Manchester

Strafzins für Scheidungsverweigerer

Ein Berufungsgericht bestätigte das Urteil der Vorinstanz. Foto: Getty Images

Einen britischen Juden kommt seine Weigerung, seiner Frau den traditionellen jüdischen Scheidebrief (Get) auszustellen, teuer zu stehen. Der Geschäftsmann aus Manchester muss der Noch-Ehefrau zusätzlich zum Unterhalt eine Einmalsumme von 1,7 Millionen englischen Pfund (etwa 1,87 Millionen Euro) zahlen.

Das hatte ein britisches Gericht entschieden, wie die Jewish Telegraphic Agency (JTA) berichtete. Ein Berufungsgericht bestätigte demnach ein entsprechendes Urteil der Vorinstanz.

Vorinstanz Diese hatte festgelegt, dass der Mann die einmalige Zahlung und den Unterhalt bis zur Scheidung des Paares nach britischem Recht im Mai 2018 entrichten muss. Zusätzlich wurde ein Zins auf etwa ausstehende Anteile der Einmalzahlung sowie eine weitere jährliche Zahlung festgelegt, die so lange fällig werden, bis der Mann seiner Frau den Get gibt.

Der Mann hatte das Urteil mit der Begründung angefochten, das Gericht habe seine finanzielle Situation nicht berücksichtigt. Außerdem widersprächen Zahlungen unter Zwang dem jüdischen Recht, argumentierte er. Das Paar hat laut einem Bericht des »Jewish Chronicle« drei Kinder und hatte sich 2016 nach 20 Jahren Ehe getrennt.

Nach jüdischem Religionsrecht wird eine Scheidung nur dann gültig, wenn der Mann der Frau den Scheidebrief ausstellt und die Frau in ihn einwilligt.  ag

Nachruf

Barney Frank mit 86 Jahren gestorben

Als liberale Stimme im Washingtoner Kongress prägte der jüdische Abgeordnete der Demokraten sowohl die Debatten über Finanzmarktregulierung als auch über die Rechte von Homosexuellen

 20.05.2026

Spanien

Mordverdacht: Sohn von Mango-Gründer festgenommen

Die Polizei in Katalonien hat Medienberichten zufolge den Sohn des Mango-Gründers und Philanthropen Isaak Andic festgenommen. Jonathan Andic war als einziger dabei, als sein Vater im Dezember 2024 einen Abhang hinunterstürzte

 19.05.2026

Washington D.C.

Abgeordneter Jared Moskowitz erhält antisemitisch motivierte Morddrohungen

In Zuschriften wird der Demokrat unter anderem als »zionistisches, jüdisches verdammtes Schwein« (»zionist Jewish fucking pig«) beschimpft. Er ist nicht der einzige jüdische Politiker in den USA, der bedroht wird

 19.05.2026

London

Israeli in Golders Green zusammengeschlagen

Der 22-Jährige wurde über die Straße gezerrt und geschlagen, bis er beinahe das Bewusstsein verlor

 19.05.2026

Kanada

Kritik an Pro-Terror-Konferenz in Toronto

Die Veranstaltung soll die Massaker vom 7. Oktober 2023 würdigen und wird von verbotenen Organisationen getragen

 18.05.2026

Großbritannien

Ausstellung zu Hamas-Massaker wegen Sicherheitsbedenken ohne Hinweisschild

Die Polizei will den genauen Standort der Schau möglichst lange geheim halten. Anti-Terror-Einheiten sind in den Schutz der Präsentation über den Terror des 7. Oktobers eingebunden

 18.05.2026

Frankreich

Das Glück, wenn ich es will

Gérard Blitz und Gilbert Trigano gründeten einst den Club Méditerranée. Und eine Utopie der Gemeinsamkeit aus der Nachkriegszeit wurde zum Trend

von Mark Feldon  17.05.2026

Hollywood

Der unaufgeregte Glam der Zoë Kravitz

Die Tochter berühmter Eltern hat sich eine eigene Karriere aufgebaut – und ist stolz auf ihre afroamerikanischen und jüdischen Wurzeln

von Nicole Dreyfus  17.05.2026

Belgien

Uni-Rektorin: »Haben bereits viele Partnerschaften verloren«

Die Besetzer an der Universität Gent verlangen einen vollständigen Boykott Israels und wollen weitermachen - obwohl die Uni-Leitung ihnen nun erneut entgegenkam

von Michael Thaidigsmann  15.05.2026