Die 34. Jüdisch-Israelischen Kulturtage Thüringen werden am Donnerstag nach einer Reihe von Programmänderungen gemeinsam von israelischen und iranischen Künstlern eröffnet. Geplant sei nun ein Doppelkonzert des Sharon-Mansur-Trios aus Haifa mit dem Ensemble Sistanagila, in dem israelische und iranische Künstler gemeinsam auftreten, teilte Festivalleiter Johannes Gräßer am Mittwoch in Erfurt mit. Dies sei eine Eröffnung »mit Signalwirkung«.
Zwischenzeitlich hatte das Sharon-Mansur-Trio als ursprünglich vorgesehener Konzertgast seine Teilnahme an den Kulturtagen wegen stornierter Flugverbindungen absagen müssen. Gräßer sagte, nach einer aufwendigen Anreise über Drittstaaten seien die Musikerinnen und Musiker doch noch in Deutschland angekommen.
Dialog in schwierigen Zeiten
Kurzfristig hatte die Festivalleitung das in Berlin ansässige Ensemble Sistanagila als Ersatz für das Eröffnungskonzert in Erfurt gewinnen können. Ihr Programm schlage musikalische Brücken zwischen Klezmer, sephardischen und persischen Traditionen, die sich mit modernen Einflüssen zu einem Plädoyer für den kulturellen Austausch verbinden. Gräßer nannte das daraufhin organisierte Doppelkonzert »ein starkes Zeichen für Dialog und Verständigung in schwierigen Zeiten.«
Die Kulturtage werden vom 5. bis 26. März in 16 Thüringer Städten ausgerichtet. Neben Konzerten bietet das Festival auch Lesungen, Stadtführungen, Diskussionen und Ausstellungen. Erwartet werden zur Eröffnung unter anderem Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, und Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU). epd