Manchester

Strafzins für Scheidungsverweigerer

Ein Berufungsgericht bestätigte das Urteil der Vorinstanz. Foto: Getty Images

Einen britischen Juden kommt seine Weigerung, seiner Frau den traditionellen jüdischen Scheidebrief (Get) auszustellen, teuer zu stehen. Der Geschäftsmann aus Manchester muss der Noch-Ehefrau zusätzlich zum Unterhalt eine Einmalsumme von 1,7 Millionen englischen Pfund (etwa 1,87 Millionen Euro) zahlen.

Das hatte ein britisches Gericht entschieden, wie die Jewish Telegraphic Agency (JTA) berichtete. Ein Berufungsgericht bestätigte demnach ein entsprechendes Urteil der Vorinstanz.

Vorinstanz Diese hatte festgelegt, dass der Mann die einmalige Zahlung und den Unterhalt bis zur Scheidung des Paares nach britischem Recht im Mai 2018 entrichten muss. Zusätzlich wurde ein Zins auf etwa ausstehende Anteile der Einmalzahlung sowie eine weitere jährliche Zahlung festgelegt, die so lange fällig werden, bis der Mann seiner Frau den Get gibt.

Der Mann hatte das Urteil mit der Begründung angefochten, das Gericht habe seine finanzielle Situation nicht berücksichtigt. Außerdem widersprächen Zahlungen unter Zwang dem jüdischen Recht, argumentierte er. Das Paar hat laut einem Bericht des »Jewish Chronicle« drei Kinder und hatte sich 2016 nach 20 Jahren Ehe getrennt.

Nach jüdischem Religionsrecht wird eine Scheidung nur dann gültig, wenn der Mann der Frau den Scheidebrief ausstellt und die Frau in ihn einwilligt.  ag

Großbritannien

Hackney will Städtepartnerschaft mit Haifa beenden

Ratsherr Simche Steinberger wirft der Ratsmehrheit vor, die sechs jüdischen Ratsmitglieder überhaupt nicht konsultiert zu haben

 31.07.2026

New York

Resiliente Einhörner

Während Bürgermeister Zohran Mamdani gegen Premier Benjamin Netanjahu wettert, bekommen israelische Start-ups ein neues Zuhause

von Sophie Albers Ben Chamo  29.07.2026

Toronto

Solidarität nach Angriffen: Lange Schlangen vor jüdischen Bagel-Läden

Nach Angriffen auf zwei Filialen der jüdischen Bäckereikette Kiva’s Bagel Bar kaufen Bewohner dort ein. Zeitgleich feuerte ein Unbekannter Schüsse auf das US-Konsulat ab

 29.07.2026

Jerusalem

Frühere Staatschefinnen fordern Strafen für israelische Siedler

Die frühere Präsidentin Irlands, Mary Robinson, und die frühere Premierministerin Neuseelands, Helen Clark, forderten unter anderem ein Verbot des Handels mit Waren illegaler Siedlungen

 29.07.2026

Judenhass

Antisemitismus weltweit auf Höchststand

Die Untersuchung erfasst die sieben Länder mit den größten jüdischen Bevölkerungen außerhalb Israels, darunter Deutschland

 29.07.2026

Griechenland

Israelische Touristen auf Kreta von israelfeindlichem Mob attackiert

Auf der Insel Kreta soll eine Gruppe israelischer Touristen mit Flaschen und einem Luftgewehr angegriffen worden sein

 28.07.2026

USA

Comedy mit Kriegsbemalung

In ihrer Heimat ist das Stand-up-Naturtalent Iliza Shlesinger gerade auf Tour. Für den Rest gibt es Netflix

von Sarah Thalia Pines  28.07.2026

Toronto

Schüsse auf jüdische Bäckerei – Polizei ermittelt wegen möglicher Hasskriminalität

Innerhalb von 20 Minuten werden in der kanadischen Metropole zwei Anschläge auf die Bäckereikette Kiva’s Bagel verübt

 27.07.2026

Großbritannien

Zwischen Skepsis und Hoffnung

Die jüdische Gemeinschaft sieht den neuen Premier Andy Burnham kritisch – er will die Nahostpolitik des Landes ändern

von Rudolf Hönnige  23.07.2026