Chagall-Ausstellung

Bereits mehr als 100.000 Besucher

Mehr als 100.000 Besucher haben in den vergangenen zwei Monaten die Ausstellung Chagall. Welt in Aufruhr der Schirn-Kunsthalle in Frankfurt am Main besichtigt. Bereits zwei Wochen nach der Eröffnung am 4. November seien alle öffentlichen Führungen ausgebucht gewesen, teilte die Schirn am Donnerstag mit.

Rund 3000 Kinder und Jugendliche hätten mit ihrer Schulklasse an einer Führung teilgenommen. Aufgrund des starken Zuspruchs würden die Öffnungszeiten für die bis 19. Februar geöffnete Ausstellung freitags und samstags bis 22 Uhr verlängert.

trauma Die 60 Gemälde, Papierarbeiten und Kostüme beleuchten nach den Worten des Schirn-Direktors Sebastian Baden eine bislang wenig bekannte Seite von Chagalls Schaffen, die Werke der 30er- und 40er-Jahre. In vielen von ihnen verdunkele sich die farbenfrohe Palette des Malers. Die Schau zeichne die Suche des Künstlers nach einer Bildsprache im Angesicht von Vertreibung, Verfolgung und Emigration nach. In vielen Werken stecke Tragik, Verzweiflung und Trauma jener Zeit.

Zu sehen sind Motive aus Chagalls jüdischer Heimat in der heute belarussischen Stadt Witebsk, Liebespaare mit dem Modell seiner Frau Bella oder der Gekreuzigte als Symbol der verfolgten und hingerichteten Juden. Die Ausstellung wurde in Kooperation mit dem Henie Onstad Kunstsenter in Oslo konzipiert, wo sie anschließend gezeigt wird. epd

TV-Tipp

Der Elvis der Violine

Ivri Gitlis ist ein Phantom. Er bespielte mit seiner Geige die großen Bühnen und musizierte mit den Stars der Musikbranche. Seinen Namen kennen heute aber nur die wenigsten. Eine Arte-Doku begibt sich auf Spurensuche

von Manfred Riepe  19.04.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der Jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  19.04.2026

Aufgegabelt

Falafel-Bowl mit Quinoa

Rezept der Woche

von Katrin Richter  19.04.2026

Eurovision Song Contest

Mehr als 1000 Prominente verteidigen Israels ESC-Teilnahme

Helen Mirren, Amy Schumer und Co: Internationale Persönlichkeiten unterzeichnen einen offenen Brief

von Sabine Brandes  19.04.2026

Eurovision Song Contest

»Der Künstler aus Israel kann per se natürlich nichts dafür, dass er aus Israel kommt, aber …«

Der deutsche Sänger und frühere ESC-Teilnehmer Michael Schulte ruft Israel zum freiwilligen Verzicht auf seine Teilnahme am Eurovision Song Contest auf

 19.04.2026

Kultur

Klein wünscht sich mehr Wehrhaftigkeit gegen Antisemitismus im Kulturbetrieb

Der Antisemitismus-Beauftragte Klein kritisiert einen geplanten Auftritt der palästinenisch-stämmigen DJ Sama‘ Abdulhadi im Juli in Hamburg

 19.04.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Beat statt Predigt: Wenn der Rabbiner für eine bessere Welt rappt

von Margalit Edelstein  19.04.2026

Kommentar

Hätte er doch einfach geschwiegen

Michael Schulte ist der erfolgreichste deutsche Teilnehmer des ESC der letzten Jahre. Und Schulte ist ein geschichtsbewusster Künstler. Umso befremdlicher sind seine Einlassungen zu Israel

von Daniel Killy  18.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Wir Juden sollten uns nicht verstecken. Wir sollten offen, laut und stolz sein - auch und insbesondere auf den jüdischen Staat

von Daniel Neumann  17.04.2026