Medien

CNN-Präsident tritt wegen Beziehung in Firma zurück

Jeff Zucker tritt als Präsident von CNN zurück. Foto: imago images/MediaPunch

Medien

CNN-Präsident tritt wegen Beziehung in Firma zurück

Jeff Zucker: »Ich musste es offenlegen, als es begann, aber ich tat es nicht. Das war falsch.«

 03.02.2022 09:52 Uhr

Der Präsident des US-Nachrichtensenders CNN tritt wegen einer Beziehung innerhalb des Unternehmens mit sofortiger Wirkung zurück. In einer internen Nachricht schrieb Jeff Zucker CNN-Angaben zufolge, dass er im Zuge einer Untersuchung gegen Moderator Chris Cuomo nach einer einvernehmlichen Beziehung in dem Sender gefragt worden sei.

»Ich erkannte die Beziehung an, die sich in den letzten Jahren entwickelt hat. Ich musste es offenlegen, als es begann, aber ich tat es nicht«, schrieb der 56-Jährige. »Das war falsch. Aus diesem Grund trete ich heute zurück.«

PARTNERIN Zuckers Partnerin ist Marketing-Chefin Allison Gollust, die auf ihrem Posten bleibt. Gollust veröffentlichte ebenfalls eine Erklärung und bedauerte, die Beziehung nicht zur rechten Zeit öffentlich gemacht zu haben.

CNN ist einer der einflussreichsten amerikanischen und internationalen Nachrichtensender. Zucker startete bei dem Sender im Januar 2013. In den vergangenen Jahren bekam er auch wegen seiner öffentlichen Auseinandersetzungen mit Ex-US-Präsident Donald Trump Aufmerksamkeit. Als ehemaliger Chef des TV-Netzwerkes NBC hatte Zucker Trump zuvor eine Bühne für dessen Reality-Show »The Apprentice« geboten. dpa

Programm

Drei Chöre, 100 Synagogen und ein Unbezähmbarer: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 19. bis zum 26. März

 18.03.2026

Nachruf

Der die Debattenkultur formte

Jürgen Habermas prägte die Bundesrepublik, positionierte sich im »Historikerstreit«, setzte Begriffe und gab Orientierung. Zum Tod des großen Philosophen

von Johannes Heil  18.03.2026

Literatur

Als die Donau durch Kakanien floss

Zur Leipziger Buchmesse: Eine (jüdische) Vision für ein Europa der Regionen, Religionen und der Vielfalt

von Awi Blumenfeld  18.03.2026

Literatur

Gefühle und Zustände

Lena Gorelik schreibt über »Alle meine Mütter«

von Sharon Adler  18.03.2026

Sachbuch

Unter Gedächtnisbeton

Ines Geipel widmet sich in »Landschaft ohne Zeugen« der Rolle kommunistischer Häftlinge im KZ Buchenwald und der Nicht-Aufarbeitung in der DDR

von Steffen Alisch  18.03.2026

Sachbuch

Flucht nach Zaton Mali

Marie-Janine Calic schreibt in »Balkan-Odyssee 1933–1941. Auf der Flucht vor Hitler durch Südosteuropa« über Exilanten auf dem Balkan

von Alexander Kluy  18.03.2026

Jan Jekal

Als Billy Wilder vor dem FBI zitterte

»Paranoia in Hollywood« macht da weiter, wo die Geschichte der rettenden USA aufhört. Eine Achterbahnfahrt mit bitterem Ausgang

von Sophie Albers Ben Chamo  18.03.2026

Philosophie

Habermas, Israel und die Juden

Eine kritische Würdigung

von Frederek Musall  18.03.2026

Interview

»Die Toleranz gegenüber kontroversen Filmen ist seit dem 7. Oktober gesunken«

Die 11. Ausgabe des jüdischen Filmfestival Yesh! will das Judentum in seiner ganzen Vielfalt und Widersprüchlichkeit zeigen

von Nicole Dreyfus  18.03.2026