Frankfurt

Ausstellung mit Bildern jüdischer Fotografinnen

»Mary Wigman beim Tanz« lautet der Titel des 1930 entstandenen Fotos von Carry und Nini Hess. Foto: dpa

Frankfurt

Ausstellung mit Bildern jüdischer Fotografinnen

Zu sehen sein werden rund 180 Original-Fotografien der Schwestern Nini und Carry Hess

 05.06.2020 10:12 Uhr

Das Museum Giersch der Frankfurter Goethe-Universität zeigt im Sommer des kommenden Jahres eine Sonderausstellung über Leben und Werk der jüdischen Fotografinnen Nini und Carry Hess.

Zu sehen sein werden rund 180 Original-Fotografien der Frankfurter Schwestern, teilte das Museum am Donnerstag mit. Ihr Atelier gehörte zu den renommiertesten der Weimarer Republik. Zahlreiche Prominente ließen sich dort porträtieren, darunter der Maler Max Beckmann, der Schriftsteller Thomas Mann und die Tänzerin und Choreografin Mary Wigman.

RAY 2021 Spezialisiert auf Porträt- und Theaterfotografien, schufen Nini und Carry Hess aber auch Tanz-, Akt-, Mode- und Architekturaufnahmen und prägten durch ihre Fotos das Bild der »Neuen Frau« in den 1920er-Jahren entscheidend mit. Die beiden jüdischen Fotografinnen wurden von den Nationalsozialisten verfolgt und ihr Atelier in der Pogromnacht 1938 vollständig zerstört. Nini Hess wurde in Auschwitz ermordet, ihre Schwester Carry starb 1957 im Exil.

Die Ausstellung soll vom 3. Juni bis 12. September 2021 stattfinden.

Die Sonderausstellung im Museum Giersch sei als Partnerprojekt in das Programm der 4. RAY-Fotografieprojekte Frankfurt-Rhein-Main aufgenommen worden, sagte die Direktorin des Museums, Birgit Sander.

»Wir freuen uns mit dem aufwendigen Forschungs- und Ausstellungsvorhaben zu Nini und Carry Hess Teil von RAY 2021 sein zu dürfen und so das Schicksal wie das Werk der beiden beeindruckenden Fotografinnen einem größeren Publikum bekanntmachen zu können,« so Sander.

Die Ausstellung soll vom 3. Juni bis 12. September 2021 stattfinden. epd

Leipzig

Nach Ofarims Dschungel-Triumph: Influencer sammelt Spenden für Markus W.

Der Mann, den der Musiker 2021 fälschlicherweise des Antisemitismus beschuldigt hatte, bedankt sich und plädiert für Transparenz

 17.02.2026

Tom Shoval

»Es ist schwer, den Kreis zu schließen«

Im Rahmen der Berlinale wird die Doku »A Letter to David« gezeigt, dieses Mal als komplette Version. Ein Interview mit dem Regisseur

von Katrin Richter  17.02.2026

Interview

»Diese Initiative kann eine Brücke sein«

Der Dokumentarfilmer Yair Qedar über den Berliner Auftakt zum ersten »Aleph Festival« der hebräischen Sprache und Kultur

von Helmut Kuhn  17.02.2026

Dschungelcamp

Was macht Gil Ofarim mit seinem Geld vom RTL-Dschungelcamp?

Er erhält eine Antrittsgage für seine Teilnahme bei »Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!« - und 100.000 Euro für die Krönung zum Dschungelkönig obendrauf. Das hat der Musiker mit dem Geld geplant

von Anna Eube  16.02.2026

Karneval

Gegen Judenhass in de Bütt gestiegen - diesen Redner muss man lieben

Bei der Mainzer Fastnacht hält »Till« eine bemerkenswerte Rede über den wachsenden Antisemitismus in Deutschland. Eine Wohltat für den sonst so schrecklich unpolitischen Karneval

von Martin Krauß  16.02.2026

Weltraumtechnologie

Wo Sterne und Start-ups funkeln

In der Wüstenstadt Mitzpe Ramon im Süden Israels soll in den nächsten Jahren eine »Space City« samt Mars-Simulation entstehen

von Sabine Brandes  15.02.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  15.02.2026

NS-Zeit

Die gleichen Stationen eines viel zu frühen Todes

Auch sie führte Tagebuch: Margot Frank war die wenig bekannte Schwester von Anne Frank. Doch ihre Erinnerungen gingen verloren

 15.02.2026

Trend

»Spiritually Israeli«: Antisemitismus als Meme

Warum ein Begriffspaar in den sozialen Medien gerade populär ist – und wieso es nichts mit Israel zu tun hat

von Nico Hoppe  15.02.2026