Rachel Levine

US-Senat bestätigt erstmals Transgender für hohes Regierungsamt

Rachel Levine Foto: imago images/ZUMA Wire

Der US-Senat hat mit Rachel Levine als Staatssekretärin im Gesundheitsministerium erstmals eine Transfrau für ein derart hohes Regierungsamt bestätigt. 52 Senatorinnen und Senatoren stimmten am Mittwoch für Levine, 48 gegen sie.

Susan Collins und Lisa Murkowski gaben als einzige Republikanerinnen grünes Licht für die Nominierung. Die ausgebildete Kinderärztin war bisher Gesundheitsministerin im US-Bundesstaat Pennsylvania.

VERSPRECHEN »Ich fühle mich geehrt, die erste Transgender zu sein, die eine vom Senat bestätigte Position innehat«, erklärte Levine in einer Mitteilung an die »New York Times«. Sie wolle sich in ihrem neuen Amt insbesondere für Transjugendliche einsetzen.

»Was ich euch sagen kann: Es gibt einen Platz für euch in Amerika und in unserer Regierung.«

Rachel Levine

»Ich weiß, dass ihr jeden Tag mit vielen schwierigen Herausforderungen konfrontiert seid«, erklärte Levine. »Was ich euch sagen kann: Es gibt einen Platz für euch in Amerika und in unserer Regierung.«

Die 63-Jährige wurde als Richard Levine in Massachusetts geboren. 2011 entschied sie sich, künftig als Frau zu leben.

FAMILIE Rachel Levine wuchs in einer Familie auf, die sich dem konservativen Judentum nahe fühlte. Sie selbst bezeichnet sich heute als Reformjüdin; neben vielen anderen Gründen auch deshalb, weil die Reformbewegung transsexuellen Menschen offener gegenüberstehe.

Levine studierte Ende der 70er-Jahre an der Harvard University Medizin und arbeitete danach in führenden Postionen an bedeutenden amerikanischen Kliniken wie dem Mount Sinai Medical Center in New York. dpa/ja

Großbritannien

Grünen-Chef will Ermittlungen gegen Briten, die in Israels Armee dienen

Zack Polanski gehört ebenso wie Jeremy Corbyn zu den Unterstützern einer Kampagne, die sich gegen britische Staatsbürger im israelischen Militär richtet

 05.06.2026

Meinung

Entlarvte Gesinnung

Ausgerechnet jener Schweizer Politiker, der sich im Parlament gegen das Hamas-Verbot stellte, lädt die französische Abgeordnete und Israelhasserin Rima Hassan nach Bern ein

von Nicole Dreyfus  04.06.2026

Großbritannien

Unterhausabgeordneter unterstellt Israel »Blutdurst«

In einer Parlamentsdebatte zu Israels Krieg gegen die Hisbollah im Libanon verstieg sich ein Parlamentarier zu antisemitischen Aussagen

 04.06.2026

Essay

Sündenfall des Big Apple

New Yorks Bürgermeister macht den Nahostkonflikt zur Innenpolitik und feiert BDS, während seine Frau den 7. Oktober rechtfertigt. Hinter der Fassade der Wohltäter steht die harte Ideologie der Ausgrenzung

von Louis Lewitan  04.06.2026

Brnenec

Museum in Oskar Schindlers Fabrik - Politiker sagen Unterstützung zu

Auf dem Gelände der früheren Fabrik von Oskar Schindler gibt es heute ein Museum. Noch zwickt es dort finanziell ordentlich. Aber Hilfe für die NS-Gedenkstätte ist zumindest am Horizont

von Alexander Brüggemann  03.06.2026

Meinung

Sauna der Toleranz - aber nur ohne Davidstern

Zwei Frauen werden in Barcelona wegen eines jüdischen Symbols verhört, als »Zionistinnen« aussortiert und schließlich hinausgeworfen – im Namen einer Offenheit, die sich selbst ad absurdum führt

von Sabine Brandes  02.06.2026

Essay

Wenn ein Platz nicht schweigt

Gedanken zum 85. Jahrestag der Zerstörung der alten Synagoge von Esch-sur-Alzette durch die Nationalsozialisten

von Andreas Albrecht  02.06.2026

Hintergrund

»Lady Gaza« kommt in die Schweiz

Ein sozialdemokratischer Abgeordneter hat die umstrittene französische Europaabgeordnete Rima Hassan nach Bern eingeladen und damit Empörung ausgelöst. Erste Stimmen fordern nun ein Einreiseverbot

von Nicole Dreyfus, Michael Thaidigsmann  02.06.2026

Punta Cana

Gal Gadot und Mila Kunis zeigen sich entspannt im Karibikurlaub

Die jüdischen Schauspielerinnen gehen in Puerto Rico ganz besonderen Freizeitaktivitäten nach

 02.06.2026