Leipzig

Geist und Wissenschaften

Auf dem Podium: Yfaat Weiss, Beate Schücking, Menachem Ben-Sasson und Matthias Kleiner (v.l.) Foto: Isabel Seelmann

Wie objektiv ist Wissenschaft, was können wir voneinander lernen, und welche Möglichkeiten gibt es für deutsche und israelische Zusammenarbeit in den Geisteswissenschaften? Diesen und anderen Fragen gingen am Donnerstagabend Wissenschaftler und Experten in Leipzig nach.

Jerusalem Matthias Kleiner von der Leibniz-Gemeinschaft, Yfaat Weiss, Direktorin des Leibniz-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, Beate Schücking, Rektorin der Universität Leipzig, und Menachem Ben-Sasson, Kanzler der Hebräischen Universität Jerusalem, diskutierten im Rahmen des Leibniz-Workshops »History & Material Cultures« über deutsch-israelische Kooperationen auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften.

Dabei blicken Sie auch auf eine lange Historie zurück: »Der erste kooperative Dialog zwischen Israel und Deutschland fand vor der Entwicklung der deutsch-israelischen Beziehungen 1965 in einem wissenschaftlichen Kontext statt«, erinnerte der israelische Botschafter Jeremy Issacharoff in seiner Einführung.

Neutralität Im Laufe des Abends kreisten die Diskussionen um die Spannungen zwischen Wissenschaft und Erinnerungspolitik und die damit verbundenen Herausforderungen für das wissenschaftliche Neutralitätsgebot. Einig waren sich alle über die Wichtigkeit des Austausches und der Kooperation.

Lesen Sie mehr in der kommenden Printausgabe.

Zahl der Woche

68 Prozent

Fun Facts und Wissenswertes

 13.10.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Virale Selbstverliebtheit oder Wie das gute alte Kochbuch verdrängt wurde

von Nicole Dreyfus  13.10.2026

Interview

»Ich bin keine Maschine«

Der Pianist Igor Levit über sein neu gegründetes Musiklabel, einen 16-Stunden-Auftritt und jüdische Witze

von Christine Schmitt  13.10.2026

TV-Tipp

Brillanter Anthony Hopkins glänzt in »One Life«

Leider erst nächtens zeigt das ZDF ein biografisches Drama über den Briten Nicholas Winton, der 1939 Kindertransporte von Prag nach London organisierte und damit mehrere hundert Kinder vor den Nazis rettete

von Jan Lehr  13.10.2026

Glosse

Wir stehen zum Existenzrecht Pakistans!

Absurder als im rot-rot-grünen Berlin wird’s nicht mehr

von Philip Fabian  13.10.2026

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit dem Völkerrecht erstaunlich ungenau

von Leeor Engländer  13.10.2026

Medien

Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum

Diaspora-Ministerium: »Antiisraelische Akteure und diejenigen, die Israel verleumden, sollten keinen Fuß in das Land setzen«

 13.10.2026

Erinnerungen einer deutschen Jüdin

Rabbinertochter und Gynäkologin

Rahel Straus: Eine Frauenärztin kämpfte Anfang des 20. Jahrhunderts gegen den Paragrafen 218

von Ellen Presser  13.10.2026

Noa Yedlin

Wenn das falsche Buch zum richtigen wird

»Romance« als Erfolgsrezept: Die israelische Autorin nimmt »ernste« Literatur und das Geschäft damit aufs Korn

von Nicole Dreyfus  13.10.2026