Italien

Wandgemälde an Holocaust-Gedenkstätte in Mailand verunstaltet

Dieses Bild des italienischen Streetart-Künstlers aleXsandro Palombo wurde beschmiert. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Unbekannte haben ein Wandgemälde an einer Holocaust-Gedenkstätte in der norditalienischen Metropole Mailand mit schwarzen Schmierereien verunstaltet. Das Bild des italienischen Streetart-Künstlers aleXsandro Palombo zeigt die Zeichentrick-Familie »Die Simpsons« und porträtiert diese als eine in die Konzentrationslager der Nationalsozialisten deportierte jüdische Familie.

Auch die sogenannten Judensterne, eine den Juden von den Nationalsozialisten aufgezwungene Kennzeichnung, die auf den Häftlingsuniformen der Simpsons zu sehen waren, wurden mit schwarzer Farbe überdeckt.

Identifizierung Der Vorfall an der Gedenkstätte »Memoriale della Shoah« ereignete sich Medienberichten zufolge bereits am Dienstag. Anhand von Aufnahmen der Überwachungskameras werde man versuchen, den oder die Täter zu identifizieren, sagte der Präsident der Gedenkstätte, Roberto Jarach, der Zeitung »La Stampa«.

»Was uns beunruhigt, ist, dass wir in dieser Tat eine mögliche revisionistische und antisemitische Tendenz sehen.« Er hoffe auf die Solidarität und Empathie der Bürger Mailands im Kampf gegen Antisemitismus, so Jarach.

Das »Memoriale della Shoah« am Mailänder Hauptbahnhof erinnert seit 2013 an die Deportation italienischer Juden und politischer Gefangener in deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager. Vom Gleis 21 waren zwischen 1943 und 1945 insgesamt 20 Transporte abgegangen. dpa

Weimar

Gedenkstätte Buchenwald bittet um Spenden für Kyryl Romantschenko

Die Familie Romantschenko ist der Gedenkstätte Buchenwald seit Jahrzehnten eng verbunden. Nun benötigt der 18-jährige Kyryl Romantschenko Unterstützung

 19.09.2026

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  19.09.2026

Großbritannien

Burnham will Beschränkungen für katholische und jüdische Premiers abschaffen

Die Regierung in London legt einen Gesetzentwurf zur Aufhebung religiöser Beschränkungen vor, die aus dem 19. Jahrhundert stammen

 18.09.2026

Synagoge in Mailand (Archiv)

Mailand

»Niemand wird mich hier erniedrigen«

Nach antisemitischer Attacke durch arabische Männer: Jetzt spricht der angegriffene Rabbiner

 17.09.2026 Aktualisiert

Nachruf

Peter Max: Der Künstler hinter den bunten Bildern der Hippie-Ära

Peter Max Finkelstein ist tot. Er wurde in Berlin geboren. Seine Familie und er flohen vor den Nazis nach Shanghai und kamen später über Israel nach Amerika.

 17.09.2026

München

Rabbiner: Plan gegen islamistischen Terror ist Vorbild für Europa

Mit einem Zehn-Punkte-Plan sollen in Deutschland Radikalisierung und islamistischer Terror bekämpft werden. Zustimmung kommt von Rabbinern, die über die Landesgrenzen hinaus denken

von Leticia Witte  17.09.2026

Hilfe in Zeiten des Krieges

Wie geht es Juden in der umkämpften Ukraine und im angrenzenden Rumänien? Unser Autor begleitete eine ZWST-Delegation auf ihrer Reise nach Czernowitz und Suceava

von Michael Thaidigsmann  17.09.2026

Der jüdische Kardinal

Den einen zu jüdisch, den anderen zu katholisch: Heute vor 100 Jahren wurde Aron Jean-Marie Lustiger geboren

von Andrea Krogmann  16.09.2026

Judenhass

»Während er mir in den Kopf schneidet, sagt er: ›Die Juden erschießen Kinder‹«

Eine neue Dokumentation enthüllt ein erschreckendes Ausmaß an Antisemitismus im britischen Gesundheitssystem

 16.09.2026