Reiseland Israel

»Die touristischen Regionen sind sicher«

Israels Tourismusminister Haim Katz (r.) und Ksenia Kobiakov, die Direktorin des Israelischen Verkehrsbüros in Berlin, bei der ITB Foto: ddk

Jerusalem, Eilat und Tiberias, Totes Meer, Galiläa und Negev: Israel präsentiert seine beliebtesten Destinationen auf der weltgrößten Tourismusmesse. Ungeachtet des andauernden Krieges gegen die Terrororganisation Hamas im Gazastreifen wirbt das Land als Reiseziel auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin.

Am Dienstag besuchte Israels Tourismusminister Haim Katz den israelischen Stand in Halle 21b auf dem Messegelände unterm Funkturm – und sprach vor Journalisten über die Pläne für den Neustart des Fremdenverkehrs in Israel.

»Die touristischen Regionen sind sicher«, betonte er. Wenn Israel für Touristen nicht sicher wäre, würde er nicht wieder zu Besuchen aufrufen. »Als Botschafter des Landes werden die Menschen nach Deutschland zurückkehren und ihren Freunden und Bekannten erzählen, wie schön und wie beeindruckend die Reise nach Israel gewesen ist.«

Kein Verständnis

Insofern habe er auch kein Verständnis dafür, dass es von der deutschen Regierung weiterhin eine offizielle Reisewarnung für das Land gebe. »Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, dass diese Warnung aufgehoben wird«, so Minister Katz.

Die Lage des Tourismus ist in Israel aufgrund der aktuellen Situation stark beeinträchtigt. So wurden beispielsweise im Januar nur knapp 60.000 Besucher gezählt, im Vergleich zu 260.000 im Vergleichsmonat des Vorjahres. Und eigentlich hätte das Jahr 2023 Rekordzahlen bringen sollen. Doch brachen die Zahlen nach dem Terrorangriff der Hamas ein. Der 7. Oktober hat alles verändert.

Nun treffe man Vorbereitung für den Neustart, wolle alles dafür tun, »dass Israel schnellstmöglich wieder auf das Radar der Tourismusindustrie zurückkehrt«, sagte Ksenia Kobiakov, die neue Direktorin des Staatlichen Israelischen Verkehrsbüros in Berlin.

Einzigartiges Reiseland

Derzeit würden bereits wieder 28 wöchentlich Direktflüge ab Deutschland angeboten, in den kommenden Wochen sollen weitere Airlines und Flüge hinzukommen. »Israel war schon immer ein einzigartiges Reiseland, daran hat sich auch nichts geändert«, so Kobiakov.

Auf dem israelischen Stand präsentieren sich rund 40 israelische Hoteliers, Reiseveranstalter, Vertreter von Fluggesellschaften und Tourismusverbänden.

Die ITB Berlin findet vom 5. bis 7. März auf dem Berliner Messegelände statt. Das Gastland der weltweit führenden Tourismusfachmesse ist in diesem Jahr Oman. ddk

Programm

Kleine Großstadtdektive, ein musikalischer Golem und Gespräche: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 5. bis zum 12. März

 03.03.2026

Kult-Comics

80 Jahre Lucky Luke: Der Cowboy mit dem smarten Pferd

Zwar trägt Lucky Luke keinen Davidstern. Der jüdische Autor René Goscinny trug aber entscheidend zum Witz und dem großen Erfolg der Serie bei

 03.03.2026

Berlin

Tuttle will bei Berlinale bleiben - ist der Streit vorbei?

Die US-Amerikanerin Tricia Tuttle leitet das renommierte Filmfestival seit 2024. Nach Vorwürfen und Kontroversen legt sie sich fest: Sie will weitermachen. Aber längst nicht alle Fragen sind geklärt

von Verena Schmitt-Roschmann, Sabrina Szameitat  03.03.2026

Berlin

Weimer: »Auf gutem Weg« zu zukunftsfester Berlinale

Die US-Amerikanerin Tricia Tuttle will Leiterin des Filmfestivals bleiben. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien reagiert knapp

 03.03.2026

Berlin

Tuttle: Will »in vollem Vertrauen« Berlinale-Chefin bleiben

Nach politischen Kontroversen wird lebhaft über die Zukunft der Berlinale diskutiert - und die ihrer Chefin. Im Interview erklärt Tricia Tuttle, wieso sie im Amt bleiben will

von Sabrina Szameitat  03.03.2026

Potsdam

Zentrum für jüdischen Film wird eröffnet

An der Filmuniversität Babelsberg soll Lea Wohl von Haselberg ein neues Zentrum für jüdischen Film und audiovisuelles Erinnern leiten

 03.03.2026

Doppel-Interview zu Holocaust-Forschung

»Wir streiten uns nicht über die Fakten«

Seit Wochen tobt im Feuilleton ein Streit über den Stellenwert der Kollaboration in den von Nazi-Deutschland besetzten Ländern. Erstmals diskutieren die Hauptprotagonisten, die Schoa-Historiker Jan Grabowski und Stephan Lehnstaedt, direkt miteinander

von Ayala Goldmann, Michael Thaidigsmann  03.03.2026

Berlin

Wirbel um Berlinale-Chefin: Tricia Tuttle hält an Amt fest

Wie geht es weiter bei der Berlinale? Es wurde lebhaft über die Zukunft des Filmfestivals und die Intendantin diskutiert. Nun äußert sie sich erstmals selbst dazu

 03.03.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Purim-Stress? Absolut zu empfehlen!

von Nicole Dreyfus  02.03.2026