Hören!

Der Sound des Nahen Ostens

Klarinette spielt sie auch: Hadar Noiberg Foto: promo

Querflöte und Jazz sind eine eher exotische Kombination. Außerhalb von Fachkreisen sind Namen wie Herbie Mann, Charles Lloyd, Jeremy Steig oder Yuseef Lateef kaum bekannt. Nicht gerade ausgetretene Pfade also, auf denen sich die israelische Flötistin Hadar Noiberg bewegt.

Kommende Woche startet die 1982 in Holon geborene Musikerin eine Konzertreise durch Deutschland. Die Tour führt durch sieben deutsche Städte, beginnend mit Freiburg am 24. Januar; sie endet am 6. Februar in Karlsruhe. Mitbringen wird Hadar Noiberg ihre aktuelle CD Journey Back Home sowie die beiden Männer ihres Trios »The Hadar Noiberg Project«.

Der Bassist Edward Pérez lebt nach zweijähriger musikalischer Feldforschung im peruanischen Hochland seit ein paar Jahren wieder in New York City. Dort ist auch der in Beer Sheva geborene Schlagzeuger Ziv Ravitz inzwischen zu Hause, der als Taktgeber der jungen israelischen Jazzszene gilt. Bekannt geworden ist Ravitz durch seine musikalische Zusammenarbeit mit der amerikanischen Jazz-Ikone Lee Konitz und dem Minsarah-Trio.

jemen Der »Big Apple« ist die eine große Inspirationsquelle für Hadar Noibergs Trio. Die andere sind die Klänge des »Mittleren Osten«, wie es oft so schön heißt, wenn eigentlich die Musik Israels gemeint ist. Die neun Titel von Journey Back Home sind nicht so sehr im afro-amerikanischen Jazz verhaftet, sondern spiegeln die Klangfarben von Noibergs und Ravitz’ Heimat wieder. Da passt es, dass auf dem Album noch ein weiterer Protagonist des israelischen Jazz mitspielt: Omer Avital.

Der Bassist und Oud-Spieler hat nicht nur eine Reihe von Alben herausgebracht, die die Musik Israels und die Folklore des Jemen spiegeln, dem Land seiner Ahnen. Avital ist auch der Gründer der Band »Yemen Blues«, eines der spannendsten israelischen Jazzprojekte der jüngeren Zeit. Auf deren Debütalbum spielt übrigens eine herausragende Flötistin mit: Sie heißt Hadar Noiberg.

Tourdaten unter
www.kultur-i-d-landschaft.de

Comedy

Streichelzoo mit Fischen

Die Serie »JoJo & Simha: Exploring Berlin3000« erzählt auf Social Media von drei tollpatschigen jüdischen Handwerkern der Zukunft

von Pascal Beck  09.03.2026

Women’s Asian Cup

Trump fordert von Australien Asyl für iranische Fußballerinnen

Die Spielerinnen hatten sich vor dem Anstoß im Robina Stadium geweigert, die iranische Nationalhymne zu singen

 09.03.2026

Magdeburg

Auftakt für jüdische Kultur in Sachsen-Anhalt

Ministerpräsident Sven Schulze betonte als Schirmherr die Bedeutung der Kulturtage als klares Signal der Solidarität mit Jüdinnen und Juden in Sachsen-Anhalt

 09.03.2026

Sprache

»Wat willste?«

Die Autorin Lea Streisand hat ein Buch über den vielleicht schönsten Dialekt des Deutschen geschrieben, das Berlinerische. Ein Besuch zwischen »ick«, »icke« und »dufte«

von Katrin Richter  08.03.2026

Berlin/Los Angeles

Weimer lädt Chalamet in die Oper ein: »Kann mal daneben liegen«

Interessiert sich wirklich niemand mehr für Oper und Ballett? So findet es zumindest »Marty Supreme«-Star Timothée Chalamet. Wie der Kulturstaatsminister den Oscar-Anwärter umstimmen will

 08.03.2026

Ausstellung

Das Tonband als Zeugnis

Das Jüdische Museum Berlin präsentiert Audio-Aufnahmen, die als Vorarbeiten zu Claude Lanzmanns epochalem filmischen Werk »Shoah« dienten

von Maria Ossowski  08.03.2026

Naturtalent

Der Mann hinter dem Vorhang: Vor zehn Jahren starb Garry Shandling

Der Komiker war kein Witze-Erzähler im klassischen Sinn. Er war ein Sezierer. Einer, der seine eigene Unsicherheit auf die Bühne trug wie andere ein Jackett

 08.03.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Mann, Mann, Mann ... eine Glosse zum Frauentag

von Margalit Edelstein  08.03.2026

Aufgegabelt

Chinakohlsalat mit süßscharfem Mohn-Dressing

Rezept der Woche

 08.03.2026