, der Klima-Debatte auszuweichen: »Ich glaube, dass wir alle – mich inbegriffen – uns Fragen gefallen lassen müssen der Jungen und dieser Generation über unser Leben, über unseren Lebensstil, über das System, in dem wir leben und uns eingerichtet haben und uns bequem gemacht haben.«

Das gelte auch für die, die handeln müssten – auch da gebe es Hoffnung: »Politiker waren ja auch mal junge Leute, die irgendwie aus aktivistischen Überlegungen in die Politik gegangen sind.«

Sicher fühlten sich auch viele an den eigenen Idealismus und die Agenda erinnert, »die sehr pur ist zum Anfang einer politischen Karriere«, die sie dazu gebracht hätten, Politiker zu werden. »Und das finde ich eigentlich sehr heilsam.«  dpa

Zahl der Woche

7 Wochen

Fun Facts und Wissenswertes

 28.07.2026

Literatur

Von der Liebe in Zeiten der ’Ndrangheta

In seinem Tatsachenroman erzählt der italienisch-jüdische Autor Roberto Saviano die Geschichte einer verschwundenen Frau

von Knut Elstermann  28.07.2026

Aufgegabelt

Marokkanische Bällchen

Rezepte und Leckeres

 28.07.2026

Meinung

Das ibug-Festival 2025 – eine sächsische Documenta?

Antisemitismus in der Kunst: Auf dem internationalen ibug-Festival in Chemnitz wurden im vergangenen Jahr Werke gezeigt, die antisemitische Klischees reproduzierten. Droht dieses Jahr eine Wiederholung?

von Vladimir Shikhman  28.07.2026

London

Boy George veröffentlicht israelsolidarischen Song »We Will Dance Again«

Der britische Sänger stellt in seinem neuen Reggae-Lied klar: »Ich stehe auf der Seite der Juden.«

von Imanuel Marcus  28.07.2026

New York

Carly Simon hat Parkinson

Die Sängerin und Songschreiberin mit jüdischem Familienhintergrund kämpft mit zwei gesundheitlichen Problemen. Trotzdem hat es sie es geschafft, ein neues Album aufzunehmen

 28.07.2026

Filmkritik

»Blutspur Antwerpen« – Ein Lehrstück in Sachen Antisemitismus

Keine einzige Rezension hat den Krimi bislang als das gewertet, was er ist: Ein rassistisches Machwerk in Gestalt einer »antisemitischen Parabel«

von Achim Bühl  27.07.2026

Musik

Und sie erinnern sich doch

Die Bayreuther Festspiele begehen ihr 150. Jubiläum mit Nachdenklichkeit

von Maria Ossowski  27.07.2026

Bayreuther Festspiele

Michel Friedman in Bayreuth: Neue Ära der Aufarbeitung beginnt

Um offen mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit umzugehen, haben die Bayreuther Festspiele Michel Friedman als Redner eingeladen. Der Publizist rief eine neue Ära des Erinnerns aus

 26.07.2026