Mailand

»Wir fühlen uns alle bedroht«

Polizei am Tatort: Am Donnerstagabend wurde der 40-jährige Nathan Graff von einem Unbekannten angegriffen und mit mehreren Messerstichen verletzt. Foto: dpa

Nach einer Messerattacke auf einen Juden in Mailand haben die italienischen Behörden die Sicherheitsvorkehrungen an jüdischen Einrichtungen der Stadt verschärft. Der 40-Jährige, der eine Kippa trug, war am Donnerstagabend von einem Unbekannten angegriffen und mit mehreren Messerstichen verletzt worden, wie italienische Medien berichten. Die Tat ereignete sich vor dem koscheren Restaurant »Carmel«. Bei dem Opfer handelt es sich den Angaben zufolge um den Schwiegersohn eines Mailänder Rabbiners.

solidarität »Es herrscht ein Klima des Hasses, wir fühlen uns alle bedroht«, sagte die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Rom, Ruth Dureghello. Auch das islamische Zentrum in Mailand verurteilte den Angriff. »Wenn ein Passant auf der Straße mit einem Messer angegriffen wird, steht unsere Solidarität außerfrage«, sagte dessen Präsident Abdel Hamid Shaari.

Gewaltsame Angriffe auf Zivilisten seien unabhängig von den Motiven zu verabscheuen, sagte der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder. »Es ist die Pflicht von Italien Regierung, ihre Bürger zu schützen und gegen jede Form von Hass und Hetze hart durchzugreifen«, forderte Lauder. Nach Angaben des Jüdischen Weltkongresses handelt es sich bei dem Opfer um Nathan Graff, der auch die israelische Staatsangehörigkeit besitzt. epd

Großbritannien

Der erste Jude in 1000 Jahren

Nick Rubins ist neuer Sheriff von Nottingham – und hat nur bedingt mit Robin Hood zu tun

von Sophie Albers Ben Chamo  20.04.2024

Ungarn

Europäisch und zeitgemäß

Das einzige jüdische Theater heißt Gólem und ist jünger und provokanter, als die meisten erwarten

von György Polgár  18.04.2024

Großbritannien

Seder-Tisch für die Verschleppten

131 Stühle und zwei Kindersitze – einer für jede Geisel – sind Teil der Installation, die in London gezeigt wurde

 18.04.2024

Medien

Die Mutter einer Geisel in Gaza gehört zu den »einflussreichsten Menschen 2024«

Das Time Magazine hat seine alljährliche Liste der 100 einflussreichsten Menschen des Jahres veröffentlicht. Auch dieses Mal sind wieder viele jüdische Persönlichkeiten darunter

 18.04.2024

Indonesien

Unerwartete Nähe

Das Land mit der größten muslimischen Bevölkerung der Welt will seine Beziehungen zu Israel normalisieren

von Hannah Persson  18.04.2024

Schweiz

SIG begrüßt Entscheidung für Verbot von Nazi-Symbolen

Wann die Pläne umgesetzt werden, bleibt bisher unklar

von Imanuel Marcus  17.04.2024

Judenhass

Antisemitische Vorfälle in den USA um 140 Prozent gestiegen

Insgesamt gab es 8873 Übergriffe, Belästigungen und Vandalismusvorfälle

 17.04.2024

Chile

Backlash nach Boykott

Mit israelfeindlichem Aktionismus schadet das südamerikanische Land vor allem sich selbst

von Andreas Knobloch  16.04.2024

Kiew

Ukraine bittet um gleichen Schutz wie für Israel

Warum schützt der Westen die Ukraine nicht so wie Israel? Diese Frage stellt der ukrainische Staatschef Selenskyj in den Raum

von Günther Chalupa  16.04.2024