Frankreich

Trauer, Wut, Bestürzung

Patrouille: Polizisten nach dem Angriff auf den Straßburger Weihnachtsmarkt Foto: dpa

Frankreichs Juden nehmen Anteil am Leid der Opfer des Straßburger Attentats. Am Rande des Weihnachtsmarkts in der elsässischen Großstadt wurden am Dienstagabend drei Menschen erschossen und mehrere zum Teil schwer verletzt. Wie die Antiterror-Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte, hörten Zeugen den Attentäter »Allahu Akbar« (Allah ist groß) rufen.

Francis Kalifat, der Präsident der jüdischen Dachorganisastion des Landes CRIF (Conseil Représentatif de Institutions juives de France), twitterte: »Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien.« Ferner erklärte er sich solidarisch mit der Stadt Straßburg und bekundete seinen großen Respekt gegenüber den zahlreichen Polizeikräften, die seit gestern Abend im Einsatz sind.

GEBETE Auch Frankreichs Oberrabbiner Haïm Korsia meldete sich per Twitter zu Wort. Er erklärte, er sei traurig, wütend und bestürzt. »Ich beziehe die Menschen in Straßburg in meine Gebete ein. Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.«

Der 29-jährige Täter mit nordafrikanischen Wurzeln ist nach wie vor auf der Flucht. Der Pariser Chefermittler teilte mit, zwei Menschen seien bei der Attacke getötet worden. Ein weiterer Mensch sei hirntot. Die Polizei zählte zudem zwölf Verletzte.  tok

Beverly Hills

Vandalismus in US-Synagoge

Gebetsbücher zerrissen, Torarolle zerknüllt – Polizei ermittelt wegen Verdacht eines Hassverbrechens

 16.12.2019

Frankreich

Déjà-vu im Elsass

Erneut wurde ein jüdischer Friedhof geschändet. Etliches deutet darauf hin, dass Neonazis hinter der Tat stecken

von Amir Wechsler  15.12.2019

Karl Wolfskehl

»Mein Ruhm endet im Hafen von Auckland«

Vor 150 Jahren wurde der Dichter geboren. Heute ist sein Werk nahezu vergessen – zu Unrecht

von Jim Tobias  15.12.2019

UNRWA

Mandat von Palästinenserhilfswerk verlängert

Die USA und Israel votierten dagegen

 14.12.2019

Vorwurf des Judenhass

Karneval in Aalst nicht mehr Kulturerbe

UN-Kulturorganisation verurteilt »alle Formen von Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit«

 14.12.2019

USA

Angriff auf Koscher-Markt wird als Terrorfall behandelt

Die Täter stehen der in weiten Teilen antisemitischen Gruppe der »Schwarzen Hebräer« nahe

 13.12.2019