USA

Vom Congress zum Committee

Der 55-Jährige Ted Deutch wird im Oktober die Leitung des AJC übernehmen. Foto: imago images/ZUMA Wire

Im September wird David Harris 73 Jahre alt. Eine Woche später wird der langjährige Geschäftsführer des American Jewish Committee (AJC), eine der größten und ältesten jüdischen Organisationen weltweit, seinen Posten räumen.

Seit 1979 ist Harris beim AJC, seit 1991 dessen CEO. Der Verband, der in zahlreichen europäischen Hauptstädten Dépendancen unterhält, ist eng mit seinem Namen verbunden. Israels verstorbener Präsident Schimon Peres bezeichnete den für seine Reisetätigkeit und seine diplomatischen Kontakte bekannten Harris einst als »Außenminister des jüdischen Volkes«.

CHEFSESSEL Nachfolger soll ein amtierender Abgeordneter der Demokratischen Partei werden. Es handelt sich um Ted Deutch. Der 55-Jährige gab am Montag bekannt, er werde seine politische Karriere beenden und bei der Neuwahl des Repräsentantenhauses im Herbst nicht mehr antreten. Stattdessen wechselt Deutch auf den Chefsessel des AJC.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Seit 2010 vertritt er einen Wahlkreis in der Region Fort Lauderdale im Kongress. Zuvor war Deutch Mitglied des Senats des Bundesstaates Florida. Der promovierte Jurist ist Spross einer jüdischen Familie aus Pennsylvania mit weißrussischen und russischen Vorfahren.

Deutch ist aktuell Vorsitzender des Ethikausschusses des Repräsentantenhauses sowie Mitglied im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten und im Justizausschuss. Er gilt als einer der wichtigsten Unterstützer Israels im Kongress. Dort gründete und leitete er auch eine überparteiliche Taskforce zur Bekämpfung des Antisemitismus. Gemeinsam mit seiner Frau Jill hat er drei erwachsene Kinder. mth

Kino

Unter einem guten Stern

Jüdische Themen sind im französischen Kino immer wieder sehr gut aufgehoben. Auch »Nur ein kleines bisschen Glück« trifft mit Leichtigkeit mitten ins Herz

 11.09.2026

Kommentar

Ja, du bist gemeint!

Im Leben gibt es Menschen, die erkennen, was vor sich geht, und andere, die einfach blind den Trends folgen. Warum ich an der Seite meiner jüdischen Freunde stehe

von Boy George  11.09.2026

Rückkehr

Wiener Stadttempel nach Restaurierung wiedereröffnet

Nach mehr als zehn Monaten Bauzeit konnte die jüdische Gemeinde in Wien wieder in ihre Synagoge zurückkehren. Nun steht ein großes Fest an - auch zum runden Jubiläum des größten Gotteshauses seiner Art in Österreich

von Johannes Peter Senk  10.09.2026

9/11

Das Gift des Terrors

Ein Vierteljahrhundert nach den islamistischen Anschlägen auf Amerikas Zentren der Macht findet tatsächlich ein Regime Change statt. Allerdings nicht in den Täterländern, sondern in den USA. Ein persönlicher Rückblick

von Hannes Stein  10.09.2026

Schweiz

Neues Holocaust-Memorial in Bern

In Bern soll bis Ende 2027 eine Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus errichtet werden, das den Namen »Unfolded minute« trägt

von Nicole Dreyfus  09.09.2026

Emirate

Generation Golf

Dubai boomt als Reiseziel für Israelis. Doch schon vor dem Beitritt zu den Abraham-Abkommen ist eine Gemeinde gewachsen, für die der jüdische Alltag in einem arabischen Land Normalität ist

von Mark Feldon  09.09.2026

Meinung

Ein Sonntag genügt!

Was gehen uns in der Schweiz die Wahlen in Sachsen-Anhalt an? Auf den ersten Blick nicht viel. Auf den zweiten wird klar: Das Problem ist nicht nur die Partei selbst

von Zsolt Balkanyi-Guery  08.09.2026

Nachruf

Gloria Steinem: Ein Leben im Dienst der Gleichberechtigung

Die Journalistin und feministische Aktivistin starb im Alter von 92 Jahren. Mit ihrem Magazin »Ms.« veränderte sie den Blick auf Frauen nachhaltig

 04.09.2026

Schweiz

»Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen!«

Der neunjährige Nathan Hertig ist eines von 25 jüdischen Kindern des FC Hakoah Zürich, die die Profis des FC Zürich ins Stadion begleiten durften. Im Interview erzählt er von diesem Erlebnis

von Nicole Dreyfus  03.09.2026