Mitschuld an Schoa

US-Berufungsgericht prüft erneut

Ein Bezirksgericht wird in der nächst niedrigeren Instanz entscheiden. Foto: Thinkstock

Ungarns Rolle während der Schoa beschäftigt amerikanische Richter. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtete, hat ein Berufungsgericht in Washington am Freitag entschieden, dass eine abgewiesene Klage von Schoa-Überlebenden und deren Angehörigen erneut zu prüfen ist.

Die Überlebenden hatten 2010 die Republik Ungarn und die ungarische Eisenbahn vor einem amerikanischen Gericht verklagt. Durch seine Rolle im Zweiten Weltkrieg sei Ungarn am Tod von mehr als 500.000 Juden mitschuldig, so der Vorwurf.

Das Bezirksgericht Washington wies die Klage 2014 mit der Begründung ab, ein Prozess sei mit dem Friedensvertrag, den die Alliierten 1947 mit Ungarn geschlossen haben, nicht vereinbar.

Immunität In der Entscheidung des Berufungsgerichts vom Freitag heißt es, der Friedensvertrag verleihe ungarischen Beamten in Gerichtsverfahren keine Immunität.

Der Fall geht jetzt zurück an die niedrigere Instanz, das Bezirksgericht. Dort muss man prüfen, ob es in Amerika zu einem Prozess kommen kann, bevor die Kläger nicht alle juristischen Möglichkeiten in Ungarn ausgeschöpft haben. ja

Großbritannien

Grünen-Chef will Ermittlungen gegen Briten, die in Israels Armee dienen

Zack Polanski gehört ebenso wie Jeremy Corbyn zu den Unterstützern einer Kampagne, die sich gegen britische Staatsbürger im israelischen Militär richtet

 05.06.2026

Meinung

Entlarvte Gesinnung

Ausgerechnet jener Schweizer Politiker, der sich im Parlament gegen das Hamas-Verbot stellte, lädt die französische Abgeordnete und Israelhasserin Rima Hassan nach Bern ein

von Nicole Dreyfus  04.06.2026

Großbritannien

Unterhausabgeordneter unterstellt Israel »Blutdurst«

In einer Parlamentsdebatte zu Israels Krieg gegen die Hisbollah im Libanon verstieg sich ein Parlamentarier zu antisemitischen Aussagen

 04.06.2026

Essay

Sündenfall des Big Apple

New Yorks Bürgermeister macht den Nahostkonflikt zur Innenpolitik und feiert BDS, während seine Frau den 7. Oktober rechtfertigt. Hinter der Fassade der Wohltäter steht die harte Ideologie der Ausgrenzung

von Louis Lewitan  04.06.2026

Brnenec

Museum in Oskar Schindlers Fabrik - Politiker sagen Unterstützung zu

Auf dem Gelände der früheren Fabrik von Oskar Schindler gibt es heute ein Museum. Noch zwickt es dort finanziell ordentlich. Aber Hilfe für die NS-Gedenkstätte ist zumindest am Horizont

von Alexander Brüggemann  03.06.2026

Meinung

Sauna der Toleranz - aber nur ohne Davidstern

Zwei Frauen werden in Barcelona wegen eines jüdischen Symbols verhört, als »Zionistinnen« aussortiert und schließlich hinausgeworfen – im Namen einer Offenheit, die sich selbst ad absurdum führt

von Sabine Brandes  02.06.2026

Essay

Wenn ein Platz nicht schweigt

Gedanken zum 85. Jahrestag der Zerstörung der alten Synagoge von Esch-sur-Alzette durch die Nationalsozialisten

von Andreas Albrecht  02.06.2026

Hintergrund

»Lady Gaza« kommt in die Schweiz

Ein sozialdemokratischer Abgeordneter hat die umstrittene französische Europaabgeordnete Rima Hassan nach Bern eingeladen und damit Empörung ausgelöst. Erste Stimmen fordern nun ein Einreiseverbot

von Nicole Dreyfus, Michael Thaidigsmann  02.06.2026

Punta Cana

Gal Gadot und Mila Kunis zeigen sich entspannt im Karibikurlaub

Die jüdischen Schauspielerinnen gehen in Puerto Rico ganz besonderen Freizeitaktivitäten nach

 02.06.2026