Leipzig

Geist und Wissenschaften

Auf dem Podium: Yfaat Weiss, Beate Schücking, Menachem Ben-Sasson und Matthias Kleiner (v.l.) Foto: Isabel Seelmann

Wie objektiv ist Wissenschaft, was können wir voneinander lernen, und welche Möglichkeiten gibt es für deutsche und israelische Zusammenarbeit in den Geisteswissenschaften? Diesen und anderen Fragen gingen am Donnerstagabend Wissenschaftler und Experten in Leipzig nach.

Jerusalem Matthias Kleiner von der Leibniz-Gemeinschaft, Yfaat Weiss, Direktorin des Leibniz-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, Beate Schücking, Rektorin der Universität Leipzig, und Menachem Ben-Sasson, Kanzler der Hebräischen Universität Jerusalem, diskutierten im Rahmen des Leibniz-Workshops »History & Material Cultures« über deutsch-israelische Kooperationen auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften.

Dabei blicken Sie auch auf eine lange Historie zurück: »Der erste kooperative Dialog zwischen Israel und Deutschland fand vor der Entwicklung der deutsch-israelischen Beziehungen 1965 in einem wissenschaftlichen Kontext statt«, erinnerte der israelische Botschafter Jeremy Issacharoff in seiner Einführung.

Neutralität Im Laufe des Abends kreisten die Diskussionen um die Spannungen zwischen Wissenschaft und Erinnerungspolitik und die damit verbundenen Herausforderungen für das wissenschaftliche Neutralitätsgebot. Einig waren sich alle über die Wichtigkeit des Austausches und der Kooperation.

Lesen Sie mehr in der kommenden Printausgabe.

7. Oktober

Maxim Biller und die Barbaren

In »Schwarze Samstage« kämpft der Schriftsteller mit den Folgen des Massakers in Israel – und zieht eine harte Linie zwischen Juden und »Gojim«

von Tobias Kühn  07.10.2026

TV-Tipp

»Phoenix« - herausragender Film über eine Holocaust-Überlebende

Christian Petzolds grandiose Parabel auf Deutschland im »Jahre Null«

von Felicitas Kleiner  07.10.2026

Programm

Musikalische Crossovers, Kontroverse, Krimi und Krav Maga: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 8. Oktober bis zum 14. Oktober

 07.10.2026

Deutscher Buchpreis

Hermeskeil ist stolz auf Shida Bazyar

Die Auszeichnung würdigt den Roman einer Autorin aus dem Hunsrück. Das gibt der Stadt neuen Anlass, sich mit den verdrängten Kapiteln seiner Geschichte auseinanderzusetzen.

von Ira Schaible, Sandra Trauner  07.10.2026

TV-Tipp

Zwischen Terror und Trauma

Eine Reportage von Jan Philipp Burgard auf WELT TV zeigt Israel und seine Menschen drei Jahre nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023

von Detlef David Kauschke  07.10.2026

Im Kino

Mutiges Biopic über Österreichs Ex-Kanzler: »Bruno – Der junge Kreisky«

Harald Sicheritz hat ein Biopic gedreht, das die politischen Kämpfe zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten, zwischen der Linken an sich und den Nationalsozialisten in den 1930er Jahren differenziert darstellt

von Sascha Westphal  06.10.2026

Literatur

Neues Jugendbuch von Holly-Jane Rahlens: Ein eher unbekanntes Kapitel deutsch-jüdischer Geschichte

Displaced Persons Camps der Nachkriegszeit: Sie stehen im Zentrum eines neuen Buches von Holly-Jane Rahlens. »Frostblüten« heißt und erzählt von der Freundschaft der jüdisch-polnischen Estera und der Berlinerin Lotte

von Nina Schmedding  06.10.2026

Aufruf

Buchpreis-Trägerin Shida Bazyar warnt vor AfD

Shida Bazyar ist mit dem diesjährigen Deutschen Buchpreis ausgezeichnet worden. In einem Vorab-Interview äußerte sie sich auch politisch

von Anita Hirschbeck  06.10.2026

Literatur

Shida Bazyar für ihren Roman »Die Lücken« mit Deutschen Buchpreis ausgezeichnet

Der Preis wurde am Montagabend im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse vergeben

 05.10.2026 Aktualisiert