Thessaloniki

Statement gegen Rechts

Yiannis Boutaris Foto: dpa

Der Bürgermeister von Thessaloniki, Yiannis Boutaris, der am Donnerstag in sein Amt eingeführt wurde, hat ein Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt.

Der 72-jährige Boutaris, der für die Partei Drasi angetreten war, trug zu seiner Amtseinführung einen »Judenstern« als Zeichen seiner Solidarität mit den 50.000 thessalonikischen Juden, die im Holocaust verfolgt und deportiert wurden.

kommune
Laut Medienberichten wollte Boutaris damit auch gegen die Wahl eines Abgeordneten der rechtsextremen Partei »Goldene Morgenröte« demonstrieren, der in das Stadtparlament der griechischen Kommune einzieht.

Boutaris hatte im Mai die Kommunalwahlen von Thessaloniki mit fast 60 Prozent der abgegenen Stimmen gewonnen und gilt als Reformer. Er schaffte es auf eine Liste internationaler Bürgermeister, die sich für die Umgestaltung ihrer Städte einsetzen. ja

Nachruf

Trauer um Schoa-Überlebenden Raphael Esrail

Er starb im Alter von 96 Jahren in Lannion im Nordwesten Frankreichs

 23.01.2022

USA

Die Diplomatin

Vize-Außenministerin Wendy Sherman verfügt über besonderes Verhandlungsgeschick. Wird es ihr gelingen, einen Angriff Putins auf die Ukraine zu verhindern?

von Michael Thaidigsmann  23.01.2022

Südafrika

Jude, Brite, Zulu

Zwei Jahre nach seinem Tod erscheint die Autobiografie des Sängers und Aktivisten Johnny Clegg

von Markus Schönherr  22.01.2022

USA/Grossbritannien

Jüdische Gemeinden in Alarmbereitschaft

Nach der Geiselnahme durch einen offenbar islamistisch motivierten Briten in Texas gibt es Sorge vor neuen Angriffen

 21.01.2022

Einspruch

Das unbequeme A-Wort

Daniel Killy fordert nach der Geiselnahme in der Synagoge in Texas, Judenhass als Motiv konsequent zu benennen

von Daniel Killy  20.01.2022

USA

Traumatische Stunden

Nach der Geiselnahme in der Synagoge versucht die Gemeinde in Colleyville, in den Alltag zurückzufinden

von Daniel Killy  20.01.2022

Srebrenica-Bericht

Empörung über Gideon Greif hält trotz »Klarstellung« an

Der israelische Historiker rechtfertigt sich für seinen Srebrenica-Bericht – doch die Kritik an ihm wird immer stärker

von Michael Thaidigsmann  20.01.2022

Spanien

Der »Engel von Budapest«

Der Diplomat Ángel Sanz Briz rettete 5000 ungarischen Juden das Leben – in Madrid liegt jetzt eine Namensliste aus

von Andreas Knobloch  19.01.2022

Halacha

Wer gehört dazu?

Die Debatte um sogenannte Vaterjuden wird seit Jahrzehnten in vielen Ländern geführt. Ein Überblick

von Jérôme Lombard  19.01.2022