Ukraine

Warum starb der Mäzen von Kharkiv?

Stadtansicht von Kharkiv Foto: dpa

Vadim Vishnevsky, Vorsitzender des Rats der Regionen der jüdischen Gemeinden der Ukraine und Vizepräsident der Jewish Foundation der Ukraine, ist an einer Kopfschussverletzung gestorben. Das berichtete die ukrainische Zeitung Vesti. Die genaue Todesursache ist bisher unklar.

Wie die Jewish Telegraphic Agency (JTA) meldete, war Vishnevsky am 20. November von seinem Büro ins Krankenhaus gebracht worden, wo er am selben Tag seinen Verletzungen erlag. Ein Unbekannter berichtete laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax, es sei eine Notiz gefunden worden, in der Vishnevsky angeblich von Selbstmord geschrieben haben soll.

todesumstände Die Polizei untersucht derzeit die Todesumstände des prominenten Mitglieds der jüdischen Gemeinde von Kharkiv. Laut ukrainischen Medienberichten soll es dabei angeblich auch um die wirtschaftliche Situation des Toten gehen.

Vishnevsky war einer der größten Aktionäre der Kharkiv Golden Gate Bank und ein bekannter Mäzen in der Ukraine. Er gehörte auch zu den Initiatoren des Denkmals zum Andenken an rund 15.000 Juden, die die Nazis bei Kharkiv ermordet hatten. Außerdem finanzierte er die Renovierungsarbeiten an der Synagoge von Kharkiv mit. Vadim Vishnevsky hinterlässt eine Frau und drei Kinder. ja

USA

Top-Cop im Dilemma

Jessica Tisch, New Yorks erste jüdische Polizeipräsidentin, bleibt auch unter dem antizionistischen Bürgermeister Zohran Mamdani im Amt – zumindest vorerst

von Katja Ridderbusch  18.01.2026

USA

Old Shul

Bundesrichter Alvin K. Hellerstein leitet das Verfahren gegen Venezuelas Ex-Präsidenten Nicolás Maduro. Er ist 92 Jahre alt und orthodoxer Jude

von Michael Thaidigsmann  18.01.2026

Italien

Licht der Erinnerung

Die Juden Lecces wurden 1541 aus dem Königreich Neapel vertrieben. Fast 500 Jahre später wird ihre Geschichte in dem kleinen »Museo Ebraico« zu neuem Leben erweckt – dank zweier engagierter Familien

von Lydia Bergida  17.01.2026

Der Eruv kann auch teilweise aus ergänzten bei der Sigi-Feigel-Terrasse

Schweiz

Ein Eruv für Zürich

Unsichtbar im Stadtbild, spürbar im religiösen Alltag. Die größte jüdische Gemeinschaft der Schweiz spannt einen symbolischen Faden – und macht jüdisches Leben sichtbarer

von Nicole Dreyfus  16.01.2026

England

Maccabi-Fan-Bann: Ministerin entzieht Polizeichef das Vertrauen

Ein Bericht zum Agieren der West Midlands Police beim Ausschluss von Fans des israelischen Vereins Maccabi Tel Aviv vom Spiel gegen Aston Villa hat schwere Fehler zutage gefördert

 15.01.2026

Irak

Humor als Waffe

Elizabeth Tsurkov berichtet über ihre 903 Tage als Geisel einer pro-iranischen Terrormiliz und was ihr beim Überleben half

von Michael Thaidigsmann  15.01.2026

Auszeichnung

Vier Deutsche mit Obermayer Awards ausgezeichnet

Seit dem Jahr 2000 verleiht die amerikanische Obermayer-Stiftung jährlich einen Geschichtspreis an Heimatforscher und Gedenk- und Aufarbeitungsprojekte in Deutschland. In diesem Jahr werden vier Personen und eine Initiative geehrt

 13.01.2026

Nachruf

Zum »idealen arischen Baby« erklärt: Hessy Levinsons Taft gestorben

Der Fotograf sagte Tafts Familie damals, er habe bewusst das Foto eines jüdischen Kindes eingereicht, um die Rassenideologie der Nazis ad absurdum zu führen

von Imanuel Marcus  13.01.2026

Jackson

Brandanschlag auf Synagoge in Mississippi

Zwei Torarollen hat das Feuer vollständig zerstört. Der Verdächtige wurde vom FBI gefasst. Er bezeichnete das Gebäude während eines Verhörs als »Synagoge Satans«.

 12.01.2026 Aktualisiert