Leipzig

Dubnow-Institut erforscht jüdische Migration

Foto: Dubnow-Institut 2019

Der Freistaat Sachsen fördert ein Projekt zur Erforschung jüdischer Emigration aus Osteuropa. Dazu werde das »Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow« in Leipzig die Wirkungen der Auswanderung von Juden aus der Sowjetunion und anderen osteuropäischen Staaten seit den 60er-Jahren untersuchen, teilte das sächsische Wissenschaftsministerium am Donnerstag in Dresden mit.

»Zahlreiche Juden haben ihre alte Heimat verlassen und eine neue gefunden«, erklärte Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). Die Erforschung der dadurch entstehenden Wirkungen auf Menschen und Gesellschaften halte sie »für einen wichtigen Aspekt jüngerer jüdischer Geschichte«, fügte sie hinzu.

ringvorlesung Die am Dubnow-Institut beschäftigte Historikerin Angelique Leszczawski-Schwerk wird für das Projekt demnach der Frage nachgehen, wie sich die Forschungslandschaften von Zielländern jüdischer Migration verändert haben. Begleitet werde das Projekt unter anderem durch eine Ringvorlesung mit internationalen Experten.

Die Ergebnisse sollen in einer Ausstellung und einer Publikation veröffentlicht werden. Zudem bietet das Projekt laut Ministerin Stange gute Chancen, die Zusammenarbeit des Dubnow-Instituts mit Partnern in Osteuropa weiter zu vertiefen.  epd

Zahl der Woche

2010

Funfacts & Wissenswertes

 21.04.2026

Theater

Eine Party der perfidesten Art

Simone Blattner inszeniert in Weimar den subversiv-doppelbödigen Text »Rechnitz (Der Würgeengel)« von Elfriede Jelinek

von Joachim Lange  21.04.2026

Biografie

Konzertmeister des Stardirigenten

In seinem neuen Buch über Herbert von Karajan bezieht sich der Historiker Michael Wolffsohn auch auf den Schoa-Überlebenden Michel Schwalbé. Ein Auszug

von Michael Wolffsohn  21.04.2026

Literatur

Neue Literatur zur Frage: Was bedeutet es, heute jüdisch zu sein?

Jüdische Gemeinschaften sind gespalten – nach dem Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023 und dem Gazakrieg. Viele Linke sehen sich in ihrem eigenen Umfeld mit Antisemitismus konfrontiert. Zwei neue Bücher liefern Denkanstöße

von Leticia Witte  21.04.2026

Kolumne

»Un-fucking-believable«

Als erste Israelin: Noga Erezʼ fast surrealer Auftritt auf dem Coachella Valley Festival

von Laura Cazés  21.04.2026

New York

»Der Teufel trägt Prada 2« feiert Premiere

Der 2006 erschienene erste Teil gilt als Kult. Die Premiere der Fortsetzung zieht die Prominenz in Scharen an. Wann startet das Werk in Deutschland?

 21.04.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Kamele an der Limmat oder wie Zürich mit Tradition umgeht

von Nicole Dreyfus  20.04.2026

Essay

Darf es mir gut gehen …?

Die Welt brennt an allen Ecken und Enden. Unsere Autorin Barbara Bišický-Ehrlich plädiert für die Hoffnung als Lebensprinzip in dunklen Zeiten

von Barbara Bišický-Ehrlich  20.04.2026

Los Angeles

Natalie Portman erwartet drittes Kind

Zwei Kinder hat sie bereits aus ihrer früheren Ehe

 20.04.2026