New York

Charlize Theron und Salma Hayek könnten gegen Weinstein aussagen

Charlize Theron am Wochenende bei den Golden-Globes-Awards Foto: imago

Die Hollywood-Schauspielerinnen Salma Hayek und Charlize Theron könnten als Zeuginnen in dem Prozess wegen sexueller Übergriffe gegen den früheren Film-Mogul Harvey Weinstein gehört werden. Ihre Namen stehen auf einer Liste von rund 90 möglichen Zeugen für den Prozess in New York, die Richter James Burke veröffentlichte.

Der angeklagte Weinstein erschien am Mittwoch erneut auf eine Art Rollator gestützt am Gericht, wo der zweite Tag der Jury-Auswahl auf dem Programm stand.

Am Montag hatte der Prozess gegen Weinstein begonnen. Zum Auftakt sorgte er für erhitzte Gemüter.

Eine Geschworenen-Jury auszusuchen, kann bei einem so schlagzeilenträchtigen Prozess mehrere Tage dauern - einige Beobachter gehen in diesem Fall sogar von bis zu zwei Wochen aus. Am Dienstag hatte rund ein Drittel der 120 potenziellen Juroren sofort gesagt, dass sie in diesem Fall befangen seien.

Nur 36 blieben als mögliche Juroren im Rennen. Insgesamt müssen zwölf Juroren und sechs Ersatzjuroren nun gefunden werden, bevor der Prozess mit den Auftaktplädoyers richtig losgehen kann.

Am Montag hatte der Prozess gegen Weinstein begonnen. Der einstige Produzent sorgte zum Auftakt für erhitzte Gemüter. Laut »The Guardian« hat der New Yorker Richter James Burke am zweiten Prozesstag dem 67-jährigen Angeklagten mit einem Gefängnisaufenthalt gedroht. Weinstein hatte im Gerichtssaal ohne Erlaubnis sein Mobiltelefon benutzt.

Insgesamt haben mehr als 80 Frauen Weinstein in den vergangenen Jahren sexuelle Übergriffe vorgeworfen.

In dem Prozess geht es um die Vorwürfe von zwei Frauen - Weinstein soll eine von ihnen 2006 zum Oral-Sex gezwungen haben, die andere soll er 2013 vergewaltigt haben. Der Prozess könnte insgesamt bis zu zwei Monate dauern. Bei einer Verurteilung droht dem 67-Jährigen eine lebenslange Haftstrafe.

Insgesamt haben mehr als 80 Frauen, darunter bekannte Schauspielerinnen wie Angelina Jolie, Uma Thurman und Salma Hayek, Weinstein in den vergangenen Jahren sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Die Anschuldigungen gegen Weinstein, im Herbst 2017 von der »New York Times« und dem Magazin »New Yorker« veröffentlicht und später mit dem Pulitzer-Preis gekrönt, haben die MeToo-Bewegung ausgelöst.

Überall auf der Welt erkannten Frauen und auch einige Männer ihre eigenen Geschichten in denen der Weinstein-Opfer wieder und begannen, sie unter dem Schlagwort »Me too« (»Ich auch«) zu sammeln.  dpa

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