Berlin

Anne Frank Zentrum feiert 25-jähriges Bestehen

Eine Kopie von Anne Franks Tagebuch in der Ausstellung »Alles über Anne« im Anne Frank Zentrum in Berlin Foto: Verwendung weltweit

Berlin

Anne Frank Zentrum feiert 25-jähriges Bestehen

Seit der Gründung 1994 wurden Wanderausstellungen an Hunderten Orten in ganz Deutschland gezeigt

 05.12.2019 14:09 Uhr

Das Berliner Anne Frank Zentrum feiert am Samstag sein 25-jähriges Bestehen mit ganztägigem freien Eintritt in die Dauerausstellung Alles über Anne. Besucher müssten am Eingang nur das Kennwort »25 Jahre Anne Frank Zentrum« nennen, kündigte die Bildungseinrichtung am Donnerstag an.

Die Ausstellung informiert über die Lebensgeschichte von Anne Frank, die mit 15 Jahren Anfang 1945 im KZ Bergen-Belsen umkam. Die in einem Versteck vor den Nazis in einem Amsterdamer Geschäftshaus entstandenen Tagebücher des deutsch-jüdischen Mädchens gehören zur Weltliteratur.

förderverein Das Anne Frank Zentrum wurde 1994 als Förderverein gegründet, um eine internationale Wanderausstellung des Amsterdamer Anne Frank Hauses nach Berlin zu holen. Mittlerweile zeigt die in einem Hinterhaus am Hackeschen Markt in Berlin-Mitte ansässige Bildungseinrichtung deutschlandweit Wanderausstellungen zu Anne Frank sowie seit 2002 eine Dauerausstellung, die vergangenes Jahr neu eröffnet wurde.

Das Anne Frank Zentrum wurde 1994 als Förderverein gegründet, um eine internationale Wanderausstellung des Amsterdamer Hauses nach Berlin zu holen.

Die Geschichte des deutsch-jüdischen Mädchens zeige beispielhaft, wohin Antisemitismus führen könne, sagte der Direktor des Zentrums, Patrick Siegele, am Donnerstag. Über die Biografie Anne Franks ermögliche die Bildungseinrichtung Kindern und Jugendlichen einen einfachen Zugang zur Geschichte des Nationalsozialismus und eröffnet die Möglichkeit, Bezüge zur Gegenwart herzustellen.

Seit seiner Gründung war das Anne Frank Zentrum nach eigenen Angaben mit Wanderausstellungen an Hunderten Orten in ganz Deutschland präsent. Die Berliner Dauerausstellung haben den Angaben nach seit 2002 fast eine halbe Million Besucher gesehen.  epd

Zwickau

Ausstellung zu jüdischen Lebensgeschichten

Im Jahr 2022 ist in Zwickau eine alte Torarolle wiederentdeckt worden. Die Schrift der früheren jüdischen Ortsgemeinde bildet nun das Herzstück einer Ausstellung

 24.06.2026

Programm

Erinnerung, Entwurzelung, Erläuterung: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 25. Juni bis zum 2. Juli

 24.06.2026

Abschied

Musiker betrauern Clive Davis

Von Barbra Streisand über Carole King bis hin zu Billy Joel und von Earth, Wind & Fire bis Santana: Alle verabschieden sich von dem legendären Produzenten in Trauer und Dankbarkeit

von Imanuel Marcus  24.06.2026

Länger leben

Forscher drehen die biologische Uhr zurück

Israelischen Wissenschaftlern gelingt es, Alterungsprozesse in Lebern alter Mäuse umzukehren. Der Traum von der Verjüngung erscheint damit zumindest auf molekularer Ebene denkbar

von Sabine Brandes  23.06.2026

Social Media

Von Saftpäckchen und Zahlencodes

Auf der Online-Plattform TikTok versteckt sich Judenhass häufig hinter Zahlencodes, Emojis und Hashtags. Eine neue Studie untersucht die Besonderheiten des digitalen Antisemitismus

von Leon Stork  23.06.2026

Los Angeles/New York

Hitler-, Grusel- und Helden-Parodien: Mel Brooks wird 100

Nur wenige haben einen Oscar, Emmy, Tony und Grammy gewonnen. Das jüdische Multitalent Mel Brooks zählt dazu. Jetzt wird der Komiker und Regisseur 100 - und zeigt, dass er noch immer Menschen zum Lachen bringt

von Barbara Munker  23.06.2026

Kommentar

Wer kann das noch ernst nehmen?

Immer mehr zeigt sich: Anmoderation und Exekution von Unwahrheiten und falschen Fakten vor einem Millionenpublikum sind kein ärgerlicher Ausrutscher, sondern gezielte Agitation

von Daniel Killy  23.06.2026

Essay

Fallstricke des Wokeismus

Gegenerzählungen zur westlichen Kolonialgeschichte bilden ein berechtigtes Korrektiv, aber was über Israel verbreitet wird, bedarf grundlegender Korrekturen

von Richard Blättel  22.06.2026

Hören

»Amalie’s Cosmos«

Die in Paris geborene Harfenistin Anne-Sophie Bertrand stellt eine deutsch-jüdische Salonnière ins Zentrum ihres neuen Albums

von Claudia Irle-Utsch  22.06.2026