Frankfurt/Main

Anne Frank für Jugendliche Identifikationsfigur

Graffito am Anne Frank Zentrum in berlin Foto: imago images / Joko

Auch 75 Jahre nach der Erstveröffentlichung ihres Tagebuchs ist Anne Frank nach Einschätzung des Leiters der Anne Frank Bildungsstätte in Frankfurt eine Identifikationsfigur für junge Menschen.

»Anne Franks Kampfgeist und die humanistische Botschaft ihres Tagebuchs inspirieren Kinder und Jugendliche, die sich gegen Ausgrenzung und Diskriminierung empören genauso wie Erwachsene, die dem erstarkenden Rechtspopulismus etwas entgegensetzen wollen, oder die Fridays-for-Future-Bewegung, die ihr Engagement für Klima- und Umweltschutz mit Fragen nach Gerechtigkeit verbindet«, sagte Meron Mendel, der Direktor der Bildungsstätte, der Deutschen Presse-Agentur.

Tagebuch Auch die Form des Tagebuchschreibens und Dokumentieren des Erlebten hole Jugendliche ab, sagte Mendel. »Das betrifft nicht nur die «Generation Selfie»: Jede Generation findet einen neuen Zugang in der Auseinandersetzung mit Anne Franks Tagebuch – sei es in der Comic-Ausgabe, im Film oder auf Instagram und TikTok.«

Der Teenager Anne Frank biete auch heute noch ein enormes Identifikationspotential und einen Zugang für die Auseinandersetzung mit Konflikten der Gegenwart. »In ihrem Tagebuch beschäftigt sie sich mit Antisemitismus und verschiedenen Formen der Ausgrenzung, mit Fragen nach Krieg und Frieden, nach einer besseren Welt, mit Menschenrechten und Demokratie«, begründete Mendel. dpa

Berlin

Tricia Tuttle pocht auf Unabhängigkeit der Berlinale

Die Festival-Intendantin bleibt - und hat Empfehlungen für die weitere Arbeit des Filmfestivals auf den Weg bekommen. Wie schaut sie darauf?

 06.03.2026

Erfurt

Jüdisch-Israelische Kulturtage in Thüringen eröffnet

Die diesjährigen Jüdisch-Israelischen Kulturtage bringen israelische Kultur nach Thüringen und setzen mit Konzerten, Lesungen und Debatten ein Zeichen gegen Antisemitismus. Die Eröffnung stand im Zeichen der aktuellen Kämpfe im Nahen Osten

 06.03.2026

Forschungsprojekt

Hochschule für Jüdische Studien will Schüler handlungsfähig machen

Antisemitischer Hass ist im Netz allgegenwärtig. Ein neues Projekt erforscht jetzt linken Judenhass - und befähigt Schüler, der Hetze entgegenzutreten. Entscheidend dabei: Medienkompetenz und historisches Wissen

von Volker Hasenauer  06.03.2026

Medien

»Unverhohlen antisemitisch«: Scharfe Kritik an »taz«-Kommentar zu Josef Schuster

Eine Redakteurin der linken Tageszeitung schreibt, der Zentralratspräsident solle zum Irankrieg »einfach mal die Klappe halten«. Vertreter der jüdischen Gemeinschaft reagieren mit schweren Vorwürfen

von Joshua Schultheis  06.03.2026

Tel Aviv

»Michelle«: Israel stellt seinen Eurovision-Song 2026 vor

Das von Noam Bettan gesungene Lied kann man nun auch hören

 06.03.2026

8. März

Zurück an den Herd? Kommt nicht infrage!

Femizide erreichen Rekordzahlen, narzisstische Männer regieren die Welt. Liebe Frauen, steht dagegen auf, anstatt euch ins Privatleben zurückzuziehen! Ein Appell von Adriana Altaras

von Adriana Altaras  06.03.2026

Interview

»Der Kampf gegen Antisemitismus ist nicht die Aufgabe jüdischer Filme«

In Potsdam wurde das deutschlandweit erste universitäre Zentrum für jüdischen Film gegründet. Ein Gespräch mit der Leiterin Lea Wohl von Haselberg über schwierige Definitionen, kommende Projekte und eine zunehmend polarisierte Debatte

von Joshua Schultheis  05.03.2026

Berlin

»Nicht länger tragbar«: Rauswurf von Berlinale-Chefin Tricia Tuttle gefordert

»Das internationale Filmfestival in Berlin hat sich in den letzten drei Jahren in ein Antisemitismus-Festival verwandelt«, heißt es in einer Petition. Diese fordert zwei bestimmte Konsequenzen

 05.03.2026 Aktualisiert

Zahl der Woche

8,90 Euro

Funfacts & Wissenswertes

 05.03.2026